Die Teilnahme an dem Pilotprojekt sei "freiwillig".

DFB-Generalsekretär: Eingliederung von Chinas U20 "eine Riesenchance"

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Ende Juni testete Drittligist SG Sonnenhof Großaspach bereits gegen die U20-Nationalmannschaft China.

DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius erklärt, dass das umstrittene Projekt der Eingliederung der U20 Chinas in die Regionalliga Südwest eine große Chance ist.

Frankfurt am Main - Die umstrittene Eingliederung von Chinas U20 in die Fußball-Regionalliga Südwest würde auch gegen den Widerstand einzelner Klubs durchgesetzt werden können. "Das Projekt würde auch nicht platzen, wenn einzelne Vereine wie Waldhof Mannheim abspringen, denn fast alle Klubs erkennen das als eine Riesenchance, die sie nutzen möchten", sagte Friedrich Curtius, Generalsekretär des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), dem kicker.

Die Teilnahme an dem Pilotprojekt sei "freiwillig". Es gehe "bei dieser Idee um organisierte Freundschaftsspiele, definitiv nicht um die Eingliederung einer externen Mannschaft", sagte Curtius.

Der chinesische Nachwuchs soll in der 19er-Liga die Lücke für den jeweils spielfreien Verein füllen und gegen jeden Klub im Saisonverlauf zweimal antreten - ohne offiziell in der Tabelle geführt zu werden. Die endgültige Entscheidung über die Eingliederung soll am 11. Juli fallen.

"Die Vereine erhalten 15.000 Euro Grundbetrag und können zum Beispiel für erhöhte Aufwendungen wie Sicherheitskosten Zuschüsse beantragen", sagte Curtius und stellte klar: "Der DFB verdient nichts an Chinas U20."

Einige Klubs hatten das Vorhaben zuvor als reine Kommerzialisierung kritisiert. Waldhof kündigte sogar an, Spiele gegen den Nachwuchs der Asiaten zu boykottieren. "Andere Regionalligen, beispielsweise im Norden und Bayern, hätten auch gerne mitgemacht, aber es war der Wunsch der Chinesen, zunächst in den Südwesten zu gehen", sagte Curtius.

SID

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