Die Wahl im Live-Ticker

US-Wahl 2020: Biden schafft überraschende Wende gegen Trump - und bricht wohl Obamas Allzeit-Rekord

Die Entwicklungen der US-Wahl 2020 finden Sie hier im Live-Ticker. Der Kampf zwischen Donald Trump und Joe Biden ist noch immer nicht entschieden.

  • Alle neuen Informationen und Ergebnisse zur US-Wahl 2020* gibt es im Live-Ticker.
  • Am 3. November werden Präsident und Kongress sowie Gouverneure und Parlamente gewählt.
  • Seit 1 Uhr deutscher Zeit trudeln erste Ergebnisse ein - in wichtigen Swing States stehen die Ergebnisse noch aus.
  • Eine Übersicht zu den Wahl-Ergebnissen in den einzelnen US-Bundesstaaten finden Sie in unserer Übersicht.

Update vom 4. November, 22.18 Uhr: Dieser News-Ticker ist nun beendet. Alle weiteren Informationen finden Sie ab sofort in unserem aktuellen Nachrichten-Ticker.

Update vom 4. November, 22.17 Uhr: Es deutete sich schon an (siehe Update vom 4. November, 16.09 Uhr), jetzt hat es Biden vollbracht: Er hat den bisherigen Rekord von Barack Obama zur Anzahl absoluter Stimmen übertroffen. Während Obama bei der Wahl 2008 auf knapp 69,5 Millionen Stimmen kam, erreichte Biden diese Größenordnung bereits am späten Nachmittag, zeigen Zahlen von Associated Press. Forbes nannte um 19.18 Uhr MEZ eine Größenordnung von 70.055.711 Stimmen für den Demokraten - so viele wie bisher niemand zuvor bekam. Und es dürften noch mehr werden, da immer noch ausgezählt wird. Auch Trump nähert sich aufgrund der hohen Wahlbeteiligung bei dieser Wahl dem bisherigen Rekord von Obama. Jedoch ist die absolute Anzahl an Stimmen nicht entscheidend für den Wahlsieg.

Update vom 4. November, 16.23 Uhr: Sieht da etwa jemand seine Felle davonschwimmen? Trump hat seinen ersten Tweet des neuen Tages abgefeuert und sich darin verwundert gezeigt, dass er seit seiner Siegesrede an Boden auf Biden verloren hat. „Vergangene Nacht habe ich, oftmals deutlich, in vielen Schlüssel-Staaten geführt, laut fast allen Instanzen, die von Demokraten geführt oder kontrolliert werden. Dann sind sie eins nach dem anderen auf magische Weise verschwunden, nachdem überraschende Stimmzettel gezählt wurden. SEHR MERKWÜRDIG und die „Meinungsforscher“ haben sich komplett und auf historische Weise geirrt!“

Harter Tobak aus dem Weißen Haus! Es wirkt beinahe so, als würde Trump die Trumpfkarte des um sein Amt Betrogenen spielen und seine Anhänger aufstacheln wollen.

Update vom 4. November, 16.09 Uhr: Die Chance auf die Wiederwahl ist für Trump weiterhin da. Doch schon jetzt zeichnet sich ab, dass der US-Präsident wie vor vier Jahren erneut weniger Stimmen als sein demokratischer Widersacher auf sich vereinigen wird. 2016 hatten letztlich fast drei Millionen US-Amerikaner mehr ihr Kreuz bei Hillary Clinton gemacht als beim Republikaner. Aktuell liegt der Unterschied wieder bei 2,6 Millionen. Biden kommt bereits vor Auszählung aller Stimmen auf 68,7 Millionen. Damit ist der ehemalige Vize-Präsident auf dem besten Weg, um den Allzeit-Rekord von Barack Obama zu übertrumpfen - der war bei seiner Wahl 2008 auf knapp 69,5 Millionen gekommen.

Doch aufgrund des komplizierten Wahlsystems, in dem der Präsident nur indirekt von der Bevölkerung gewählt wird, gewinnt längst nicht immer der Kandidat mit den meisten Stimmen. Denn in fast allen Bundesstaaten - Nebraska und Maine sind die Ausnahmen - genügt die Mehrheit, um alle Wahlleute auf sich zu vereinen. Das Motto „The Winner takes it all“ könnte Trump also zu einer zweiten Amtszeit verhelfen.

Update vom 4. November, 15.53 Uhr: In Pennsylvania muss noch knapp ein Viertel der Stimmen ausgezählt werden - dabei handelt es sich zu einem großen Teil um Briefwahlstimmen. Aktuell liegt Trump um knapp 600.000 Stimmen in Führung. Von der Wahlkommission hieß es, ein endgültiges Ergebnis solle am morgigen Donnerstag etwa um diese Uhrzeit feststehen.

Update vom 4. November, 15.24 Uhr: In Michigan, wo es immerhin um 16 Wahlleute geht, hat sich das Blatt gewendet. Nach 90 Prozent ausgezählter Stimmen führt nun Biden mit 0,2 Prozentpunkten Vorsprung vor Trump. Der Staat könnte angesichts der Zwischenstände in den anderen Staaten das Zünglein an der Waage sein. Vor vier Jahren war Michigan an die Republikaner gefallen.

Update vom 4. November, 15.15 Uhr: Neun Bundesstaaten müssen noch immer Wahlstimmen auszählen. Dabei gibt es noch 101 Wahlleute abzugreifen. Während etwa Alaska (drei), Maine (vier) oder Nevada (sechs) vergleichsweise wenig abwerfen, bringt Pennsylvania gleich 20 Wahlleute. Hier deutet sich ein Sieg für Trump an. Dagegen kann Biden fest mit den elf Wahlleuten aus Arizona rechnen. Entscheidend dürften demnach folgende vier Staaten werden: Michigan, Georgia (beide 16), North Carolina (15) und Wisconsin (zehn). In Michigan und Wisconsin hat der Herausforderer mittlerweile die Führung übernommen, was ihm zu den bisherigen 224 Wahlleuten insgesamt weitere 26 bescheren könnte.

Update vom 4. November, 14.58 Uhr: „Vorsicht“ und „Geduld“ seien gefragt, betonte Michigans Wahlchefin Jocelyn Benson im Gespräch mit CNN. Schließlich gehe es darum, „den Willen der Wähler zu respektieren“. Laut der demokratischen Staatssekretärin stünden vor allem aus den größeren Städten noch „Hunderttausende“ Stimmen aus. Sie rechne im Laufe des Tages mit deutlich mehr Klarheit.

