Saisonstart für Oldenburg und Bremerhaven

Wer wird Meister? Wer sind die Stars? Wie war das mit dem Europapokal? – 7 Fragen zum BBL-Start

+
Final-Duell der letzten Saison: Oldenburg gegen Bamberg. Was können die Baskets in dieser Spielzeit reißen?

Wer kann die Dominanz der Bamberger Basketballer brechen? Die EWE Baskets aus Oldenburg? Klar, der Finalist aus der letzten Saison gehört höchstens zum erweiterten Anwärterkreis auf den Titel, aber... warum nicht? Wir haben 7 Fragen und Antworten zur neuen Saison in der Basketball-Bundesliga gesammelt.

Die Herausforderer von Brose Bamberg wittern ihre große Chance. Angetrieben durch den Titelhunger von Clubchef Uli Hoeneß rechnet sich vor allem der FC Bayern München Chancen aus, die jahrelange Dominanz des Serienchampions zu durchbrechen. Mit dem Franken-Duell von Bamberg gegen s.Oliver Würzburg und ihren Ex-Trainer Dirk Bauermann beginnt am Freitag (20.30 Uhr/Sport1) die 52. Spielzeit - zeitgleich mit den Eisbären aus Bremerhaven. Die wichtigsten Fragen und Antworten zur neuen Saison: 

Wie starten die Baskets und die Eisbären?

Die Baskets müssen zunächst auswärts ran. Am Samstagabend, 30. September, geht es beim letztjährigen Elften Göttingen aufs Parkett. Dabei steht vor allem auch ein ehemaliger Baskets-Star im Fokus: Dominik Lockhart, der zur neuen Saison zusammen mit dem vermutlich verletzt ausfallenden Dennis Kramer zur BG gewechselt ist. Im Testspiel vor einer Woche gegen Decin war Lockhart bereits Göttingens Top-Scorer. Tipp-Off ist um 18 Uhr.

Die Eisbären haben ebenfalls als Auswärtsspiel zum Start. Die Bremerhavener spielen bereits am Freitag, 29. September bei den Löwen in Braunschweig – ein Duell, bei dem es ebenfalls einen namhaften Transfer gegeben hat. Center Geoffrey Groselle kam von den Löwen zu den Eisbären. Für seinen neuen Arbeitgeber glänzte Groselle bereits in der Preseason, wo er im Schnitt zwölf Punkte für Bremerhaven auflegte. Tipp-Off am Freitag: 20.30 Uhr

Wer wird Meister? 

Als absolute Topfavoriten starten Bamberg und Bayern in die Saison. In der Meisterumfrage der Deutschen Presse-Agentur sehen elf Trainer die Franken vorne, die Münchner bekamen zehn Nennungen. „Ich sage deutlich: Wir wollen Meister werden“, betonte Hoeneß. Die Münchner haben ihren Kader deutlich verstärkt, die Bamberger haben einen großen Umbruch hinter sich. „Das macht mich überhaupt nicht unruhig“, sagt Geschäftsführer Rolf Beyer zur Kampfansage von Hoeneß. „Solche Rivalitäten machen den Sport aus.“

Wer könnte Bamberg und München gefährlich werden? 

Zum erweiterten Anwärterkreis gehören neben Vizemeister Oldenburg auch ratiopharm Ulm sowie ALBA Berlin. Der Hauptstadt-Club will mit der spanischen Trainer-Legende Aito Garcia Renesses an erfolgreiche Zeiten anknüpfen, hat seinen Etat deutlich aufgestockt und gibt das Halbfinale als Ziel aus. Mehr Spannung als zuletzt - Bamberg gewann sieben der acht vergangenen Meisterschaften - würde viele freuen. "Nach dem Papier müsste das Finale Bamberg gegen Bayern heißen", sagte Bayreuths Trainer Raoul Korner, der auch wieder unter die ersten vier der Hauptrunde möchte. "Zum Glück wird aber nicht auf dem Papier Basketball gespielt." 

Wer sind die Stars? 

Einige Topspieler sind weg: Bambergs Daniel Theis wechselte zu den Boston Celtics in die NBA, sein französischer Teamkollege Fabien Causeur ging zu Real Madrid. Bayerns Nationalspieler Maximilian Kleber spielt bei den Dallas Mavericks nun an der Seite von Dirk Nowitzki. Doch es kamen auch neue und alte Stars. Die Bayern verpflichteten den ehemaligen NBA-Profi Jared Cunningham, der das Potenzial zum Topscorer hat, und Aufbauspieler Stefan Jovic von Vize-Europameister Serbien. Würzburg brachte Nationalteamkapitän Robin Benzing zurück in die Liga, Gießen hofft auf die Rückkehr von Center John Bryant zu alter Form. Bamberg bediente sich unter anderem bei der Konkurrenz, holte Bayerns Kapitän Bryce Taylor und Augustine Rubit von Ulm.

Wer kam, wer ging?

Bei den Baskets sticht unter den Neuzugängen Nationalspieler Karsten Tadda hervor, während gleich zehn Spieler das Team verließen. Bremerhaven freut sich auf fünf Zugänge und verabschiedete vier Spieler.

Wie war das noch mal mit dem Europapokal? 

Die Hälfte der Bundesligisten startet international - dabei ist für Würzburg die Europapokal-Saison schon wieder vorbei. In insgesamt vier Wettbewerben treten die deutschen Clubs an. Die Königsklasse, die Euroleague, und der Eurocup werden von der Euroleague selbst organisiert, die Champions League und Europe Cup veranstaltet der Weltverband FIBA. Meister Bamberg vertritt die Bundesliga in der Euroleague und hat dabei 30 Gruppenspiele zu absolvieren. 

Was ist aus dem Streit um die Länderspielfenster geworden? 

Die FIBA wird im November und Februar seit langem wieder während der Saison Länderspiele austragen, die Bundesliga legt dafür extra eine Pause ein. Die Euroleague nimmt in ihrem Spielplan bislang aber keine Rücksicht auf die WM-Qualifikation, es kommt zu Überschneidungen. Ein Kompromiss ist bislang noch nicht gefunden. Ein weiteres Problem ist, dass die NBA-Stars sicher fehlen werden.

Mit Material von dpa

EWE-Baskets-Profi im Interview

Rickey Paulding: „Ich bin stolz darauf, Oldenburg zu repräsentieren

Das könnte Dich auch interessieren

Kommentare