Moor bei Meppen brennt - Regen hilft Einsatzkräften

Drei Wochen Moorbrand im Emsland: Lage nur leicht entspannt

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Moorbrand in Meppen: Mehr als 1000 Einsatzkräfte versuchen, die Flammen auf einem Bundeswehrgelände einzudämmen.

Der Moorbrand in Meppen dauert auch am Wochenende an. Mehr als 1.000 Einsatzkräfte versuchen, die Flammen auf einem Bundeswehrgelände einzudämmen. Das nun regnerische Wetter spielt mit, so dass sich die Lage leicht entspannt.

+++ UPDATE vom 23. September, 13.10 Uhr: Drei Wochen Moorbrand in Meppen - Lage nur leicht entspannt

Meppen - Auch drei Wochen nach Ausbruch des Moorbrandes auf einem Bundeswehrgelände im Emsland ist ein Ende des Großeinsatzes gegen Rauch und Flammen nicht in Sicht. "Der Regen verursacht eine gewisse Entspannung", sagte ein Sprecher des Landkreises am Sonntag. "Wir können aber nicht von einer nachhaltigen Entspannung sprechen."

Moorbrand in Meppen: Der Brand hat zwischenzeitlich eine 800 Hektar große Fläche erfasst.

Der am Freitag vom Landkreis ausgerufene Katastrophenfall dauerte daher an. "Es gibt keine Prognose, wie lange noch", betonte der Sprecher. Mit Evakuierungen von Ortschaften nahe dem Gelände sei derzeit aber nicht mehr zu rechnen. Die Bundeswehr teilte mit, dass die Lage "weiter stabil und das Feuer unter Kontrolle" seien. Demnach kämpften am Sonntag zunächst 1252 Einsatzkräfte gegen die Feuer.

Die Feuerwehr bekämpft den Moorbrand in Meppen - mehr als 1.000 Einsatzkräfte kämpfen gegen das Feuer.

Der Moorbrand schwelt seit rund drei Wochen. Er war auf dem Übungsgelände ausgebrochen, als von einem Kampfhubschrauber des Typs Tiger aus Raketen abgefeuert wurden. Nach Bundeswehrangaben hat der Brand zwischenzeitlich eine 800 Hektar große Fläche erfasst.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen war beim Moorbrand in Meppen auf dem Bundeswehr-Testgelände.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) besuchte am Samstag die Region und räumte Fehler der Bundeswehr ein. Zudem entschuldigte sie sich bei Anwohnern. Von der Leyen betonte, die Bundeswehr wolle den Fall aufarbeiten und über die Ergebnisse auch mit den Menschen im Emsland sprechen.

+++ UPDATE vom 22. September, 11.20 Uhr: Katastrophenfall ausgerufen - von der Leyen entschuldigt sich

Der Moorbrand auf einem Testgelände der Bundeswehr bei Meppen droht auf benachbarte Dörfer überzugreifen. Die Behörden haben den Katastrophenfall ausgerufen. Am Freitag erwog der niedersächsische Landkreis Emsland, die Ortschaften Groß Stavern und Klein Stavern mit rund 1100 Einwohnern zu evakuieren. Sollte die Rauchwolke sich vergrößern, müssten eventuell auch die 7500 Einwohner der Gemeinde Sögel in Sicherheit gebracht werden, sagte eine Sprecherin des Landkreises. "Mit den Wetterbedingungen, die jetzt auf uns zukommen, könnte der Brand von den Winden angefacht werden", sagte der Leiter des Krisenstabes im niedersächsischen Innenministerium, Hanko Thies.

Der Moorbrand war vor mehr als zwei Wochen infolge von Raketentests der Bundeswehr ausgebrochen. Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) bedauert den Vorfall: "Ich entschuldige mich im Namen der Bundeswehr bei allen Menschen der Region, die jetzt unter den Auswirkungen des Brandes leiden", teilte sie der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag) mit. Am Samstag reist die Ministerin mit Niedersachsens Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD) und seinem Stellvertreter Bernd Althusmann (CDU) nach Meppen.

Dort brennen mittlerweile 800 Hektar Torf. Sturmböen von bis zu 85 Kilometern pro Stunde könnten den Funkenflug nun so verstärken, dass auch Bereiche außerhalb des Bundeswehr-Geländes in Brand geraten.

+++ UPDATE vom 20. September, 11.30 Uhr: Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen dem Brand im Moor bei Meppen

Wegen des Moorbrandes auf einem Übungsgelände der Bundeswehr bei Meppen hat die Staatsanwaltschaft Osnabrück ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt eingeleitet. "Da kommen Branddelikte in Betracht, insbesondere die Brandstiftung und möglicherweise auch Umweltdelikte, wenn besonders geschützte Gebiete wie Naturschutzgebiete betroffen sind", sagte Sprecher Alexander Retemeyer am Donnerstag.

