Jobcenter sei ein „Ort der Erniedrigung“

Brandsatz-Anschlag am Bremer Jobcenter: Weser-Kurier erhält Bekennerschreiben

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In der Nacht zu Dienstag, 18. April, legten Unbekannte einen Brandsatz vor die Tür eines Jobcenters in der Bremer Neustadt. Die Polizei sucht nun nach Zeugen. Update: Am Dienstagnachmittag hat der „Weser-Kurier“ ein Bekennerschreiben erhalten. 

Über den Notruf wurde der Polizei ein Feuer vor der Nebeneingangstür der Einrichtung in der Neuenlander Straße gemeldet. Die Einsatzkräfte konnten die Flammen mit einem Feuerlöscher ersticken. Laut Angaben der Polizei Bremen entstand an der Tür ein Schaden von etwa 12.000 Euro. Verletzte gab es keine.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und prüft mögliche Videoaufnahmen. Wer hat gegen 3 Uhr im Bereich des Jobcenters verdächtige Beobachtungen gemacht und kann Hinweise auf die Täter geben? Der Kriminaldauerdienst ist unter (0421) 362-3888 erreichbar.

Update

Am Dienstagnachmittag hat die Redaktion vom „Weser-Kurier“ ein Bekennerschreiben erhalten. Demnach seien Linksaktivisten für den Brandanschlag verantwortlich. Ein Schreiben des sogenannten „Kleingartenvereins Kurze Lunte“sei in der Lokalredaktion eingegangen. Nach diesem stehe der Anschlag in Zusammenhang mit den Protesten gegen den G20-Gipfel, der im Juli in Hamburg statt findet. Dabei sei das Jobcenter ein „Ort der Erniedrigung“, bei dem „der ganze Mist humanistisch-demokratischer Ideologie“ vollends abfalle, heißt es in dem Text.

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