Die Polizei ermittelt

Attackierte Mädchen rufen in Oldenburg weinend um Hilfe – aber niemand greift ein

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Zwei Mädchen wurden in Oldenburg verfolgt, beleidigt, provoziert und angegriffen, geholfen hat ihnen niemand (Symbolbild).

Zwei Mädchen werden in Oldenburg von einer Gruppe Jugendlicher verfolgt, beleidigt, provoziert und angegriffen. Und obwohl sie unter Tränen um Hilfe rufen, schauen Passanten zur Seite und greifen nicht ein. Die Polizei ermittelt nun wegen gefährlicher Körperverletzung.

Die Tat hat sich nach Angaben der Polizei bereits am Montag an der Georgstraße ereignet. Demnach war eine 16-Jährige Schülerin gegen 15.30 Uhr gemeinsam mit ihrer zehnjährigen Schwester auf dem Weg von der Schule nach Hause unterwegs. Auf dem Weg seien die beiden dann von drei Jugendlichen verfolgt worden, die die beiden Mädchen zunächst mehrfach beleidigten und provozierten. Anschließend sei eine Jugendliche aus der Gruppe heraus auf die 16-Jährige zugelaufen, habe sie geschubst und an den Haaren gezogen. Die beiden Mädchen versuchten daraufhin, in Richtung Lappan zu flüchten, wurden jedoch weiter von der Gruppe verfolgt.

An der Bushaltestelle „Lappan" sei der Streit dann schließlich eskaliert. Die beiden Mädchen seien weiter bedrängt, geschubst und geschlagen worden, woraufhin sie weinend um Hilfe riefen.

Bei Erstattung der Anzeige schilderten die beiden Schwestern später der Polizei, dass ihnen niemand geholfen habe, obwohl sich viele Menschen an der Bushaltestelle aufhielten und das Geschehen beobachteten.

Den beiden verzweifelten Mädchen sei es schließlich gelungen, zur Polizei an der Wallstraße zu flüchten und dort Anzeige zu erstatten. Die Eltern der beiden wurden umgehend benachrichtigt. Beamte des Zentralen Kriminaldienstes haben die Ermittlungen aufgenommen, ein Tatverdacht richtet sich gegen Mitschüler der beiden Mädchen.

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