Neujahrsempfang

„Rote Linie“: DFL-Boss Seibert droht FIFA und UEFA mit juristischen Schritten

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DFL-Boss Christian Seifert drohte der FIFA und UEFA mit rechtlichen Schritten.

DFL-Geschäftsführer Christian Seifert hat die internationalen Fußball-Verbände FIFA und UEFA deutlich vor weiteren Club-Wettbewerben gewarnt und notfalls mit rechtlichen Schritten gedroht.

 Frankfurt a.M. - „Wir beurteilen die möglicherweise weiter ausufernden Wettbewerbsideen sehr kritisch, dies bezieht sich vor allem auf eine Ausweitung internationaler Wettbewerbe an Wochenenden“, sagte der 49 Jahre alte Bundesliga-Macher beim Neujahrsempfang der Deutschen Fußball Liga am Dienstag in Frankfurt/Main. „Sollte diese rote Linie überschritten werden, dann werden wir auch juristische Schritte prüfen müssen. Die Wochenenden sind die Herzkammer des Fußballs.“

Internationale Spiele an Wochenenden, so Seifert, würden den Fußball „im Kern erschüttern“. Im Dezember war bekannt geworden, dass die UEFA Pläne diskutiert, dass Champions-League-Spiele in Zukunft auch am Wochenende stattfinden könnten.

Seifert lobt FCB und BVB

Seifert lobte den FC Bayern München und Borussia Dortmund, die sich gegen eine Gründung einer europäischen Super Legaue ausgesprochen haben: „Das waren deutliche Worte, die man sonst in Europa nicht so vernommen hat.“

Auch andere europäische Spitzenfunktionäre hatten der Gründung einer Super League eine klare Absage erteilt. Der Chef der Europäischen Fußball-Union (UEFA), Aleksander Ceferin, hatte sie als „Fiktion oder ein Traum“ bezeichnet. FIFA-Chef Gianni Infantino steht derzeit wegen Enthüllungen über mögliche Verkäufe internationaler Wettbewerbe an private Investoren in der Kritik.

Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ hatte im vergangenen Jahr unter Berufung auf Dokumente der Plattform Fooball Leaks über Pläne einer von Real Madrid forcierten Abspaltung diverser Top-Clubs aus der Champions League berichtet.

Bei dem Neujahrsempfang war auch Bundestrainer Jogi Löw mit dabei. Er äußerte sich auch zum Champions-League-Hammer zwischen dem FC Bayern und dem FC Liverpool.

dpa/rjs

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