Update vom 4. November, 12.49 Uhr: Welche US-Bundesstaaten sind bei der jetzigen Hängepartie zwischen Trump und Biden wichtig, wie viele Wahlleute stellen sie, welche Partei hat sie bisher geprägt, wie ist der Zwischenstand und wann ist dort mit einem Ergebnis der Auszählung zu rechnen? Ein Überblick:

Bundesstaat WahlleuteWer führtBisher regiertAuszählungsstand aktuell
Georgia 16 Wahlleute TrumpRepublikaner92 Prozent*
Michigan 16 Wahlleute TrumpRepublikaner87 Prozent*
Pennsylvania 20 Wahlleute TrumpRepublikaner75 Prozent*
North Carolina15 WahlleuteTrumpRepublikaner95 Prozent*
Wisconsin 10 WahlleuteBidenDemokraten97 Prozent*

*Quelle: Washington Post

Ein nicht zu unterschätzender Faktor ist dieses Mal aber die hohe Anzahl der Briefwähler: In Pennsylvania zum Beispiel lag Trump in der Wahlnacht bei der laufenden Stimm-Auszählung zwar klar vor Biden. In dem Bundesstaat waren aber der Website Elections Project mehr als 60 Prozent der Briefwähler als Anhänger der Demokraten registriert - und diese Stimmen waren zu großen Teilen zunächst noch nicht ausgezählt. Trump-Gegner gingen daher davon aus, dass sich das Ergebnis noch gewaltig zugunsten von Biden verschieben könnte. Ein ähnliches Bild bietet sich laut CNN aktuell im Bundesstaat Michigan.

US-Wahl 2020 live: Biden oder Trump? Hauchdünner Vorsprung in „Swing State“ - Auszähl-Pause in wichtigen Staaten?

Update vom 4. November, 12.03: Bei der vergangenen Präsidentschaftswahl siegte in Nevada die damalige Kandidatin Hillary Clinton (Demokraten) mit gut zwei Prozentpunken Vorsprung vor Konkurrent Donald Trump. Für ihren Parteikollegen Joe Biden wird es jedoch enger: Nach Auszählung von 85 Prozent der Stimmen liegt er mit 49,4 Prozent nur sehr knapp vor Trump mit 48,6 Prozent (Quelle: Washington Post). Sechs Wahlleute erhielte der Sieger in diesem Bundesstaat, der bei der US-Wahl 2020 auch zu den entscheidenen Swing States gezählt wird.

Update vom 4. November, 11.13 Uhr: In Wisconsin, einem der „Battleground States“ führt nun haarscharf Biden: Es steht nach Auszählung von 97 Prozent der Stimmen aktuell 49,3 zu 49,0 Prozent, so die Washington Post.

Der nordöstliche Bundesstaat hat zehn Wahlleute zu vergeben. 2016 konnte Trump sich dort nur sehr knapp durchsetzen. Briefwahlunterlagen dürfen erst am Wahltag erfasst und ausgezählt werden, weswegen eine Verzögerung der Endergebnisse wahrscheinlich ist. Auch die Mehrheit im Bundesstaat Hawaii (und damit vier Wahlleute) konnte sich Biden sichern, wie die Auszählung inzwischen ergab.

Kampf um die Swing States bei US-Wahl 2020: „Auszähl-Pause“ wegen Briefwahl?

Update vom 4. November, 10.13 Uhr: Nachdem Swing State Arizona wohl an Joe Biden ging (siehe Update von 9.01 Uhr) machen die noch offenen Swing States North Carolina, Georgia, Michigan, Pennsylvania und Wisconsin die Menschen in den USA nervös. In North Carolina könnte aufgrund der vielen Briefwahlstimmen das Ergebnis womöglich erst Ende nächste Woche feststehen (siehe Update von 5.25 Uhr).

Für Michigan, Pennsylvania und Wisconsin will die Bild jetzt erfahren haben: Auszähl-Pause bis zum nächsten Vormittag (Ortszeit) - wegen der vielen Briefwahlstimmen. In Pennsylvania werden Briefwahlstimmen mit Poststempel vom Wahltag auch dann angenommen, wenn sie einige Tage nach der Wahl bei den Behörden eingehen. Die Auszählung der Stimmen könnte also noch lange dauern - unter anderem dagegen richtete sich offenbar der Trump-Vorstoß, vor den Obersten Gerichtshof ziehen zu wollen (siehe Update von 8.38 Uhr).

US-Wahl 2020 im Live-Ticker: Biden holt sich den Sieg im Bundesstaat Maine - und im wichtigen Swing State Arizona

Update vom 4. November, 9.57 Uhr: Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat erwartungsgemäß im US-Bundesstaat Maine* gewonnen. Das meldete die Nachrichtenagentur AP auf Grundlage von Wählerbefragungen und ersten Stimmauszählungen. In dem Bundesstaat ganz nordöstlich in den USA gehen wie in Nebraska (siehe Update von 8.17 Uhr) nicht alle Wahlleute komplett an den Gewinner.

Update vom 4. November, 9.01 Uhr: US-Medienberichten zufolge kann Trump-Herausforderer Joe Biden im wichtigen Swing State Arizona wohl die meisten Stimmen auf sich vereinen. Nach Ausszählung von etwa 82 Prozent der abgegebenen Stimmen liegt er mit 51,8 Prozent vor US-Präsident Donald Trump mit 46,8 Prozent.

US-Wahl 2020 live: Trump verkündet nach Biden-Statement vorzeitig Wahlsieg

Update vom 4. November, 8.38 Uhr: „Ehrlich gesagt, wir haben die Wahl gewonnen, was mich betrifft“, sagte US-Präsident Donald Trump nun bei einer live übertragenen Ansprache im Weißen Haus. Trump will die weitere Auszählung der Briefwahlzettel gerichtlich stoppen lassen. 

US-Präsident bei seiner Wahlansprache am 4. November 2020 im Weißen Haus.

US-Wahl 2020 live: Biden-Team hofft laut Medienberichten auf Nebraska

Update vom 4. November, 8.17 Uhr: Wie wichtig wird Nebraska für diese Präsidentschaftswahl? Anders als in den meisten US-Bundesstaaten gehen hier nicht alle Wahlleute komplett an den Gewinner. Neben zwei Wahlleuten, die basierend auf dem Gesamtergebnis des Staates an den Sieger gehen, werden dort drei weitere Wahlleute auf Basis der Ergebnisse in einzelnen Bezirken bestimmt.

Trump hat sich bislang drei Wahlleute aus Nebraska gesichert (siehe Update von 4.55 Uhr). In zwei weiteren Bezirken stand die Entscheidung zu der Zeit noch aus - CBS sowie CNN zufolge hat Biden unterdessen aber einen der zwei Wahlleute gewonnen. Die politischen Kommentatoren der beiden US-Sender glauben angesichts dieses Kopf-an-Kopfs-Rennens, dass selbst eine Wahlperson mehr oder weniger über Sieg oder Niederlage entscheiden könnte. Um Präsident zu werden, braucht ein Kandidat die Stimmen von mindestens 270 Wahlleuten.

