Corona-Taskforce soll am Montag kommen

US-Wahl 2020 Live-Ticker: Nach Wahlsieg Biden mit erster Rede - Handgreiflichkeiten bei Protesten

Sieg im Kampf um die US-Präsidentschaft: Joe Biden wird der nächste Präsident, verkündet CNN. Weitere News lesen Sie in unserem News-Ticker zu US-Wahl 2020.

  • Seit der Wahlnacht vom 3. auf den 4. November werden in manchen US-Bundesstaaten fleißig Stimmen ausgezählt.
  • Joe Biden wird der nächste US-Präsident, verkündet CNN. Donald Trump* hatte zuvor erste Zweifel an einem Sieg erkennen lassen.
  • Trotz Bidens mittlerweile sicherem Sieg, überzieht Trumps Team mehrere Bundesstaaten mit Klagen (Update vom 8. November, 3.38 Uhr).
  • Eine Übersicht zu den Wahl-Ergebnissen in den einzelnen US-Bundesstaaten finden Sie in unserer Übersicht. Dieser News-Ticker wird regelmäßig aktualisiert.

Update vom 8. November, 11.52 Uhr: Während Joe Biden und seine künftige Vize-Präsidentin Kamala Harris* den Sieg feiern, hetzt Trumps Sohn Donald Junior auf Twitter die Bevölkerung auf. Die Sorge vor Ausschreitungen zwischen Anhängern beider Seiten besteht weiterhin.

US-Wahl 2020 Live-Ticker: Nach Wahlsieg Biden mit erster Rede - