Polizei warnt vor Restalkohol

Zeuge erscheint mit Fahne bei der Polizei – Konsequenz: Ermittlungen

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Ein 26-Jähriger erschien am Donnerstagvormittag zu einer Zeugenaussage bei einer Polizeidienststelle in der Wilhelmshavener Mozartstraße. Die Vernehmung nahm einen für den Zeugen unerwarteten Verlauf, am Ende wurde er selbst zum Gegenstand eines Ermittlungsverfahrens.

Im Rahmen der Vernehmung bemerkte eine Polizistin Alkoholgeruch in der Atemluft des 26-Jährigen, das berichtet die Polizei. Der Mann bestätigte auf Nachfrage am Vorabend Alkohol getrunken zu haben. Außerdem gab er zu, selbst mit dem Auto vorgefahren zu sein. Der Atemalkoholtest ergab daraufhin einen Wert von 1,13 Promille und zog eine Blutentnahme nach sich. Gegen den Zeugen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr eingeleitet. Der 26-jährige ließ sich und sein Auto von der Dienststelle abholen.

Die Polizei nutzt diese Gelegenheit, um auf die Folgen von Restalkohol hinzuweisen. Wer abends oder nachts Alkohol trinkt, ist morgens längst noch nicht alkoholfrei. „Ein paar Stunden Schlaf, eine Tasse Kaffee oder eine kalte Dusche reichen dann nicht aus, um nüchtern zu werden“, so Andrea Papenroth, Pressesprecherin der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland und warnt vor Fehleinschätzungen. Je nach Konstitution baue der Körper in einer Stunde nur zwischen 0,1 und 0,2 Promille ab. Dabei gilt: Je später der Abend, desto höher der Restalkohol im Blut. Die Polizei appelliert, im Zweifelsfall den Wagen lieber stehen zu lassen.

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