Gute alte Bayern-Zeiten

50.000 Euro Strafe gespart: Elber verrät verrückten Wiesn-Deal mit Hitzfeld

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Giovane Elber (r., mit Bixente Lizarazu) ließ sich in seinen Bayern-Tagen das Bier auf der Wiesn schmecken - und entging der Bestrafung.

Giovane Elber verrät, mit welchem Trick er sich in seiner Bayern-Zeit vor einer Oktoberfest-Strafe von Ottmar Hitzfeld drückte.

München - Spaßvogel, Torjäger, Kultfigur: Giovane Elber (45) war eine der schillerndsten Figuren des FC Bayern der letzten Jahrzehnte. Vor dem Spiel der Nationalelf gegen sein Heimatland Brasilien hat er beim Internetportal Sportbuzzer aus seiner Zeit bei den Münchnern aus dem Nähkästchen geplaudert - und eine bisher unbekannte Anekdote aus dieser Zeit ans Licht gebracht.

So animierte Elber im Herbst 2002 seinen Stürmerkollegen Claudio Pizarro zu einem privaten Oktoberfestbesuch - zwei Tage vor einem Bundesligaspiel.

„Claudio, lass uns auf die Wiesn gehen“

„Claudio, das ist dein Geburtstag, lass uns mit unseren Familien auf das Oktoberfest gehen, habe ich ihm gesagt“, erzählt Elber. Doch der Spaß flog auf: „Einen Tag später hat mich unser Trainer Ottmar Hitzfeld ins Büro zitiert. Er wusste, dass wir unterwegs waren. Er brummte mir 50.000 Euro auf, Claudio und Roque Santa Cruz sollten 10.000 Euro Strafe zahlen.“ Besonders pikant dabei: Nur zwei Tage vorher hatte der FCB eine 1:2-Heimpleite den AC Mailand einstecken müssen.

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Doch Elber wäre aber nicht Elber, wenn die Story damit enden würde. Er schlug Hitzfeld einen Deal vor. „Trainer, wenn wir am Wochenende schlecht spielen, dann zahlen wir das Geld, und wenn wir gut spielen, dann zahlen wir gar nichts“, soll er zu Hitzfeld gesagt haben. Das Ende vom Lied - Bayern besiegte Bochum mit 4:1, Pizarro und Elber trafen jeweils doppelt.

Heutzutage wäre ein solcher Coup nicht mehr möglich, weiß der Brasilianer: „Damals hatte nicht jeder ein Fotohandy dabei und so wurde unser Oktoberfest-Auftritt nie öffentlich. Das wäre heute überall in den Medien.“

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cg

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