CBS twitterte: „Unser Polit-Korrespondent erklärt, wie Biden hiermit zwar in Pennsylvania verlieren, und dennoch auf 270 Stimmen kommen könnte“:

US-Wahl 2020: Texas geht wohl nicht an Biden - Trump kündigt Statement an

Update vom 4. November, 7.46 Uhr: Eigentlich hatte sich Trump-Herausforderer Biden angesichts guter Umfragewerte Hoffnungen auf einen Erfolg in Texas gemacht. Doch US-Fernsendern zufolge (Fox News, NBC) hat der Republikaner Trump in dem konservativ geprägten Bundesstaat die meisten Stimmen geholt - und damit auch 38 Wahlleute für sich.

Trump hat unterdessen auf Twitter angekündigt, bald ein Statement abzugeben. Zuvor hatte sich Biden nachts vor die Kameras gestellt (siehe Update von 6.51 Uhr):

Update vom 4. November, 7.04 Uhr: Mit seinem Sieg im bevölkerungsreichsten Swing State Florida (siehe Update von 6.43 Uhr) hat US-Präsident Donald Trump seine Chancen auf eine Wiederwahl deutlich vergrößert. Ohne Floridas 29 Wahlleute hätte der Republikaner kaum Aussichten auf eine zweite Amtszeit gehabt.

US-Medien zufolge gewann Trump den Swing State Iowa, während sein Herausforderer Joe Biden den Bundesstaat Minnesota für sich entschied. Nun zeichnet sich ein sehr enges Rennen zwischen den beiden ab. Entscheidend dürfte fortan der Ausgang in den Staaten Arizona, Pennsylvania, Michigan und Wisconsin sein.

US-Wahl 2020 im Live-Ticker: Trump-Herausforderer Biden hält nächtliche Rede

Update vom 4. November, 6.59 Uhr: Unmittelbar nach einem Tweet von US-Präsident Donald Trump zu einem angeblichen Wahl-“Diebstahl“ durch die Demokraten hat Twitter diese Äußerung mit einem Warnhinweis versehen..

Update vom 4. November, 6.51 Uhr: US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat in einer nächtliche Rede zur Wahl die Wahlberechtigten um Geduld bei der Auszählung der abgegeben Wahlstimmen gebeten. In seiner Heimatstadt Wilmington im Bundesstaat Delaware trat der 77-Jährige dafür vor die Kameras. Biden liefert sich ein sehr enges Rennen mit Präsident Donald Trump um das Weiße Haus - in einigen Schlüsselstaaten ist der Wahlausgang noch offen. „Verliert den Glauben nicht, Jungs. Wir werden das hier gewinnen“, twitterte Biden anschließend an seine Anhänger gerichtet:

Update vom 4. November, 6.43 Uhr: Es ist offiziell: US-Präsident Donald Trump hat sich im Schlüsselstaat Florida mit seinen 29 Wahlleuten gegen Joe Biden durchgesetzt. Das meldete die Nachrichtenagentur AP am Mittwochmorgen auf Grundlage von Wählerbefragungen und ersten Stimmauszählungen.

Update vom 4. November, 6.12 Uhr: Im für die Wahl so wichtigen Bundesstaat Florida steht Donald Trump kurz vor einem Sieg - er führt mit 51,2 Prozent deutlich vor Joe Biden mit 47,8 Prozent. Drei Prozent der abgegebenen Stimmen müssen zur Stunde noch ausgezählt werden. Doch der Präsident scheint uneinholbar.

US-Wahl 2020 im live: Trump überrundet Biden im Swing State Ohio

Update vom 4. November, 6.03 Uhr: Donald Trump siegt offenbar im umkämpften Swing State Ohio: Nach Auszählung von 97 Prozent der Stimmen liegt er mit 53,3 Prozent klar vor Joe Biden (45,2). Ebenso in Texas: Nach Auszählung von etwa 89 Prozent der Stimmen holt Trump hier 51,2 Prozent, sein Herausforderer nur 46,4.

Update vom 4. November, 5.35 Uhr: In mehr als der Hälfte der US-Bundesstaaten scheint der jeweilige Sieger festzustehen - doch sowohl Joe Biden als auch Donald Trump konnten großteils nur in ihren jeweiligen Partei-Hochburgen punkten. Nun konzentriert sich das Rennen auf wenige entscheidende Staaten: Neben Arizona im äußersten Südwesten der Vereinigten Staaten geht es vor allem um den Mittleren Westen. Michigan, Wisconsin und Minnesota könnten die Wahl entscheiden. Doch ausgerechnet hier könnten Ergebnisse lange auf sich warten lassen (siehe Update von 4.40 Uhr).

Die wichtigsten Entwicklungen der Wahlnacht haben wir in diesem Text für Sie zusammengefasst.

US-Wahl 2020 im Live-Ticker: Weitere Bundesstaaten klar - doch die Frage „Trump oder Biden“ könnte ungeklärt bleiben

Update vom 4. November, 5.25 Uhr: In Ohio hat sich die Lage komplett gedreht: CBS sieht im „Battleground State“ nun Donald Trump als mehr oder minder sicheren Sieger. Immer deutlicher bahnt sich eine möglicherweise tagelange Hängepartie an - im ebenfalls umkämpften North Carolina könnte ein Ergebnis womöglich erst Ende kommender Woche feststehen.

Update vom 4. November, 5.02 Uhr: Schon kurz nach Schließung der Wahllokale scheint klar: Die Ostküste gehört Joe Biden. Die Bundesstaaten Washington, Oregon und Kalifornien gehen Hochrechnungen zufolge an den Herausforderer aus Reihen der Demokraten. Insbesondere Kalifornien bringt Biden einen großen Schwung an Stimmen - allerdings waren alle drei Staaten schon vorab fest für Biden verbucht worden.

Update vom 4. November, 4.55 Uhr: Weitere Erkenntnisse aus aktuellen Hochrechnungen: Donald Trump dürfte nach Daten des Senders CNN in Utah und Missouri den Sieg davontragen. Auch in Nebraska dürfte der US-Präsident mindestens drei der fünf Stimmen im Electoral College erhalten. Joe Biden ist unterdessen in New Hampshire und Illinois klar auf Siegeskurs. Erneut gilt - alle diese Ergebnisse sind keine Überraschungen.

