58:76-Niederlage im dritten Finalspiel

Danke, Baskets: Geiler Fight trotz schier aussichtsloser Aufgabe in Bamberg

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Die Baskets hatten in Bamberg erneut das Nachsehen

Nach hoffnungsvollem Beginn war es am Ende doch deutlich. Die EWE Baskets haben auch das dritte Playoff-Spiel im Finale um die deutsche Meisterschaft verloren. Brose Bamberg sichert sich damit den siebten Meistertitel innerhalb von acht Jahren  

Mit einem 76:58 sicherten sich die Basketballer von Brose Bamberg ihre insgesamt neunte deutsche Meisterschaft. Das Team aus Oldenburg um Chef-Trainer Mladen Drijencic hatte stark begonnen und konnte bis zur Halbzeit mit dem Serien-Meister mithalten. Für die Jungs aus der Huntestadt war es trotz der zu erwartenden Final-Niederlage ein bärenstarkes Match und eine überragende Saison. Danke, Baskets! Hat Spaß gemacht.

So lief die Partie

Nicht zuletzt dank ihres treffsichersten Werfers Maodo Lo (15 Punkte) konnten die Bamberger nach dem Schlusspfiff ihre Titel-Party vor 6150 Zuschauern in eigener Halle starten. Mit der neunten Meisterschaft überholte Trinchieris Truppe sogar ALBA Berlin in der ewigen Rangliste und liegt nur noch hinter dem 14-maligen Champion Bayer Leverkusen. Zudem lösten die Bamberger nach dem 3:0 in der Serie das Ticket für die Euroleague. „Unglaubliches Gefühl, immer wieder“, schwärmte Kapitän Elias Harris nach der dritten Meisterschaft in Serie. „Am Ende haben sich die ganzen Strapazen gelohnt.“

Trinchieri nahm seine Mannschaft nochmal ins Gebet. „Oldenburg hat nichts zu verlieren, und wenn man nichts zu verlieren hat, fallen die Bälle auch rein“, warnte der Italiener bei telekombasketball.de und mahnte zu höchster Konzentration. „Es ist schwierig.“

Paulding: „Glückwunsch an Bamberg, sie sind ein großartiges Team“

Und genauso gestaltete sich der Beginn. Trinchieris Starting Five aus Fabien Causeur, Nicolò Melli, Nikos Zisis, Darius Miller und Center Leon Rado?evic hatte mit viel Gegenwehr des Meisters von 2009 zu kämpfen. Den Bambergern mangelte es an Rhythmus, vor allem aus der Distanz fehlte die Treffsicherheit. Die Oldenburger dagegen fanden anders als in den ersten beiden Finalspielen schnell in die Partie.

Der Außenseiter ließ sich nicht mal von einer Auswechslung Rickey Pauldings aus dem Konzept bringen, der früh mit zwei Fouls auf die Bank musste. „Glückwunsch an Bamberg, sie sind ein großartiges Team“, gratulierte Paulding.

Bamberg wirkte durchaus etwas nervös, die Oldenburger agierten auf Augenhöhe. Etwas absetzen konnten sich die Oberfranken erst gegen Ende des zweiten Viertels. Paulding erlebte ein bitteres Finale, denn erst nach der Halbzeit fand der EWE-Star halbwegs in die Partie.

„Wir müssen noch fokussierter sein“, gab der exzellente Aufbauspieler Lô die Bamberger Marschroute für die letzten beiden Viertel der Saison aus. Doch von einem Spaziergang zur Titelverteidigung konnte zunächst weiter keine Rede sein. Ende des dritten Viertels schwanden den Gästen aber die Kräfte. Die Bamberger setzten auf ihre Qualität als Mannschaft und setzten sich immer weiter ab.

Am Ende gingen die tapferen Oldenburger wieder unter - und erlebten ein Déjà-vu. Wie schon in der Finalserie 2013 unterlagen sie 0:3. Das konnte den siegreichen Bambergern, denen ein personeller Umbruch bevorsteht, in ihrem Jubel aber egal sein.

Bilder vom Abend

Bamberg stürmt zur neunten Meisterschaft

Mit Material der dpa

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