„Zum Glück war ich nüchtern“

Dieser Fan muss bei Duell zweier Erstligisten als Schiri-Assistent einspringen

Kuriose Szenen im belgischen Pokal: Weil sich nach einem der Schiedsrichter-Assistenten auch noch der Referee selbst verletzte, musste ein Fan das Spiel retten.

Stellen Sie sich vor, Sie sind als Fan beim einem Pokalspiel ihres Lieblingsteams zu Gast. Dann verletzt sich einer der Schiedsrichter-Assistenten, muss vom Feld. Er wird vom vierten Offiziellen ersetzt, also kein Thema. Doch dann zieht sich wenig später der Schiedsrichter selbst eine Blessur zu - und plötzlich müssen Sie von der Tribüne aufs Feld, um das Spiel zu retten. Klingt zu verrückt, um wahr zu sein? Nein, das hat sich genau so am Mittwochabend in Belgien zugetragen.

Schauplatz war das Achtelfinale des belgischen Pokals zwischen dem KV Mechelen und dem KRC Genk. Mit dem Stand von 1:1 ging es in die Verlängerung, als sich einer der Schiedsrichter-Assistenten verletzte. Wenig später fiel dann auch der Haupt-Referee Christof Dierick aus. Das Team beratschlagte sich, ein Weiterspielen mit nur einem Linienrichter kam nicht in Frage. Die Lösung: Man suchte via Stadionsprecher einen Ersatz. „Ist zufälligerweise ein Schiedsrichter im Haus?“, fragte dieser - und es meldete sich Mechelen-Fan und Amateur-Referee Luc Bosmans.

Bosmans bekam dann einige Minuten Zeit, sich warm zu machen und umzuziehen. Dann starteten die letzten 15 Minuten des Pokalduells zwischen Mechelen und Genk - mit Bosmans als Assistent und dem echten Assistenten als neuem Chef. Die Partie ging ins Elfmeterschießen, Bosmans‘ Mechelen verlor mit 4:5.

Bosmans‘ trockener Kommentar nach der Partie: „Zum Glück war das Spiel nicht an einem Samstag, sonst wäre ich vermutlich nicht nüchtern geblieben.“ Dennoch sei es eine tolle Erfahrung gewesen, die aber für ihn persönlich nur auf Rang zwei landet - hinter dem Europapokalsieg Mechelens im Jahr 1988.

fw

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