Schneechaos in Bayern, Sturm im Norden

Tief "Benjamin" zieht Richtung Ostsee: Sturmflut erwartet

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Sturmflut: In Hamburg wurde der Fischmarkt überflutet.

Während Bayern und Österreich im Schnee versinken, wirbelt Sturmtief "Benjamin" Norddeutschland durcheinander. An der Nordsee gab es Hochwasser, jetzt ist die Ostsee von einer Sturmflut betroffen.

Update vom 9. Januar, 9 Uhr: Sturmtief "Benjamin" hat sich von der Nordseeküste verabschiedet und sich auf den Weg Richtung Ostsee gemacht. Der Seewetterdienst Hamburg gab am frühen Mittwoch eine Starkwind-Warnung für die Ostseeküste heraus.

Hochwasser an der Ostsee erwartet

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) erwartet Hochwasser - bis zum Mittag sind Pegelstände von bis zu 1,30 Metern über dem mittleren Wasserstand möglich. Für die Nordsee besteht nach Angaben des BSH dagegen am Mittwoch keine Sturmflutgefahr mehr.

Sturmflut an der Ostsee.

Auf Helgoland in der Nordsee hatte das Hochwasser am Dienstag seinen Scheitelpunkt mit 1,55 Meter über dem normalen Hochwasser erreicht. Der Verkehr zwischen Cuxhaven und Helgoland wurde eingestellt. Die ost- und nordfriesischen Inseln sowie die Halligen waren den Tag über teilweise auf sich allein gestellt, da die Fähren in den Häfen blieben.

Fischmarkt in Hamburg überflutet

Die erste größere Sturmflut des Jahres hatte mit dem Tief "Benjamin" auch die niedersächsische Küste erreicht. Schäden wurden zunächst keine bekannt. In Hamburg wurde der Fischmarkt überflutet, viele Fähren zu den Nordseeinseln stellten ihren Betrieb ein. In Lübeck-Travemünde drückte eine Sturmböe ein 218 Meter langes Fährschiff beim Anlegemanöver gegen den Anleger.

Update vom 8. Januar, 16.50 Uhr: Nach Angaben des Deutschen Wetterdiensts (DWD) überschritt Sturmtief "Benjamin" am Dienstagnachmittag seinen Höhepunkt. Spitzenreiter bei den Windgeschwindigkeiten war die ostfriesische Insel Spiekeroog in Niedersachsen mit Orkanböen von 119 Stundenkilometern (Windstärke 12). In Schleswig-Holstein wurden auf Helgoland und Sylt Sturmböen bis 93 Stundenkilometer gemessen (Windstärke 10). Im Landesinneren gehörten Glücksburg und Rendsburg mit jeweils 9 Beaufort zu den besonders stürmischen Orten.

"Der Wind wird vor allem im Binnenland spürbar weniger", sagte der Hamburger Meteorologe Michael Knobelsdorf. An den Küsten von Nord und Ostsee bleibe es jedoch weiter stürmisch. Der Wind flaut nach Einschätzung des DWD in der Nacht auf Donnerstag kurzzeitig ab, bevor "am Wochenende wieder Sturm angesagt" ist.

Ursprüngliche Meldung vom 8. Januar:

Bremen/Hamburg - An der Nordseeküste und in Hamburg muss am Dienstag mit einer schweren Sturmflut gerechnet werden.

Grund für das drohende Hochwasser ist das Sturmtief "Benjamin". Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) gab eine entsprechende Warnung heraus.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt für Bremen und den ganzen Norden vor Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 70 und 85 km/h (Windstärke 8 bis 9), in Schauernähe muss mit schweren Sturmböen um 95 km/h (Stärke 10) gerechnet werden.

Sturmflut an Nordsee: Fähren stellen Betrieb ein

Die Elbfähre Glückstadt-Wischhafen stellte am Dienstagmittag den Fährbetrieb ein. Die Schiffe sollten voraussichtlich am Abend gegen 18 Uhr den Pendelverkehr zwischen Schleswig-Holstein und Niedersachsen wieder aufnehmen, teilte die Reederei auf ihrer Homepage mit.

Das Sturmtief "Benjamin" wütet heftig über Norddeutschland.

Auf der Hochseeinsel Helgoland erreichte das Hochwasser seinen Scheitelpunkt gegen 13.30 Uhr mit 1,55 Meter über dem normalen Hochwasser, wie ein BSH-Sprecher sagte. Der Verkehr zwischen Cuxhaven und Helgoland wurde eingestellt. Die ost- und nordfriesischen Inseln sowie die Halligen waren den Tag über teilweise auf sich allein gestellt, da die Fähren in den Häfen blieben.

Sturmflut in Bremen und Hamburg: Pegel bis zwei Meter über mittlerem Hochwasser

Der Fischmarkt in Hamburg-St.Pauli läuft regelmäßig voll, wenn eine Sturmflut den Pegel der Elbe steigen lässt.

Die Sturmflut wird am Dienstag im Laufe des Nachmittags an Teilen der Küste von Niedersachsens und Schleswig-Holstein sowie in Hamburg, Bremen und Bremerhaven erwartet. Der Wasserstand in St. Pauli soll zum Beispiel am frühen Abend voraussichtlich etwa 2 Meter über dem mittleren Hochwasser liegen, so das BSH.

Ganz ähnlich sieht es in Bremerhaven aus - dort wird das Hochwasser allerdings bereits am Dienstagnachmittag erwartet.

Sturmflut an der Nordsee: Fähren zu Inseln fallen aus

Der Fährverkehr nach Wangerooge wurde wegen des Sturms an der Nordseeküste eingestellt.

Die Fährverbindungen zu den ostfriesischen Nordseeinseln im niedersächsischen Wattenmehr sind von dem Sturm ebenfalls betroffen. Zahlreiche Verbindungen sind wegen der Sturmflut gestrichen und geändert. So geht vom Hafen Harlesiel vorerst kein Schiff mehr Richtung Wangerooge.

Sturmflut auch an der Nordseeküste in Niedersachsen und Bremerhaven

An der Nordseeküste und der Außenweser wird Hochwasser erwartet - Grund ist das Sturmtief Benjamin.

An der niedersächsischen Küste werde das Nachmittagswasser örtlich zwischen 1,75 und 2,25 Metern über dem mittleren Tidehochwasser auflaufen, teilte der Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) mit.

Deutsche Bahn rechnet mit Verspätungen wegen Sturm

Der Sturm kann im Verkehr für Probleme sorgen.

Auch die Deutsche Bahn schloss zunächst Auswirkungen des Sturmtiefs "Benjamin" auf den Bahnverkehr nicht aus. Reisende sollten sich vorab informieren, ob die Züge planmäßig fahren können.

Mit Material von dpa

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