US-Wahl 2020: Hängepartie in Pennsylvania? Befürchtung droht wahr zu werden - Trump nun im Aufwind

Update vom 4. November, 4.40 Uhr: Bleibt die US-Wahlnacht ergebnislos? Pennsylvania gilt als wichtiger Schlüssel zum Sieg - doch der Bundesstaat wird am Dienstag (Ortszeit) kein belastbares Ergebnis vorlegen können, wie die Webseite Politico.com erfahren haben will. Rund 270.000 Briefwahlstimmen sollen erst am Folgetag ausgezählt werden. Das Zwischenergebnis dürfte insofern zugunsten Donald Trumps verzerrt bleiben. Vor einem unklaren Wahlausgang hatten sich viele Beobachter vorab gefürchtet - vor allem, weil sich Trump vorab zum Sieger erklären und so Unruhen provozieren könnte.

Ähnliche Nachrichten gibt es aus Wisconsin: In der Großstadt Milwaukee werden die Briefwahlstimmen wohl nicht vor dem frühen Mittwochmorgen Ortszeit ausgezählt sein, wie CNN berichtet - also gegen Mittag deutscher Zeit.

Auch an anderer Stelle wachsen Befürchtungen - die Organisation der Briefwahl bereitet mancherorts größere Probleme, wie Merkur.de* berichtet.

Update vom 4. November, 4.37 Uhr: Nach mehreren schlechten Nachrichten nun wieder neue Hoffnung für Joe Biden: Für den Swing State Arizona bescheinigt CBS Barack Obamas früherem Vize gute Chancen.

US-Wahl: Auf und ab im Rennen um das Weiße Haus - Briefwähler erschweren Prognose

Update vom 4. November, 4.30 Uhr: Als „Achterbahnfahrt“ hatte CNN die Wahlnacht schon am frühen Abend angekündigt - und tatsächlich dürften die Kandidaten zur Stunde ein Wechselbad der Gefühle erleben. Im Swing State Ohio holt Donald Trump zur Stunde auf. Fox News‘ Wahlexperten tippen mittlerweile auf einen Sieg des Amtsinhabers - vor 90 Minuten hatte Trumps Haussender noch anders geurteilt.

Eine besondere Schwierigkeit stellt der ungewohnt hohe Anteil an Brief- und Frühwählern dar: In einigen Bundesstaaten werden zuerst Briefwahl-Stimmen ausgezählt, in anderen kommen sie zuletzt an die Reihe. Da Bidens Anhänger stark zur Briefwahl tendierten verzerrt diese Eigenheit teils stark die Zwischenergebnisse. So führt derzeit in Pennsylvania und Wisconsin Trump - das könnte sich aber ebenso noch ins Gegenteil verkehren wie Bidens frühe Führung in Florida.

Update vom 4. November, 4.18 Uhr: Donald Trump kann die nächsten Stimmen für das Wahlkollegium fix für sich verbuchen: Kansas und seine sechs Voten sind dem US-Präsidenten wohl nicht mehr zu nehmen.

Weitere Ergebnisse stehen mittlerweile fest: Nebraska, Louisiana und Wyoming gehen an Trump, New York und New Mexico an Joe Biden. Diese Ausgänge waren vorab so erwartet worden.

US-Wahl aktuell im Live-Ticker: Texas für Trump? US-Präsident auf einmal wieder besser im Rennen

Update vom 4. November, 4.12 Uhr: Aktuell richten sich die Blicke auf North Carolina. In dem umkämpften Bundesstaat sind gut 80 Prozent der Stimmen ausgezählt - zur Stunde liegt Joe Biden hauchdünn in Führung. Allerdings weisen Experten darauf hin, dass noch überproportional viele Briefwahl-Stimmen in der Rechnung berücksichtigt sein könnten. Unter den Präsenzwählern dürfte aber Donald Trump die Nase vorn haben. Eine Tendenz pro Trump bescheinigt der Sender CBS dem besonders wichtigen Bundesstaat Texas.

Unterdessen haben in den Bundesstaaten Iowa, Montana, Nevada und Utah die Wahllokale geschlossen.

US-Wahl auf Messers Schneide: Holt sich Biden Ohio?

Update vom 4. November, 3.50 Uhr: Die US-Wahl steht nach wie vor auf Messers Schneide. Positive Nachrichten für Joe Biden gibt es aus Ohio - dort liegt der Herausforderer derzeit besser als erwartet im Rennen. Umfragen hatten vor dem Wahltag teils sogar ein Patt prognostiziert. Für Donald Trump zeichnen sich nun auch Pflichtsiege in Alabama und South Carolina ab.

Neuigkeiten gibt es unterdessen von den Kongresswahlen: Im Repräsentantenhaus dürften die Demokraten die Oberhand behalten. Schlagzeilen macht der Wahlausgang in Georgia - hier gewann eine republikanische QAnon-Anhängerin mit riesigem Vorsprung.

US-Wahl 2020 im Live-Ticker: Obwohl sich zwei wichtige Siege anbahnen - Trumps Team sieht „Schwierigkeiten“ heraufdämmern

Update vom 4. November, 3.30 Uhr: Neuen Hochrechnungen zufolge dürfte Joe Biden die Bundesstaaten Connecticut und Colorado gewinnen. South und North Dakota gehen wohl an Donald Trump. Auch in diesen vier Staaten gibt es also allem Anschein nach keine Überraschungen.

Brisanter sind andere Entwicklungen: Im Swing State North Carolina hält CBS mittlerweile einen Sieg Trumps für wahrscheinlich. Auch in Florida zeichnet sich immer deutlicher ein Erfolg des Amtsinhabers ab. Sorge bereiten dem Trump-Lager unterdessen die wichtigen Wackelkandidaten Georgia, Michigan und Wisconsin.

CNN zitiert einen hochrangigen Berater des Präsidenten mit den Worten, Georgia könne „ein Problem“ werden, Michigan gar verloren sein, in Wisconsin sei der Ausgang offen. Sollte Trump Wisconsin und Georgia verlieren, sei der US-Präsident „in Schwierigkeiten“.

US-Wahl 2020: Ausgerechnet Fox News hat Hiobs-Botschaft für Trump - der lässt einen Sieg verkünden

Update vom 4. November, 3.00 Uhr: Seit knapp zwei Stunden werden in den USA Stimmen ausgezählt und Hochrechnungen veröffentlicht - doch noch immer scheint der Wahlausgang völlig offen. Ausgerechnet Trumps Haussender Fox News wagt aber eine Vorhersage. Sie fällt zu Ungunsten Trumps aus.

Für die Swing States Georgia, North Carolina, Ohio und Pennsylvania sieht Fox News eine höhere Wahrscheinlichkeit für einen Sieg Bidens. Allerdings handelt es sich nicht um eine Hochrechnung, sondern nur um eine Wahrscheinlichkeitsrechnung. Unterdessen sieht aber auch CBS den Demokraten in North Carolina knapp in Front. CNN vermeldet eine Zwischenführung für Biden neben Ohio, New Hampshire und Pennsylvania auch im republikanischen Herzland Texas.

