Verrückte Szenen zwischen Bestiktas und Fenerbahce

Eklat im Istanbul-Derby: Quaresma boxt Ex-Bayern-Star und löst Rudelbildung aus

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Ausraster im Derby: Ricardo Queresma.

Im Derby zwischen Bayerns Champions-League-Gegner Besiktas und Fenerbahce kam es zum Eklat. Ricardo Queresma schlug Mehmet Ekici und löste damit eine wilde Rudelbildung aus.

Istanbul - Die Sache mit den Derbys ist ja immer ganz speziell. Atmosphäre, Emotionen, Druck - damit kommt nicht immer jeder Profi zurecht. Wenn dann auch noch sportlich einiges auf dem Spiel steht, kann es ganz schnell passieren, dass dem einen oder anderen auch mal die Sicherungen durchbrennen. Das ist hier in Deutschland so, aber vor allem auch in der Türkei, wo die Derbys in Istanbul zwischen Besiktas, Fenerbahce und Galatasaray nochmal eine Stufe emotionaler sind. Dort geht es in den Partien fast mehr als nur um Fußball. 

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Am Donnerstagabend stand mal wieder eine dieser hitzigen Schlachten an. Fenerbahce war zu Gast bei Besiktas, dem Gegner des FC Bayern in der Champions League. Es war das Halbfinal-Hinspiel im türkischen Pokal. Alvaro Negredo hatte Besiktas in der 14. Minute in Führung gebracht, Roberto Soldada glich wenig später aus (17.), bis dahin war also alles noch ganz normal. 

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Doch kurz vor der Pause überschlugen sich erstmals die Ereignisse, als Fenerbahces Alper Potuk in der 44. Minute vom Platz musste, die Gäste aber dennoch in der Nachspielzeit durch Sener Özbayrakli in Führunge gingen (45.+2). Nach dem Seitenwechsel wurde es dann aber richtig wild. 

Wilde Rudelbildung und überkochende Emotionen

In der 52. Minute brannten beim zur Pause erst eingewechselten Besiktas-Angreifer Ricardo Quaresma sämtliche Sicherungen durch. Während eines harmlosen Zweikampf kam es zu ersten Tumulten, bei denen Quaresmas Teamkollege und ehemalige Real-Star Pepe zu Boden gestoßen wurde. Das konnte Quaresma nicht auf sich sitzen lassen und rächte seinen portugiesischen Landsmann, in dem er Gegenspieler Mehmet Ekici mit einem Fausthieb zu Boden streckte. 

Anschließend dauerte es mehrere Minuten, um die Gemüter wieder zu beruhigen, da sich Quaresma gar nicht mehr einkriegen wollte - trotz aller Bemühungen sämtlicher Mannschaftskollegen. 

Als sich alle dann wieder beruhigt hatten und Quaresma vom Platz gebracht wurde, sah Fener-Keeper Volkan Demirel wegen Reklamierens in der 76. Minute die Gelb-Rote Karte, eher Talsica für Besiktas in der 82. Minute dann doch noch den Ausgleich erzielte. 

Quaresma-Opfer Ekici im übrigen sollte den Bayern-Fans noch ein Begriff sein. Der Deutsch-Türke ist in München geboren, wechselte aus der Jugend der SpVgg Unterhaching zum FC Bayern, wo ihm allerdings der Durchbruch verwehrt blieb. Über Nürnberg und Bremen fand er sein Glück jetzt in der Türkei. 

Der FC Bayern muss am 14. März zum Rückspiel in den Vodafone Park von Besiktas reisen. Mit dem 5:0-Erfolg aus dem Hinspiel* dürfte trotz der hitzigen Atmosphäre dort nicht mehr allzu viel schief gehen. Anpfiff ist unüblicherweise dann bereits um 18.00 Uhr. 

fs 

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