"Können in Madrid gewinnen"

Bayern sprechen sich nach 1:2 Mut zu

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Manuel Neuer hielt den FC Bayern mit zahlreichen Glanzparaden im Spiel. Foto: Matthias Balk

Wieder Real, wieder Schmerzen - und wieder ein Bayern-K.o. in der Champions League? Nach dem Frusterlebnis beim 1:2 gegen Cristiano Ronaldo & Co. versuchen die Münchner, sich Mut für das Rückspiel zu machen. Ancelotti steht vor kniffligen Personalfragen.

München (dpa) - Noch in der Nacht der frustrierenden Heimpleite gegen Real Madrid sprachen sich die Bayern-Stars Mut zu für den Kraftakt im Estadio Santiago Bernabéu.

Trotz des selbst eingeleiteten 1:2 (1:0) gegen das Weltklasse-Ensemble um Doppeltorschütze Cristiano Ronaldo gibt der Fußball-Rekordmeister die Hoffnung auf sein sechstes Champions-League-Halbfinale in Serie nicht auf. "Wir haben noch Chancen, und um die werden wir spielen", gab sich Trainer Carlo Ancelotti nach einer neuen schwarzen Nacht der Münchner gegen Real kämpferisch. "Wir haben die Qualität und Leidenschaft, um in Madrid zu gewinnen", betonte auch Weltmeister Thomas Müller.

Ancelotti hofft für die ultimative Bayern-Aufholjagd auf zwei Comebacks: Torjäger Robert Lewandowski fehlte mit einer Schulterblessur, Abwehrchef Mats Hummels wegen einer Sprunggelenksverletzung. "Wir haben sechs Tage. Es ist möglich, dass beide wieder fit werden", orakelte Ancelotti.

Kapitän Philipp Lahm klang zumindest bei seinem Abwehr-Nebenmann Hummels weniger optimistisch. Zu allem Überfluss wird Javi Martinez nach seinem Platzverweis fehlen. "Klar ist es schwer, weil Mats voraussichtlich nicht spielen kann und Javi gesperrt ist", sagte Weltmeister Lahm. "Das ist sicher kein Vorteil für uns."

Einziger Trost nach der ersten Heimniederlage in der Champions League nach 16 Siegen nacheinander war für die Münchner, dass Real trotz vieler Großchancen nur zweimal getroffen hatte. "Wir können von Glück reden, dass wir nicht noch mehr Tore kassiert haben", sagte Torhüter Manuel Neuer nach etlichen Glanzparaden. "Manu hat uns absolut im Spiel gehalten", meinte Lahm.

In einer Partie mit zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten hatten die Münchner vor der Pause überzeugt und waren dank Arturo Vidals wuchtigem Kopfball (25. Minute) in Führung gegangen. "Da war viel mehr drin", sagte Flügelspieler Arjen Robben. Vor allem, da Vidal einen Handelfmeter über das Tor ballerte (45.+1).

Nach der Pause kippte die Partie vor 70 000 Zuschauern in der ausverkauften Arena - und fast alles schien gegen die Bayern zu laufen: Erst kassierte Bayern nach dem Seitenwechsel das erste Gegentor von Ronaldo (47.). Nach zwei Gelben Karten innerhalb von drei Minuten musste der in Halbzeit eins bärenstarke Javi Martinez vom Platz (61.). Und schließlich schlug Ronaldo noch einmal zu (77.). Es war sein 100. Tor im Europapokal - Bestwert.

"Wir haben erst einmal das Hinspiel gewonnen, aber es ist noch nicht entscheidend. Wir haben noch ein Rückspiel und können da noch leiden. Es ist noch lange nicht vorbei", warnte Real-Coach Zinedine Zidane. Welttorhüter Neuer verabschiedete sich passend dazu mit einem kämpferischen Ausblick in die Nacht: "Wir wissen, dass wir Tore erzielen können gegen Real. Wir haben alles in der eigenen Hand." Doch dazu braucht der FC Bayern einen ganz großen Fußball-Abend.

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