88:68-Erfolg

Furiose Halbzeit sichert Baskets wichtigen Heimsieg gegen Gotha - Coach Drijencic: „Bin sehr zufrieden“

+
EWE-Baskets-Headcoach Mladen Drijencic konnte gegen Gotha am Ende zufrieden sein.

Eine furiose zweite Halbzeit hat den EWE Baskets Oldenburg am Samstagabend den wichtigen Heimsieg vor 5.118 Zuschauern in der Großen EWE Arena beschert. Mit dem 88:68-Erfolg festigten die Oldenburger ihren Playoff-Rang und kletterten auf den sechsten Platz.

Dabei entschied ein herausragendes drittes Viertel die Begegnung, das die Gastgeber mit hervorragender Defensive und dann auch schönem Teambasketball mit 29:9 gewannen. Im dritten Abschnitt hielten die EWE Baskets ihre Gäste sieben Minuten ohne Korberfolg, erlaubten nur drei erfolgreiche Abschlüsse bei 14 Versuchen. Zudem begingen die Oldenburger in der Offensive kaum noch Fehler, erlaubten den Rockets so in der zweiten Hälfte keinen Punkt aus dem Fastbreak. Erst als die Gastgeber die Spielzeit verteilten und den Vorsprung verwalteten, konnten die Gäste das Ergebnis erträglich gestalten.

Zudem kontrollierte die Mannschaft von Headcoach Mladen Drijencic die Zone, erlaubte den Rockets nur 35 Prozent Wurfquote aus Nah- und Mitteldistanz und entschied das Rebound-Duell deutlich mit 42:28 für sich. Mit Mickey McConnell (14 Punkte), Rickey Paulding (13), Frantz Massenat (12), Rasid Mahalbasic (12 Punkte, 9 Rebounds) und Philipp Schwethelm (11) punkteten gleich fünf Spieler zweistellig, während alle 12 Spieler zum Einsatz kamen.

Spielverlauf 

Beide Mannschaften begannen mit großem Druck in der Defensive, von dem sich die Gastgeber durchaus beeindrucken ließen und sich bis zur Halbzeit neun Ballverluste erlaubten. Weil auch die Gäste sich vor allem in der Zone schwer taten, führten die Oldenburger nach einem Korbleger von Philmore mit 7:2. Nun aber begannen die Rockets aus der Distanz zu treffen. Der starke Andreas Obst (14 Punkte) sorgte für die 14:9-Führung der Gäste, die von einigen Unkonzentriertheiten und auch zunehmend schwacher Transition-Defense profitierten. Paulding und McConnell sorgten aus der Distanz für wichtige Punkte der Gastgeber in einer nach dem ersten Viertel ausgeglichenen Partie (21:21).

Der im Spielverlauf eingewechselte Mahalbasic begann nun in der Zone zu dominieren, erzielte bis zur Pause acht Punkte und sechs Rebounds, fand zudem immer wieder die Mitspieler, wenn die Rockets unter dem Korb doppelten. Die EWE Baskets schienen besser in das Spiel zu kommen, zogen nach einem Korbleger von Massenat auf 33:29 davon, brachten sich in der Folge aber erneut mit Ballverlusten in Probleme. Über Obasohan im Fastbreak und Obst von der Dreierlinie zogen die Gäste so wieder in Führung und nahmen diese mit in die Halbzeit (37:40).

Nach Wiederbeginn zeigte sich ein völlig anderes Bild: Die EWE Baskets übten nun großen Druck aus, nahmen Retin Obasohan durch Karsten Tadda völlig aus dem Spiel und drehten die Begegnung binnen weniger Minuten. Philipp Schwethelm traf zum 44:40, die Gastgeber spielten nun schnellen Basketball aus der Defensive und bewegten den Ball mit zunehmenden Selbstvertrauen besser. Nach einem der vielen Offensivrebounds netzte McConnell zum 52:40. Richter beendete die Durststrecke der Gäste erst nach sieben Minuten. Karsten Tadda musste das Parkett verlassen, nachdem er umgeknickt war, doch die Richtung des Spiels änderte sich nicht mehr. Bacak erhöhte mit vier Punkten in Serie auf 60:46, der Buzzer von der Mittellinie durch Rickey Paulding war zum Ende des dritten Viertels dann bereits die Entscheidung (66:49).

Paulding war es dann auch, der den Vorsprung erstmals über 20 Punkte klettern ließ, spätestens als es kurze Zeit später 76:52 stand, begann Headcoach Mladen Drijencic sein Team für das schwere Auswärtsspiel in Berlin am kommenden Mittwoch zu schonen und ersparte den Gästen so eine noch deutlichere Niederlage. Alle Spieler kamen zum Einsatz, der Vorsprung kletterte zwischenzeitlich auf 27 Punkte (86:59) und die Oldenburger verdienten sich die Ovationen ihrer Fans.

Stimme zum Spiel 

Headcoach Mladen Drijencic: "In den ersten beiden Vierteln haben wir dem Gegner zu viele Freiheiten gelassen und standen zu weit weg. Offensiv haben wir in der Phase auch nicht unseren Rhythmus gefunden. Wir hatten sogar 9 Ballverluste in der ersten Hälfte. Ich bin sehr zufrieden, dass die Jungs eine aggressive zweite Halbzeit geliefert haben. Allein im dritten Viertel haben wir nur 9 Punkte zugelassen, das muss man auch erstmal hinkriegen. Das hat die Weichen zum Sieg gestellt."

Das könnte Dich auch interessieren

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.