Umstrittener Gast

DFB-Vize zu China-Testspielserie: "Müssen mithalten"

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Bereits im Juni stand sich Chinas U20 mit Drittligist SG Sonnenhof Grossaspach gegenüber. Foto: Daniel Maurer

Mainz (dpa) - DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann hat kurz vor dem Start der Testspielserie der chinesischen U20-Auswahl gegen Teams der Regionalliga Südwest erneut Kritik zurückgewiesen.

Zum Vorwurf übermäßiger Kommerzialisierung sagte er: "Man muss nur nach England oder Frankreich schauen. Wir müssen mithalten, wenn wir nicht wollen, dass wir völlig abgehängt sind. Du musst dich entscheiden: Willst du bei der Weltmeisterschaft vorne mitspielen oder in zehn Jahren zu denen gehören, die für die WM-Erweiterung stimmen, damit sie wieder mitspielen dürfen?"

Chinas U20-Fußballer bestreiten im Rahmen einer Kooperation mit dem Deutschen Fußball-Bund Testpartien gegen Regionalliga-Teams, die dafür 15 000 Euro erhalten. Den Auftakt macht am Samstag das Spiel bei Aufsteiger TSV Schott Mainz. "Für uns als Aufsteiger ist der finanzielle Aspekt ausschlaggebend gewesen, deshalb will ich mich auch nicht politisch äußern. Wir wollen einfach ein guter Gastgeber sein", sagte Schott-Manager Till Pleuger. Für mögliche Protestaktionen sei der Verein gerüstet.

Die Stuttgarter Kickers, TuS Koblenz und Waldhof Mannheim hatten eine Teilnahme an der Testspielserie abgelehnt. "Ich habe das zur Kenntnis genommen", sagte der frühere Bundesliga-Profi Jiayi Shao, der Manager der chinesischen Mannschaft. Seit 10. November ist das Team in Deutschland und bereitet sich auf die Partien vor. "Die chinesischen Spieler sollen die deutsche Fußballkultur kennenlernen und spüren", sagte Shao. Ziel der Mannschaft ist die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2020.

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