29. Spieltag

BVB schießt sich gegen Stuttgart fürs Derby warm

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Dortmunds Michy Batshuayi jubelt über seinen Treffer zum 2:0 in Richtung der Fans. Foto: Bernd Thissen

Es beginnt schleppend, doch schließlich gelingt Borussia Dortmund acht Tage nach der 0:6-Klatsche beim FC Bayern der erhoffte Erfolg gegen Stuttgart. Am Anfang des Sieges steht ein kurioser Treffer.

Dortmund - Borussia Dortmund hat nach der peinlichen Schlappe in München zurück in die Erfolgsspur gefunden.

Anders als beim 0:6 eine Woche zuvor gegen den neuen deutschen Meister blieb dem in die Kritik geratenen Team von Fußball-Lehrer Peter Stöger beim 3:0 (1:0) über den VfB Stuttgart ein weiterer Rückschlag erspart.

Ein Duseltor von Christian Pulisic in der 38. Minute erweckte den bis dahin schwachen BVB zu neuem Leben. Neuzugang Michy Batshuayi (48.) und Maximilian Philipp (59.) beseitigten alle Zweifel an dem am Ende verdienten Sieg der Dortmunder, die damit den dritten Tabellenplatz festigten.

"In den ersten 25 Minuten hat man noch den Rucksack auf unserem Rücken gesehen, den das 0:6 ausgelöst hat", sagte Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc bei Sky. "Mit dem glücklichen Tor von Christian Pulisic wurde es besser. In der zweiten Halbzeit haben wir dann wieder die normalen Abläufe gehabt und dann auch verdient gewonnen."

Dagegen ging für den stark in die Partie gestarteten VfB eine lange Erfolgsserie von acht Spielen ohne Niederlage zu Ende. Erstmals unter der Regie von Trainer Tayfun Korkut blieben die Schwaben ohne Punkte. "Ich glaube wir waren in den ersten 30, 35 Minuten ziemlich gut im Spiel und dann fällt so ein Tor, von dem glaube ich keiner im Stadion so genau wusste, wie es passiert ist", sagte VfB-Stürmer Daniel Ginczek.

In der im Vergleich zum 0:6 beim FC Bayern auf vier Positionen veränderten BVB-Elf fehlten die verletzten André Schürrle und Manuel Akanji. Weltmeister Mario Götze musste nach seiner schwachen Vorstellung in München mit einem Platz auf der Bank vorliebnehmen. Marco Reus spielte von Beginn an.

Trotz dieser Rotation wirkte die Borussia in den ersten Spielminuten stark verunsichert. Mit konsequentem Forechecking setzten die Stuttgarter das Stöger-Team unter Druck und übernahmen die Regie. So bot sich Mario Gomez in der 26. Minute die Chance zur Führung. Doch der verunglückte Kopfball nach Freistoß von Dennis Aogo verfehlte das Tor von BVB-Keeper Roman Bürki.

Darüber hinaus bekamen die Zuschauer in den ersten 35 Minuten nur wenig Erbauliches zu sehen. Das lag vor allem an der zunächst enttäuschenden Borussia, die sich lange Zeit vergeblich um Torgefahr bemühte. Das behäbige, fehlerhafte und risikoarme Aufbauspiel machte es den Schwaben einfach.

Erst ein kurioser Treffer leitete die Wende zugunsten des BVB ein. Der Schuss von Pulisic aus der Rechtsaußenposition, der wohl als Flanke gedacht war, senkte sich in den hinteren Torwinkel und bescherte die glückliche Führung. Nur eine Minute später verfehlte Reus mit einem Volleyschuss das VfB-Tor nur knapp.

Die befreiende Wirkung des Führung war auch zu Beginn der zweiten Halbzeit spürbar. Der neue Mut des BVB wurde schnell belohnt. Nach sehenswertem Zusammenspiel mit Nuri Sahin erhöhte Neuzugang Batshuayi mit seinem bereits siebten Saisontor auf 2:0. Nur elf Minuten später traf Philipp nach Vorarbeit von Pulisic zum vorentscheidenden 3:0.

Damit war der Widerstand der Gäste endgültig gebrochen. In der einseitigen Schlussphase waren die Dortmunder dem 4:0 näher als die Stuttgarter einem Ehrentreffer. So vergaben Pulisic (72.), Batshuayi (75.) und Sahin (90.) gute Möglichkeiten. In einer Woche steht für den BVB das Derby gegen den FC Schalke 04 an. "Da brauchen wir natürlich noch eine weitere Leistungssteigerung. Aber ich freue mich auf das Spiel", sagte Zorc.

dpa

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