In Führung ist Trump laut CNN hingegen in Michigan, Georgia und Florida. Für letztgenannten Bundesstaat hat Trumps Team den Präsidenten bereits selbst zum Sieger erklärt:

Trump gegen Biden: US-Wahl im Live-Ticker - erste Tendenz aus Florida?

Update vom 4. November, 2.30 Uhr: Für ein gutes Dutzend US-Bundesstaaten an der Ostküste liegen mittlerweile klare Tendenzen vor - aus den für die Präsidentenwahl wichtigsten fehlen jedoch noch entscheidende Fingerzeige: Auf Florida, Georgia, Ohio und Pennsylvania kann noch keiner der Kandidaten bauen.

Zumindest in Florida verdichtet sich jedoch ein Bild: Im dicht besiedelten County Miami-Dade blieb Biden hinter den Erwartungen. Nach Ansicht von Experten verbessern sich damit Trumps Chancen auf einen Sieg in dem Bundesstaat und seine 29 Wahlleute. Unklar ist die Lage weiter in Georgia - der TV-Sender CBS sah hier zuletzt aber eine zarte Tendenz in Richtung Biden.

Unterdessen dürfte sich Joe Biden nach Angaben des regionalen Nachrichtenportals nj.com den Bundesstaat New Jersey gesichert haben. Elf Stimmen für das Electoral College* werden hier vergeben. Alles andere als ein Sieg der Demokraten wäre hier aber eine herbe Überraschung gewesen. Ähnliches gilt für die Republikaner in Arkansas - dort ist nun Trump als Sieger ausgerufen worden.

Update vom 4. November, 2.18 Uhr: Donald Trump hat sich erwartungsgemäß die Mehrheiten in den drei Bundesstaaten Tennessee, Alabama und Mississippi gesichert, wie die Nachrichtenagentur AP vermeldet. Auch diese Ergebnisse sind aber keine wichtigen Meilensteine für den US-Präsidenten - welche Bundesstaaten Trump gewinnen muss, um eine Überraschung zu schaffen, lesen Sie in diesem Text bei Merkur.de*.

US-Wahl 2020 im Live-Ticker: Neue Hochrechnungen - Wahllokale schließen in vielen weiteren Staaten

Update vom 4. November, 2.05 Uhr: Ein Schwung neuer Hochrechnungen ist eingetroffen: Der Sender CNN sagt Siege für Joe Biden in Maryland, District of Columbia, Delaware und Massachusetts voraus. Donald Trump werde wohl in Oklahoma gewinnen. Das würde 27 Wahlmänner für Biden und zehn weitere für Trump bedeuten. Auch CBS sieht Trump nun als sicheren Sieger in Kentucky. Überraschende Ausgänge sind weiterhin nicht unter diesen Hochrechnungen.

Um 2 Uhr deutscher Zeit haben die Wahllokale zudem in Alabama, Connecticut, Florida, Illinois, Maine, Mississippi, Missouri, New Hampshire, New Jersey, Pennsylvania, Rhode Island und Tennessee geschlossen.

Update vom 4. November, 1.55 Uhr: In mehreren US-Bundesstaaten gibt es Probleme bei der Auszählung: Nach Informationen des Senders NBC erschwert in Dorchester County, South Carolina, ein „Druckfehler“ die Auswertung von satten 14.000 Briefwahlstimmen. In Fulton County, Georgia bereitet ein Wasserrohrbruch Probleme.

Einen für mitteleuropäische Betrachter skurrilen Einblick in den Wahltag in den USA lieferte am Dienstag ein Schnappschuss einer lokalen News-Webseite: Zu sehen ist ein Treck von Amish People, der sich in Pferdekutschen über die Straße bewegt - mutmaßlich zur Stimmabgabe.

US-Wahl 2020: Weitere Ergebnisse: Virginia für Trump, West Virginia für Biden

Update vom 4. November, 1.40 Uhr: Der nächste Erfolg für Donald Trump: Nach Daten aus Wählerbefragungen und ersten Stimmauszählungen hat der US-Präsident den Bundesstaat West Virginia gewonnen. Fünf Wahlleute werden von dort aus entsendet. Das Ergebnis wäre keine Überraschung - West Virginia ist traditionell eine Hochburg der Republikaner.

Unterdessen sieht nach Fox News auch die Nachrichtenagentur AP Joe Biden als Sieger in Virginia. Auch hier würde es sich um einen Favoritensieg handeln.

Update vom 4. November, 1.33 Uhr: Erste Wasserstände gibt es aus dem eminent wichtigen Swing-State Florida: Nach Informationen des Senders CBS hat Joe Biden bei den vor dem Wahltag abgegebenen Stimmen einen deutlichen Vorsprung - Donald Trump dürfte aber in den Wahllokalen eine Mehrheit gewonnen haben. Kurz gefasst: Es bleibt spannend.

US-Wahl 2020: Neue Hochrechnungen - Biden womöglich Sieger in Virginia und Vermont, Trump in Kentucky?

Update vom 4. November, 1.16 Uhr: Der Sender Fox News lehnt sich schon etwas weiter aus dem Fenster: Er sieht anhand aktueller Hochrechnungen Joe Biden als Sieger in Virginia und Vermont. Kentucky schlägt der Trump-nahe Kanal dem amtierenden Präsidenten zu. Treffen alle bisher genannten Berechnungen zu, würde es derzeit nach Wahlleuten 19 zu 16 für Trump stehen.

US-Wahl 2020 im Live-Ticker: Erster Bundesstaat wohl entschieden

Update vom 4. November, 1.05 Uhr: Nun gibt es die erste konkrete Hochrechnung aus einem US-Bundesstaat: Nach Berechnungen des Senders CNN dürfte Donald Trump die elf Wahlmänner in Indiana erhalten. Dieses Ergebnis würde sich mit den Umfragen decken.

NBC sagt unterdessen enge Rennen für Virginia, Kentucky, Georgia und South Carolina voraus - in Virginia führe allerdings nach ersten Hochrechnungen Biden. Für Kentucky war eigentlich ein recht klarer Sieg Trumps erwartet worden.

US-Wahl: Polizei in L.A. in Alarmbereitschaft - Mann mit Waffe vor Wahllokal in North Carolina festgenommen

Update vom 4. November, 0.55 Uhr: Ungewöhnlich für eine US-Wahl: Große Sorgen bereiten die Stunden und Tage nach dem Urnengang - Gewaltausbrüche werden befürchtet, Folge der Polarisierung im Land*. Die Warnungen sind weiter aktuell - tatsächlich hat sich mittlerweile die Polizei der Millionen-Metropole Los Angeles in „taktische Alarmbereitschaft“ versetzt. Es gehe darum, auf „eventuelle Vorfälle als Resultat des Wahltages“ vorbereitet zu sein, erklärte das Hauptquartier der Ordnungshüter auf Twitter. Konkrete Probleme gebe es bislang nicht.

Der Urnengang verlief übrigens nach Einschätzung der New York Times weitestgehend friedlich. Negativschlagzeilen machte in erster Linie ein Vorfall in North Carolina: in der Stadt Charlotte wurde ein Mann mit einer Waffe vor einem Wahllokal festgenommen - mutmaßlich handelte es sich um einen Anhänger Trumps, er trug eine Kappe mit Trump-Aufschrift.

Update vom 4. November, 0.45 Uhr: US-Präsident Donald Trump zeigt sich auf Twitter kurz vor dem Start der heißen Phase des Wahlabends - wenig überraschend - siegesgewiss. Tatsächlich geht Herausforderer Joe Biden als gefühlter Favorit in die Auszählungen.

Doch sollte Trump wirklich noch einmal gewinnen, könnte er seine Politik bis Ende 2024 noch einmal verschärfen. Mehr über die mutmaßlichen Pläne des US-Präsidenten erfahren Sie in diesem Artikel bei Merkur.de*.

US-Wahl 2020: Erste Wahllokale geschlossen - Georgia wird Fingerzeig für Wahlausgang geben

Update vom 4. November, 0.25 Uhr: Die ersten Wahllokale haben nun regulär ihre Pforten geschlossen - allerdings nur in einigen Teilen der Bundesstaaten Kentucky und Indiana. Erste Ergebnisse gibt es von dort aber erst, nachdem alle Abstimmungsmöglichkeiten geschlossen sind, das wird um 1.00 Uhr deutscher Zeit der Fall sein. Ebenfalls um 1.00 Uhr ist die US-Wahl in Georgia, South Carolina, Vermont und Virginia beendet.

Allzu große Aufschlüsse werden diese ersten Daten noch nicht geben. Lediglich Georgia zählt zu den wahlentscheidenden „Battleground States“. Kentucky, Indiana und South Carolina dürften an Donald Trump gehen, Vermont und Virgina an Joe Biden. Die letzten Wahllokale schließen übrigens erst um 7 Uhr morgens deutscher Zeit - in Alaska.

US-Wahl 2020: Erste Ergebnisse der Exit-Polls da - Hälfte der Wähler mit Trumps Corona-Politik zufrieden

Update vom 4. November, 0.10 Uhr: Mittlerweile liegen aus den USA erste landesweite Nachwahlbefragungen, sogenannte Exit-Polls, vor. Erkenntnisse zur Wahlentscheidung der Bürger dürfen noch nicht veröffentlicht werden. Wohl aber zu den Gründen für ihre Wahl. Einige Daten lassen aufhorchen.

So haben nach einer Erhebung des Senders NBC 32 Prozent der Befragten erklärt, die Suche nach einem „starken Anführer“ sei für sie entscheidend gewesen. Zugleich sind ungeachtet der Corona-Krise offenbar mehr Wähler mit dem Zustand der US-Wirtschaft zufrieden als noch 2016. 48 Prozent hätten eine positive Einschätzung getroffen, hieß es. Vor vier Jahren waren rund 60 Prozent der Wähler negativ eingestellt.

Laut einer Umfrage des Konkurrenz-Kanals CNN war zudem nicht etwa die Corona-, sondern die Wirtschaftspolitik für ein Drittel der Wähler entscheidend. Für je 20 Prozent war dem Bericht zufolge Gerechtigkeit zwischen den „Rassen“ und die Corona-Politik das wichtigste Thema. Eine möglicherweise mit Blick auf die Polarisierung in den Vereinigten Staaten vielsagende Zahl: Laut CNN zeigten sich circa 50 Prozent der Befragten mit der Eindämmung der Pandemie zufrieden, 50 Prozent unzufrieden.

US-Wahl 2020: Aktuelles zu den ersten Ergebnissen - Trump droht bei Niederlage Ungemach

Update vom 3. November, 23.50 Uhr: Für ihn sei „verlieren niemals leicht“, erklärte Donald Trump vor wenigen Stunden. Ein Leitsatz, der für viele Politiker zutrifft - für den umstrittenen US-Präsidenten aber vielleicht noch einmal ganz besonders: Welche tief greifenden juristischen Folgen eine Niederlage für Trump haben könnte, erfahren Sie in diesem Text.

Update vom 3. November, 23.40 Uhr: Gegen 1.00 Uhr deutscher Zeit schließen die ersten Wahllokale in den USA. Wie schnell dann ausgezählt wird, könnte politisch durchaus relevant werden - falls Donald Trump die Ergebnisse nicht abwarten und sich vorab zum Sieger erklären will, wie einige Beobachter fürchten. Aus den US-Bundesstaaten gibt es unterschiedliche Signale zur Auszählungsgeschwindigkeit.

So könnte im Umfragen zufolge eher Biden zugeneigten Michigan schneller als erwartet ein Ergebnis feststehen. Michigans Secretary of State - in etwa: Innenministerin - Jocelyn Benson erklärte am Abend, es werde früher als erwartet Zahlen geben. Auch Briefwahlstimmen könnten bereits kurz nach Schließung der Wahllokale ins Ergebnis einfließen. Unterdessen wird sich die Auszählung im umkämpften North Carolina hinziehen: Da Abstimmungsstellen mit Verzögerung öffneten, soll es erst mit 45 Minuten Verspätung Ergebnisse geben, wie die Webseite Politico berichtet. In North Carolina dürfen Briefwahlstimmen schon vor dem Wahltag ausgezählt werden, Resultate aber nicht vor Schließung des letzten Wahllokals mitgeteilt werden.

Trump gegen Biden, US-Wahl aktuell: Swing State Florida im Fokus - Demokraten sind pessimistisch

Update vom 3. November, 23.15 Uhr: Entscheidend für den Ausgang der US-Wahl werden heute die „Swing“ oder auch „Battleground States“ sein. Einer der wichtigsten unter ihnen ist Florida - 29 Wahlleute werden hier bestimmt. Im Lager Joe Bidens wächst offenbar die Skepsis. „Das wird eine schwierige Kiste für uns“, sagte ein Kampagnen-Mitarbeiter dem Sender CNN, „aber die Leute wählen ja aktuell noch“.

Florida ist in jedem Fall auch ein symbolisch wichtiger Staat*: In den vergangenen Jahrzehnten konnten nur zwei Präsidentschaftskandidaten das Weiße Haus erobern, obwohl sie in dem Küstenstaat verloren - John F. Kennedy und, 1992, Bill Clinton.

