„Wieder bei hundert Prozent“ 

Boateng wieder fit: So veränderten die Verletzungen seine Einstellung

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Jerome Boateng pausiert während eines Trainings des FC Bayern in Doha.

Zwei Jahre lang erlitt Jerome Boateng vom FC Bayern regelmäßig Verletzungen, jetzt ist er zurück. Seine Blessuren haben aber seine Sichtweise verändert.

Doha - Nach zwei Jahren mit zahlreichen Verletzungen sieht sich Fußball-Nationalspieler Jérôme Boateng endlich wieder nahe an seiner körperlichen Topverfassung. „Ich fühle mich gut. Ich hoffe, dass ich jetzt stabil und gesund bleibe. 2017 habe ich bei achtzig Prozent beendet, würde ich sagen. Wenn ich diese Woche hier durchziehen kann, hoffe ich, dass ich wieder bei hundert Prozent bin“, sagte der 29 Jahre alte Weltmeister am Freitag im Trainingslager des FC Bayern München in Katar (tz.de berichtet im News-Ticker aus dem FCB-Trainingslager in Doha*).

Der Innenverteidiger will nach mehreren schweren Verletzungen, die er seit Anfang 2016 erlitten hatte, im WM-Jahr wieder zur alten Topform finden. „Es ist überraschend, dass es so lange gedauert hat“, sagte Boateng insbesondere zur langwierigen Oberkörperverletzung. Er musste Ende 2016 am Brustmuskel operiert werden, der an der rechten Schulter ansetzt. Jetzt habe er aber wieder ein 100-prozentiges Vertrauen in seinen Körper. Trotzdem riskiere er jetzt weniger als früher, wenn er Probleme spüre. Er lasse diese sofort von den Ärzten kontrollieren und lasse auch eher mal ein Spiel aus, bevor wieder etwas passiere.

Boateng über Konkurrenzkampf: „Habe vor keinem anderen Spieler Angst“

Beim FC Bayern und in der Nationalmannschaft will Boateng 2018 wieder ein Leistungsträger sein. Den Konkurrenzkampf scheue er nicht. „Ich habe vor keinem anderen Spieler Angst. Ich weiß, was ich kann“, sagte Boateng. „Ich möchte einfach meine Leistung bringen.“ In der ersten Saisonhälfte hat Boateng bei den Bayern nur 15 von 27 Pflichtspielen bestritten. Im DFB-Trikot bestritt er lediglich ein Länderspiel.

Sein Vertrag beim FC Bayern läuft noch bis 2021, doch ein Wechsel ins Ausland ist nicht abgehakt. „Diesen Schritt noch einmal zu gehen, ist immer im Hinterkopf“, sagte er Mitte Dezember*, schränkte allerdings ein: „Es kommt natürlich dabei auf die Situation an.“

dpa mit fw

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