Seine Behörde werde Kontakt zur Bundeswehr aufnehmen, um sich einen Überblick über die Hintergründe des Feuers zu verschaffen. Retemeyer zufolge hat die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgrund der Medienberichterstattung eingeleitet. "Es sollen auch Strafanzeigen unterwegs sein, die haben wir noch nicht gesehen", sagte der Sprecher. Da die Staatsanwaltschaft nicht gegen Firmen oder Institutionen ermitteln könne, richte sich das Verfahren zunächst gegen Unbekannt. Über die Ermittlungen hatte zuvor der NDR berichtet.

+++ UPDATE vom 20. September, 9.15 Uhr: Moor-Brand in Meppen unter Kontrolle, mehr als 1.000 Menschen löschen das Feuer

Der Rauch, der vom Moorbrand in Meppen ausgeht, war auch am Mittwoch weit weg von dem Brand zu riechen.

Der Moor-Brand auf einem Übungsgelände der Bundeswehr bei Meppen stellt die Einsatzkräfte weiter vor große Herausforderungen. Derzeit seien mehr als 1.000 Frauen und Männer vor Ort, um den Brand zu löschen, sagte eine Bundeswehr-Sprecherin am Donnerstagvormittag. Feuerwehrleute der Bundeswehr, zivile Feuerwehren, das Technische Hilfswerk, Spezialpioniere und Heeresaufklärer arbeiteten gemeinsam gegen die Flammen.

Der Sprecherin zufolge ist die Lage unter Kontrolle und die Wasserversorgung zur Brandbekämpfung stabil. Sie verwies auf Luftmessungen, nach denen der Rauch keine Gesundheitsgefahr darstelle. Weitere Messungen würden folgen. Der Brand, der durch Raketentests Anfang September ausgelöst wurde, hat sich inzwischen auf eine Fläche, die größer als 1000 Fußballfelder ist, ausgedehnt.

+++ UPDATE vom 19. September, 15.30 Uhr: Lage bei Moor-Brand stabil - 800 Hektar betroffen

Bei dem Moorbrand auf einem Übungsgelände bei Meppen ist es den Einsatzkräften nach Angaben der Bundeswehr gelungen, die Lage zu stabilisieren. Die Feuerwehr habe ein Übergreifen der Flammen auf einen angrenzenden Wald verhindern können, teilte die Bundeswehr am Mittwoch mit. Evakuierungen der angrenzenden Siedlungen würden derzeit nicht ins Auge gefasst.

Der Moor-Brand in Meppen hat sich auf einer Fläche von 800 Hektar ausgedehnt. Wegen dort vermuteter Munitionsreste kann die Feuerwehr das Moorgebiet aus Sicherheitsgründen nicht betreten.

Der Brand habe sich auf einer Fläche von 800 Hektar ausgedehnt. Wegen dort vermuteter Munitionsreste könne die Feuerwehr das Moorgebiet aus Sicherheitsgründen nicht betreten. Deswegen werde der Brand noch anhalten, das Ende des Einsatzes sei derzeit noch nicht absehbar. Seit 1876 wird das Gelände für Schießübungen genutzt.

Messungen hätten ergeben, dass von der in weiten Teilen des Nordwestens wahrnehmbaren Rauchsäule keine Gesundheitsgefahr ausgehe. Obwohl der Rauch für die Bevölkerung eine Belastung darstelle, würden Grenzwerte nicht überschritten, hieß es. Neben den Feuerwehrkräften der Bundeswehr sind auch zivile Feuerwehren, das Technische Hilfswerk, Spezialpioniere und Heeresaufklärer im Einsatz.

+++ UPDATE vom 19. September, 13.20 Uhr: Vorbereitungen für mögliche Evakuierung wegen Moor-Brand in Meppen

Bis nach Bremen, Oldenburg und Bremerhaven zieht der Rauch vom brennenden Moor bei Meppen.

Nach Ausbruch eines Moorbrandes bei einem Raketentest der Bundeswehr hat das Land Niedersachsen Vorbereitungen zur Evakuierung Hunderter Anwohner getroffen, sollte sich die Lage zuspitzen. Um welche Gebiete es sich konkret handeln könnte, lasse sich angesichts der unklaren Entwicklung nicht sagen, erklärte der Brand- und Katastrophenschutzexperte des niedersächsischen Innenministeriums, Klaus Wickboldt, am Mittwoch. Derzeit gehe man davon aus, dass es noch ein bis zwei Wochen dauern werde, bis alle Glutnester auf dem Bundeswehrgelände in Meppen erstickt sind.

