Heimdebüt für Hollerbach

Punkte statt Würste: Hollerbach lässt Trainerfreundschaft ruhen

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Bernd Hollerbach erlebt sein erstes Heimspiel als Trainer beim Hamburger SV.

Nun hat wieder der Sport das Wort: Während des kleinen Nordderbys am Sonntag zwischen dem Hamburger SV und Hannover 96 sollen die Nebengeräusche der vergangenen Tage wenigstens für 90 Minuten verstummen.

Hamburg - Es geht wieder um die Wurst bei Bernd Hollerbach und Andre Breitenreiter, diesmal aber nur im sportlichen Sinne. "Früher beim HSV gab es Abende mit Weißwürsten aus der Metzgerei von Bernds Vater", sagt der Coach von Hannover 96 und erinnert sich gern an gemeinsame Profizeiten bei den Hanseaten. Am Sonntag (18.00 Uhr/Sky) gibt es im Volksparkstadion das kleine Nordderby - und drei Punkte für den Sieger.

Dringender benötigt werden sie von den Gastgebern, denn nur mit einem Heimsieg gegen die Niedersachsen können die Platzherren Abstiegsplatz 17 verlassen. "Trainerwechsel bewirken zumindest kurzfristig eine Veränderung in jeder Mannschaft, die Sinne sind geschärft", glaubt Breitenreiter, der als Aufsteiger mit elf Zählern mehr deutlich besser dasteht als der HSV.

Zwischen Putschversuch und Unsicherheit

Die Freundschaft zwischen Breitenreiter und Hollerbach, der erstmals als Chefcoach in der Hamburger WM-Arena auf der HSV-Bank sitzt, wird für 90 Minuten ruhen. So wie auch die Aufregung um den "Putschversuch" beim HSV und die Unsicherheit bei "96", ob Präsident Martin Kind mit dem Segen der Deutschen Fußball Liga (DFL) die Mehrheitsanteile bei den Niedersachsen übernehmen darf.

Danach aber will man reden. "Andre macht in Hannover einen tollen Job. Ich freue mich darauf, mich mit ihm auszutauschen", sagte Hollerbach. So wie in der vergangenen Saison, als der Franke noch in der zweiten Liga die Würzburger Kickers betreute und "96" ein 0:0 abtrotzte.

sid

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