83:76-Erfolg in der Champions League

Sieg auf Sardinien: EWE Baskets schlagen Sassari

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Rickey Paulding, Oldenburgs Mann für die wichtigen Momente.

Die EWE Baskets Oldenburg haben nach der Niederlage in München am Mittwochabend auf internationalem Parkett die passende Antwort gegeben. Mit einem 83:76-Auswärtserfolg bei Dinamo Sassari auf Sardinien haben die Oldenburger am 2. Spieltag der Basketball Champions League den ersten Sieg in der Gruppe A eingefahren.

„Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Wir hatten zuletzt ein sehr schweres Programm mit drei Spielen in fünf Tagen. Wir haben heute zwei gute Teams gesehen. In der zweiten Halbzeit haben wir immer besser verteidigt und haben die Ruhe bewahrt", kommentierte Coach Mladen Drijencic den Erfolg.

In den ersten Minuten des Spiels erlebten die Zuschauer im Palasport Roberta Serradimigni eine - im Gegensatz zum 1. Viertel von München am vergangenen Sonntag - wie ausgewechselte Oldenburger Mannschaft. Das Team von Mladen Drijencic ging konzentriert zu Werke. Für den zuletzt startenden Christian Jones rückte Philipp Schwethelm in die Starting Five.

Die italienischen Gastgeber lagen zwar fast das gesamte 1. Viertel hindurch leicht in Führung, die EWE Baskets blieben jedoch immer auf Tuchfühlung und ließen sich nicht abschütteln. Besonders Rickey Paulding (18 Punkte, 5 Rebounds, 3 Assists) setzte die ersten Ausrufezeichen beim deutschen Vize-Meister.

Oldenburg behält die Ruhe

Nach den ersten zehn Minuten stand es 29:24 für den Italienischen Meister von 2015. Was Sassari bis weit in das 2. Viertel hinein zum Vorteil gereichte, waren 14 Punkte nach Fastbreaks - im Gegensatz von nur vier Zählern der Oldenburger, deren Defensive mit zunehmendem Spielverlauf immer sattelfester wurde. Die erste Halbzeit erlebte ein spektakuläres Finish: Mit nur noch 0,6 Sekunden auf der Uhr hatte Oldenburg Einwurf in der Hälfte der Italiener. In seiner unnachahmlichen Art gelang es Rickey Paulding, Oldenburgs Mann für die wichtigen Momente, den Ball noch per Korbleger mit der Pausensirene zum 43:46-Halbzeitstand aus Oldenburger Sicht zu versenken.

Im 3. Durchgang hatte Sassari mit vier verwandelten Dreiern zwischen der 23. und 26. Spielminute einen starken Lauf und lag mit 61:51 vorne. Oldenburg behielt jedoch die Ruhe und kämpfte sich energisch Korb um Korb heran. Der Lohn: Mit einem knappen Rückstand von 61:64 ging es in den Schlussabschnitt.

Entscheidung im letzten Viertel

Das letzte Viertel entschieden die Oldenburger dann in überragender Manier mit 22:12 für sich. Denn die EWE Baskets drehten ihre Energie-Regler weiter nach oben. Mladen Drijencic schickte nun verstärkt seinen Defensiv-Spezialisten Karsten Tadda ins Getümmel. Das zeigte Wirkung. Während Tadda die Sassari-Spieler entnervte, war es Philipp Schwethelm, der mit insgesamt 14 Rebounds dafür sorgte, dass hinten nichts mehr anbrennen konnte. Sassari war in der Crunchtime somit phasenweise von der Rolle, fand kein Mittel mehr, Oldenburg gewann weiter an Oberwasser und spielte abgeklärt die Uhr runter.

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