Rauch vom Moor-Brand im Meppen sogar im Weltall zu sehen

Selbst aus dem All sei der Moorbrand zu sehen, teilte der Deutsche Wetterdienst auf Twitter mit. Auf einem Satellitenbild vom Dienstagnachmittag war die Richtung Nordosten ziehende Rauchsäule gut zu erkennen. Am Dienstagabend hatte es starken Brandgeruch und Sichtbehinderungen im Nordwesten von Niedersachsen und im mehr als 100 Kilometer entfernten Bremen gegeben. Am Mittwoch beschränkten sich die Auswirkungen vor allem auf das nähere Umland.

Bundeswehr kündigt nach Kritik Untersuchung vom Brand im Moor bei Meppen an

Eine gewaltige Rauchsäule steht über dem brennenden Moor bei Meppen - der Rauch ist im ganzen Nordwesten zu riechen.

Die Bundeswehr kündigte eine umfassende Überprüfung des vor gut zwei Wochen durch Raketentests ausgelösten Feuers an. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung": "Selbstverständlich wird auch die Bundeswehr intern der Frage nachgehen, ob bei dem Test in Meppen geltende Vorschriften verletzt beziehungsweise Ermessensspielräume falsch genutzt wurden oder es eventuell Regelungslücken bei den Brandschutzvorschriften der Bundeswehr gibt, die wir schließen müssen."

+++ UPADTE vom 18. September: Politik schaltet sich beim Moor-Brand in Meppen ein

Der seit zwei Wochen andauernde Brand von einem Moor auf dem Bundeswehr-Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle bei Meppen beschäftigt jetzt auch die Bundesregierung. Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Filiz Polat fordert von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen Auskunft über die Schießübungen, die den Brand verursacht haben. Der Brand-Geruch von dem Feuer im Moor war sogar in Oldenburg und Bremen zu riechen.

Bundeswehr verursacht Brand von Moor bei Meppen: Aufklärung gefordert

Das Moor auf dem Bundeswehr-Gelände bei Meppen brennt seit zwei Wochen.

"Vor dem Hintergrund der monatelangen Trockenheit und Hitze halte ich die Schießübungen der Bundeswehr bei Meppen für äußerst fahrlässig", sagte Polat gegenüber der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Sie verlangt "Auskunft von der Bundesregierung, wie sie diese Schießübungen, die zum Brand führten, bewertet" und schickte eine entsprechende schriftliche Anfrage an die Bundesregierung.

Test mit Luft-Boden-Raketen "absolut unverantwortlich" - das Moor in Meppen brennt weiter

Entstanden war das Feuer in dem Moor bei Meppen bei einem Waffentest der Bundeswehr.

Auch die niedersächsische Grünen-Fraktion hat am Montag eine Unterrichtung zum Feuerwehreinsatz und den Moorbränden auf dem Testgelände bei Meppen im Innenausschuss des Landtags beantragt. "Dass die Bundeswehr nach diesem Hitzesommer in ausgetrockneten Mooren Schießübungen mit Luft-Boden-Raketen durchführt, ist absolut unverantwortlich", sagte der Grünen-Abgeordnete Christian Meyer. "Während die Bevölkerung zurecht aufgerufen wird, in Wäldern und Mooren kein Feuer zu machen oder Zigaretten achtlos wegzuwerfen, löst die Bundeswehr mit Waffentests großflächige Moorbrände aus, die noch Monate weitergehen können."

Bereits seit zwei Wochen schwelt der Brand im Moor bei Meppen

Entstanden war das Feuer in dem Moor bei Meppen bei einem Waffentest der Bundeswehr: Von einem Hubschrauber hatten Soldaten Raketen abgefeuert. Eigentlich hätte die Bundeswehr-Feuerwehr mit einer Löschraupe das Feuer nach dem Test gleich löschen sollen, doch die Löschraupe fiel aus und ein weiteres solches Fahrzeug war gerade in der Werkstatt. So konnte sich der Schwelbrand ausbreiten, bis ein Löschhubschrauber einsatzbereit war.

"Im Moment versuchen wir, möglichst viel Wasser zum Brandort zu bringen, um den Boden zu durchnässen", sagte ein Bundeswehr-Sprecher am Montag. "Wir werden auf jeden Fall diese Woche noch beschäftigt sein."

Bereits 2010 gab es einen Brand in dem Moor bei Meppen - Dauer: 6 Wochen

Nach Angaben des Sprechers ist es nicht der erste mehrwöchige Brand auf dem Testgelände. 2010 habe ein Feuer rund sechs Wochen gebrannt, ehe es gelöscht werden konnte. Menschen kamen bislang nicht zu Schaden, Naturschützer beklagen aber Klimaschäden durch CO2, das durch den Brand freigesetzt wird.

dpa

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