Am Ende stand es 102: 98

Spitzenspiel: EWE Baskets klettern mit Sieg in Bayreuth auf Platz vier

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Volle Konzentration bei Armani Moore.

Mit 102:98 siegten die EWE Baskets Oldenburg am Samstag in Bayreuth und setzten damit im Kampf um die Playoffs ein wichtiges Zeichen. Die Oldenburger lieferten ein mitreißendes, hochklassiges und von höchstem Tempo geprägtes Spitzenspiel, wodurch sie zumindest vorerst auf den vierten Platz klettern und damit zurück im Kampf um das Heimrecht sind.

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Über die gesamten 40 Minuten zeigte die Mannschaft von Headcoach Mladen Drijencic eine geschlossene Teamleistung, spielte mit durchgehend hoher Energie und verdiente sich so den Erfolg. Dabei ließen sich die Oldenburger auch von der Intensität der Gastgeber und der Atmosphäre in Bayreuth nicht beeindrucken.

Die EWE Baskets verfolgten in der Offensive ihren Plan, bewegten den Ball gut, erspielten sich gerade am Brett immer wieder gute Optionen und nutzten diese konsequent. So trafen die Gäste 61 Prozent aller Versuche aus Nah- und Mitteldistanz, verwandelten aber auch aus der Distanz treffsicher (50 Prozent). Auch 20 Assists bei nur elf Ballverlusten zeigen, dass die Oldenburger die Kontrolle über das eigene Spiel behielten. Dazu wurde das Reboundduell (33:27) gegen die reboundstarken Gastgeber gewonnen.

Gleich sieben Spieler erzielten neun Punkte oder mehr und übernahmen in unterschiedlichen Phasen Verantwortung, zwei Akteure aber ragten aus der starken Mannschaft heraus. Topscorer Rickey Paulding erzielte 23 Punkte, sammelte acht Rebounds und verwandelte acht seiner 13 Würfe aus dem Feld. Center Rasid Mahalbasic traf 77 Prozent seiner Wurfversuche, erzielte 22 Punkte, sechs Rebounds und fünf Assists.

Mit dem elften Erfolg aus den letzten 14 Partien feierten die EWE Baskets einen guten Start in die kommenden entscheidenden Wochen. Damit bewiesen die Oldenburger, die nun bei einer Bilanz von 9:5 in fremden Hallen stehen, dass sie in Bestbesetzung auch bei einem Spitzenteam der Liga bestehen können.

Der Spielverlauf:

Von Beginn an zeigten die Oldenburger, dass sie in Bayreuth ein Zeichen setzen wollten, agierten konzentriert und konsequent. Maxime De Zeeuw stellte schnell aus der Distanz auf 7:2. Doch auch Bayreuth zeigte die hohe Qualität im Team, so dass sich ein echtes Spitzenspiel entwickelte. Brooks sorgte per Fastbreak für die höchste Führung der Gastgeber, (14:11) nach einer schnellen Auszeit aber hatte Headcoach Mladen Drijencic seine Mannschaft wieder in die Spur gebracht. Immer wieder suchten die EWE Baskets Rasid Mahalbasic, der schnell seinen Rhythmus fand und auch aus der Distanz traf (18:16). Für die erste zweistellige Führung sorgte dann Philipp Schwethelm (29:18) von der Dreierlinie.

Auch im zweiten Abschnitt änderte sich zunächst wenig am Bild. Bayreuth kam vor allem über Gabe York zu Punkten und verkürzte auf 28:33, die EWE Baskets aber folgten dem eigenen Plan, arbeiteten gut am offensiven Brett und setzten sich wieder ab. Nach einem Offensivrebound durch Schwethelm, verwandelte Karsten Tadda den offenen Dreier, Rasid Mahalbasic schraubte den Vorsprung gar auf 44:30. Nun verloren die Oldenburger kurzzeitig den Faden, kassierten einen 0:11-Lauf, an diesem Abend aber war in diesen Momenten immer ein anderer Spieler zur Stelle. Mit fünf Punkten in Serie und einem starken Assist auf Maxime De Zeeuw brachte Brad Loesing sein Team wieder zweistellig in Front, der starke Gabe York sorgte für den Halbzeitstand (51:44).

Mit Beginn der zweiten Hälfte schien sich der Charakter des Spiels zu ändern, Bayreuth erhöhte die Intensität, erzwang Ballgewinne und kam durch Linhart auf 59:56 heran. Sieben Punkte durch Isaiah Philmore und ein weiterer Dreier von Brad Loesing aber verschafften den EWE Baskets Luft (71:62). Nun waren es zwei Distanztreffer von Bastian Doreth und ein Buzzer Beater von Nate Linhart, die vor den letzten zehn Minuten fast für einen ausgeglichenen Spielstand sorgten (78:76).

Die Gäste zeichnete an diesem Abend neben dem großem Einsatz aber auch die Fähigkeit aus, auf Bayreuther Läufe reagieren zu können. De Zeeuw sorgte für das 89:83, erkämpfte kurz Zeit später einen wichtigen Offensivrebound, bediente Mahalbasic und der erhöhte auf 92:83. Bei den Gastgebern war es York, der sein Team mit insgesamt 30 Punkten immer wieder im Spiel hielt, auf Oldenburger Seite war McConnell mit acht Punkten in den letzten Minuten der Garant dafür, dass die EWE Baskets den wichtigen Sieg mitnehmen konnten.

Stimme zum Spiel:

Headcoach Mladen Drijencic: „Zunächst möchte ich dem Coach und dem Club zum Erreichen der besten acht Teams der Champions League gratulieren. Die Qualität der Mannschaft sieht man auch auf dem Spielfeld. Wenn man die Effektivität beider Teams heute ansieht, medi bayreuth 106, wir 117, sieht man, dass beide Mannschaften sehr konzentriert und fokussiert waren. Sie haben einen guten Job gemacht. Im Prinzip waren die Kleinigkeiten im Spiel entscheidend. Ich bin sehr stolz auf die Leistung meiner Mannschaft. In den Momenten, wo das Heimteam einen Run hatte, hat sie sich schnell gefunden und nicht dem Druck hingegeben. Leitwolf war einmal mehr Rickey, und dann Rasid. Wir sind sehr glücklich über den Sieg in diesem sehr wichtigen Spiel. Diesen Wind im Rücken wollen wir mitnehmen.“

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