Drijencic kritisiert Schiedsrichter-Ansetzung

Spannend und emotional: EWE Baskets verlieren knapp gegen Alba Berlin

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Emotionen pur: Mladen Drijencic

Nach einem hochspannenden und vor allem emotionalen Heimspiel vor 6.000 Zuschauern, mussten sich die EWE Baskets am Samstagabend gegen Alba Berlin mit denkbar knappen 81:88 verloren geben. Coach Drijencic zeigte sich im Anschluss kritisch gegenüber der Schiedsrichter-Ansetzung.

Starker Auftakt

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Die EWE Baskets begannen mit Maxime De Zeeuw und Frantz Massenat in der Startformation. Eine Entscheidung, die beide Akteure zunächst beflügelte. Die Oldenburger begannen engagiert und kamen besonders über Frantz Massenat offensiv in Fahrt. Mit seinem bereits fünften Punkt stellte Massenat aus der Distanz auf 8:4. Rickey Paulding setzte mit einem spektakulären Dunk trotz Fouls nach und die 6.000 Fans in der ausverkauften Großen EWE Arena waren auf Betriebstemperatur. Drei Treffer aus der Distanz durch Maxime De Zeeuw stellten gar auf 19:7. Erst in der Folge kamen die Gäste ins Spiel, verkürzten dank Vorteilen im Rebounding und Problemen der Oldenburger in der Zone auf 19:16 nach zehn Minuten.

Maxime De Zeeuw - nach drei Fouls aus dem Spiel

Nun übernahmen die Berliner immer mehr die Kontrolle, während sich bei den EWE Baskets kleine Fehler einstellten (10 Ballverluste bis zur Halbzeit).

Zudem gerieten die Oldenburger in Foulprobleme, der bis dahin stark spielende Maxime De Zeeuw kassierte sein drittes Foul und musste auf die Bank. Besonders am Brett kamen die Gastgeber kaum zum Zug, verwandelten in der ersten Halbzeit nur 43 Prozent der Würfe aus Nah- und Mitteldistanz. Obwohl das Spiel nun mehr nach dem Berliner Geschmack verlief, blieb die Mannschaft von Headcoach Mladen Drijencic einigermaßen in Schlagdistanz. Besonders Frantz Massenat spielte weiter stark und erzielte bis zur Halbzeit 11 Punkte. Zur Pause lagen die EWE Baskets 47:44 zurück.

Das Bild wandelte sich dann aber im dritten Viertel, ein Alley-oop des mit einem Magen-Darm-Virus ins Spiel gegangenen Bryon Allen brachte die Gastgeber in Schwung. Nach einem erfolgreichen Korbleger trotz Fouls traf Rasid Mahalbasic zur Führung (47:46) und die Große EWE Arena tobte. Nun hatten die Oldenburger auf die Berliner Treffer zumeist eine Antwort. Zunächst verwandelten Frantz Massenat und Isaiah Philmore von der Dreierlinie, dann zeigte Bryon Allen mehrmals seine Qualitäten und sorgte für die 62:60-Führung.

Zwei unsportliche Fouls sorgen für Konzentrationsverlust

Bis zum 66:66 blieb die Partie ausgeglichen, dann ließen zwei umstrittene gegen Oldenburg gepfiffene unsportliche Fouls das Momentum zu den Berlinern wechseln. Die Fans in der Arena tobten, die EWE Baskets verloren kurzzeitig die Konzentration, ALBA setzte sich leicht ab. Noch einmal gingen die Gastgeber in Führung (73:72), die größeren Kraftreserven lagen aber auf Seiten der Berliner. Bei den Oldenburgern erhöhte sich nun die Zahl der Fehler (19 Ballverluste). Knapp 90 Sekunden vor dem Ende setzte Rickey Paulding nach einem weiteren Ballverlust den Chase-Down-Block gegen Marius Grigonis, Spencer Butterfield verwertete aber den Offensivrebound zum 75:81, die Vorentscheidung der Partie. Die EWE Baskets kamen trotz einiger getroffener Dreier in der letzten Minute nicht mehr zurück.

Am Ende machten das verloren gegangene Reboundduell und die deutlich höhere Zahl an Freiwürfen für die Gäste (33:15) den Unterschied gegen die Oldenburger, die nun in die zwei Wochen dauernde Länderspiel-Pause gehen.

Die Topspieler

Frantz Massenat: Der Guard rückte in die Starting Five und zeigte eine starke Leistung. Besonders in der ersten Halbzeit glänze Massenat, wurde mit 16 Punkten zum Topscorer und lieferte zudem vier Assists.

Rasid Mahalbasic: Die Berliner machten dem Oldenburger Center in der ersten Halbzeit das Leben schwer, der aber immer wieder seine Mitspieler fand und insgesamt drei Assists sammelte. In der zweiten Halbzeit trat Mahalbasic dann auch als Scorer auf den Plan, erzielte 15 Punkte und fünf Rebounds.

Schiedsrichter zu jung?

Mladen Drijencic: „In vielen Statistiken haben wir ähnliche Werte wie ALBA in diesem Spiel. Bitter ist: Die Hälfte unserer Turnover haben wir auf der Point-Guard-Position. Aber: Berlin hat 33 Freiwürfe bekommen - wir dagegen ganze 15! Und ein Beispiel: Das Unsportliche Foul gegen Schwethelm war eine Frechheit! Wie kann es sein, dass so junge Schiedsrichter beim Topspiel am Samstagabend angesetzt werden? Das kann ich nicht verstehen."

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