Prozess startet am Donnerstag

Anschlag auf BVB-Bus: Ginter hätte sich „außerplanmäßige Maßnahme“ gewünscht

Der Anschlag auf den Dortmunder Mannschaftsbus im Frühjahr hat die Fußball-Welt geschockt. Am Tag des Prozess-Auftakts gegen den mutmaßlichen Attentäter spricht Matthias Ginter über die Außnahmesituation.

Dortmund - Fußball-Weltmeister Matthias Ginter hätte sich nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund am 11. April eine Pause für den Fußball gewünscht. In einem Interview mit der Tageszeitung Die Welt sagte der 23-Jährige: "Solche Extremsituationen erfordern dann eben auch mal außerplanmäßige Maßnahmen."

Bei dem Anschlag, für den sich der mutmaßliche Attentäter Sergej W. ab Donnerstag (21. Dezember) vor dem Landgericht Dortmund verantworten muss, wurde unter anderem BVB-Verteidiger Marc Bartra an der Hand verletzt. Bei der Abfahrt des BVB vom Dortmunder Hotel zum Champions-League-Heimspiel gegen den AS Monaco waren neben dem Mannschaftsbus drei Sprengsätze explodiert. Die Partie am Abend wurde abgesagt, aber bereits am nächsten Tag nachgeholt.

Ginter: Für zwei Wochen Urlaub hätten alle Verständnis gehabt

Ginter, der inzwischen bei Borussia Mönchengladbach unter Vertrag steht, sagte mit einigem Abstand zum Geschehenen, dass der Fußball sogar einige Tage hätte ruhen sollen. "Nach dem Anschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz wurde auch keinem der Überlebenden von ihrem Chef gesagt: 'Aber morgen um 7.00 Uhr bist du wieder im Büro'."

Es hätten alle Verständnis dafür gehabt, "wenn die Betroffenen mal für zwei Wochen in den Urlaub gefahren wären. Warum soll das nicht im Fußball möglich sein?" Natürlich gehe es um viel Geld und um Politik. "Aber wenn man es wirklich will, lässt sich auch für ein Fußballspiel auf dem Niveau ein neuer Termin finden. Oder man spielt ausnahmsweise eben nur das Rückspiel", sagte Ginter.

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SID/Video: Glomex

Rubriklistenbild: © dpa

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