US-Wahl 2020: Trump überrascht mit Ankündigung - Biden bleibt zurückhaltend - Live Ticker

Update vom 3. November, 22.50 Uhr: Es ist eine der heikelsten Fragen am US-Wahlabend 2020: Wird Donald Trump eine etwaige Niederlage gegen Joe Biden akzeptieren - oder wird er gar versuchen, sich vorzeitig zum Sieger zu erklären? Vor Schließung der ersten Wahllokale hat sich der US-Präsident erstaunlich moderat geäußert. In seinem Haussender Fox News erklärte Trump, er werde sich nur zum Sieger erklären, „wenn es einen Sieg gibt, falls es einen Sieg gibt“. Es gebe „keinen Grund, Spielchen zu spielen“.

Zweifel an einem Triumph wollte Trump dennoch nicht aufkommen lassen. „Ich denke, wir werden den Sieg davontragen“, betonte er. Negative Umfrage-Ergebnisse verwies der Amtsinhaber ins Reich der Fabel: Es handle sich um „Unterdrückungs-Umfragen“. Bei einem Auftritt vor Wahlkampfhelfern in Arlington bei Washington erklärte Trump zudem, „verlieren ist niemals leicht“: „Nicht für mich.“

Konkurrent Joe Biden zeigte sich vor Journalisten in Wilmington, Delaware noch vorsichtiger. „Nun, ich weiß es nicht“, sagte Biden auf die Frage, ob er sich auf dem Weg Richtung Wahlsieg sehe. Ob er seinerseits noch in der Wahlnacht eine Entscheidung aurufen werde, ließ der Demokrat offen. „Wenn es etwas gibt, um heute Nacht darüber zu sprechen, werde ich darüber sprechen. Wenn nicht, werde ich warten, bis die Stimmen am nächsten Tag ausgezählt sind.“

US-Wahl im Live-Ticker: Trump schützt sich - zusätzlicher Zaun ums Weiße Haus

Update vom 3. November, 20.42 Uhr: Das Weiße Haus ist als Sicherheitsmaßnahme wegen möglicher Proteste nach der Wahl durch einen zusätzlichen Zaun abgeriegelt worden. Auf Bildern ist eine weiße, mauerartige Befestigung an der Südseite des Hauses zu erkennen. Teile des Gebiets rund um das weiße Haus, darunter auch der Lafayette Park im Norden, waren schon seit dem Sommer teilweise für die Öffentlichkeit gesperrt. Im Weißen Haus will US-Präsident Donald Trump mit rund 250 geladenen Gästen die Wahlnacht verbringen.

US-Wahl 2020: Mehr als 100 Millionen Frühwähler - wird Rekord-Wahlbeteiligung erreicht?

Update vom 3. November, 19.54 Uhr: Ob die Rekord-Wahlbeteiligung tatsächlich erreicht wird, ist weiter unklar. Zu Beginn sei in den meisten Wahllokalen viel los gewesen, berichten zahlreiche CNN-Reporter unabhängig voneinander. Doch mittlerweile könne man fast überall ohne lange Wartezeit seine Stimme abgeben. 102 Millionen Frühwähler seien mittlerweile registriert, berichtet der TV-Sender. Ein Rekordwert.

Update vom 3. November, 17.57 Uhr: Über 100 Millionen Menschen haben bereits ihre Stimme abgegeben, berichtet CNN. In einigen Staaten hätten schon mehr Personen gewählt als vor vier Jahren, Swing States wie Florida lägen bei einer Quote von 95 Prozent der Wähler von 2016. Der TV-Sender spekuliert, dass es 2020 zu einer Rekord-Wahlbeteiligung kommen könnte.

Reporter berichteten bei Schalten in verschiedene Staaten jedoch von unterschiedlichen Situationen vor Ort. In Maine bildeten sich lange Warteschlangen vor dem Wahllokal, in Minneapolis im Staat Minnesota sei dafür recht wenig los, berichtete ein CNN-Korrespondent.

US-Wahl 2020: First Lady Melania Trump gibt Stimme ab - ohne Maske

Update vom 3. November, 17.19 Uhr: First Lady Melania Trump hat ihre Stimme abgegeben. Winkend ging die 50-Jährige am Dienstag in ein Wahllokal in Palm Beach im umkämpften Bundesstaat Florida. Journalisten berichten, Melania Trump habe dabei als einzige keinen Mund-Nasen-Schutz getragen. US-Präsident Donald Trump selbst hatte seine Stimme bereits Ende Oktober abgegeben. Der offizielle Wohnsitz des Paares ist Trumps Hotel Mar-a-Lago in Palm Beach.

Update vom 3. November, 16.11 Uhr: Auch im Westküstenstaat Kalifornien kann man mittlerweile seit 16 Uhr (7 Uhr Ortszeit) seine Stimme abgeben. Obwohl schon zahlreiche US-Amerikaner ihre Stimme per Briefwahl im Vorfeld abgegeben hatten, bildeten sich vor einigen Wahllokalen im Osten lange Schlangen.

US-Wahl 2020: Roboter-Anrufe verunischern Bürger

Update vom 3. November, 14.01 Uhr: Vor der US-Wahl wurden zahlreiche Amerikaner von seltsamen Anrufen verunsichert. Das berichtet die Washington Post. Eine Roboter-Stimme habe rund 10 Millionen Menschen mit den Worten „Bleibt sicher und bleibt zu Hause“ telefonisch dazu aufgerufen, ihre Häuser nicht zu verlassen. Viele vermuten hinter den Anrufen, den Versuch sie von den Wahllokalen fernzuhalten.

Laut der Washington Post haben die Roboter-Anrufe schon im Sommer begonnen. Im Oktober wurden es aber deutlich mehr. Alex Quilici, Chef des Portals YouMail, sieht in der Aktion eine gezielte Maßnahme zur Verunsicherung. „Wenn man während der Wahlen in Amerika Chaos anrichten will, dann ist ein Weg, das zu tun, sicher Robocalling“, erklärte er der Washington Post. Betroffene sagten gegenüber der Zeitung, dass sie vermuten, dass die Anrufe von der Regierung gekommen seien.

US-Wahl 2020: Wahlbeteilung vor Rekordhoch - Erste Wahllokale offen

Update vom 3. November, 12.09 Uhr: Die Wahllokale in den Ostküstenstaaten New York, Virginia und Maine haben nun (6.00 Uhr Ortszeit) geöffnet.

Update vom 3. November, 11.09 Uhr: 2020 haben schon vor der eigentlichen Wahl zahlreiche Bürger abgestimmt. Laut dem Early Elections Project der Universität von Florida wurden in der Nacht auf Dienstag schon 98,4 Millionen Stimmen abgegeben. Der Großteil davon per Post oder in bereits geöffneten Wahllokalen. Das entspricht circa 40 Prozent aller wahlberechtigten US-Bürger und 71,4 Prozent der gesamten Wahlbeteiligung vor vier Jahren. Damit dürfte sich die höchsten Beteiligungen der vergangenen Jahrzehnte anbahnen.

US-Wahl 2020: Erste Zahlen für Trump und Biden da - hier sind die Entscheidungen schon gefallen

Update vom 3. November, 7.55 Uhr: Die ersten Entscheidungen der US-Präsidentenwahl sind gefallen: Der Demokrat Joe Biden hat die Abstimmung in Dixville Notch in New Hampshire (siehe vorheriges Update) mit 5 zu 0 Stimmen gegen Donald Trump gewonnen. Im Nachbarort Millsfield setzte sich der Republikaner Trump mit 16 zu 5 Stimmen gegen Biden durch. 

Update vom 3. November, 6.58 Uhr: Mit Abstimmungen in kleinen Orten im Bundesstaat New Hampshire* hat um Punkt Mitternacht (Ortszeit) der Wahltag in den USA begonnen. Das erste Ergebnis wird aus dem Dorf Dixville Notch erwartet, das bereits seit 1960 um Mitternacht votiert. Hier gibt es weniger als ein Dutzend registrierte Wähler, so dass gleich nach der Stimmabgabe ausgezählt wird.

Auch in dem Ort Millsfield wird traditionell um Mitternacht (Ortszeit) abgestimmt. Im Ort Hart‘s Location fällt dies bei dieser Wahl wegen der Corona-Pandemie* aus. Hier öffnen die Wahllokale wie andernorts erst einige Stunden später.

Live-Ticker zur US-Wahl 2020: Trump und Biden im Wahlkampf-Endspurt

Update vom 2. November, 23.27 Uhr: Bis zum Schluss geben die Präsidentschaftskandidaten Donald Trump und Joe Biden alles. Beide traten am Montag unter anderem in Pennsylvania* auf, einem hart umkämpften Swing State. Laut den Umfrageberechnungen von 270toWin führt Biden in dem US-Bundesstaat derzeit mit 49 Prozent zu 46 Prozent. Trump versprach den Amerikanern in seiner Rede für 2021 das wirtschaftlich beste Jahr in der Geschichte des Landes. „Wir schaffen ein wirtschaftliches Machtzentrum, das in der Welt nicht seinesgleichen findet“, sagte Trump. Einen Großteil seiner Rede verwendete er jedoch erneut für persönliche Attacken auf seinen demokratischen Herausforderer. Biden wolle die Grenzen öffnen „und Amerikas Blut und Wohlstand opfern“.

Biden will sogar am Wahltag selbst noch einmal in Pennsylvania um Stimmen werben, in seiner Geburtsstadt Scranton und in der Großstadt Philadelphia. Danach heißt es für beide Kandidaten abwarten, wie die Wahl endet. Die Befürchtungen sind weiter groß, dass Trump sich frühzeitig zum Wahlsieger ausruft oder eine mögliche Niederlage nicht anerkennt.

Live im Ticker: Neben US-Wahl 2020 - auch Kongresswahlen in Amerika

Erstmeldung vom 20. Oktober, 15.19 Uhr: München / Washington, D.C. - Am 3. November 2020 wählen Amerikaner erneut die Führung ihres Landes und wir sind live dabei. Gewählt wird nicht nur der Präsident, sondern auch der Kongress. Darüber hinaus werden teilweise auch Gouverneure und Parlamente der Bundesstaaten sowie Bürgermeister gewählt. Dieser Live-Ticker hält Sie über alle wichtigen Entwicklungen auf dem neuesten Stand.

An einem einzigen Tag wird in den USA die politische Zukunft entschieden - mit einer Vielzahl an Wahlen. Eine der wichtigsten ist die Wahl des Präsidenten, doch bei der US-Wahl 2020 ist das nicht alles: Die Wahl des Senats und des Repräsentantenhauses, kurz des Kongresses, hat laut Experten vielleicht sogar mehr Einfluss. Dieser Live-Ticker informiert Sie in der Nacht der US-Wahl über alle entscheidenden Wahlergebnisse der US-Wahl 2020.

Viele amerikanische Präsidenten haben während ihrer Amtszeit den Einfluss des Kongresses am eigenen Leib gespürt. Unter anderem dann, wenn Pläne und Ideen nicht umgesetzt wurden, weil sie an Kongressmehrheiten scheiterten. Im Rahmen der US-Wahl werden 2020 alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus* und 35 von 100 Sitzen im Senat* neu gewählt.

Entwicklungen bei der US-Wahl 2020 im Live-Ticker

Umfragen zufolge gibt es nur zwei Präsidentschaftskandidaten der US-Wahl 2020*, die gerade für die Amerikaner eine außerordentliche Rolle spielen: Donald Trump (Republikaner) und Joe Biden (Demokrat). Im Live-Ticker zur US-Wahl 2020 zeigen wir unter anderem die Reaktionen zur Wahlnacht und greifen verschiedene Analysen zum Kampf um die politische Macht in den USA auf. Außerdem finden Sie bei uns sowohl die Reaktionen von Donald Trump wie auch die aktuellen News zu Joe Biden.

Die meisten dieser Umfragen und Prognosen zur US-Wahl 2020* drehen sich um die Chancen der zwei prominenten Kandidaten für das Amt des Präsidenten. Diesen Umfragen zufolge bevorzugen die Wähler Joe Biden bei den meisten Themen gegenüber Donald Trump - nur bei wirtschaftlicher Kompetenz sind die beiden wohl gleich auf. Dies berichtet die New York Times. Im Vorfeld der Wahl haben schon Millionen Wähler die Möglichkeit genutzt, ihre Stimme frühzeitig abzugeben, berichtet fr.de*.

Themen der US-Wahl 2020 - Entwicklungen im Live-Ticker mitverfolgen

Die Themen der US-Wahl 2020* zeigen sich für die Anhänger der Republikaner und Demokraten sowie die freien Wähler zwar in unterschiedlicher Ausprägung, im Grunde beschäftigen sich aber alle mit ähnlichen Themen.

  • Diese Themen beschäftigen die Amerikaner vor der US-Wahl 2020 besonders stark:
  • Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt
  • Corona-Pandemie in den USA
  • Wirtschaftliche und finanzielle Fragen
  • Gesundheitsversorgung, staatliche Krankenversicherung
  • Umstrittene Neubesetzung am Supreme Court

Gerade die „Black Lives Matter“-Bewegung spielte für die Wähler eine besondere Rolle, wie auch die Corona-Pandemie in den USA*. Während Joe Biden bei der Gesundheitsversorgung höher geschätzt wird, wurde Donald Trump lange Zeit bei finanziellen Aspekten bevorzugt. Wie zuvor erwähnt, hat sich dieser Fokus allerdings verschoben.

Lesen Sie am Wahlabend außerdem, welche Reaktionen aus Deutschland es gibt und wie andere Länder auf die US-Wahl reagieren. (jey) *Merkur.de und fr.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © JEFF KOWALSKY/afp

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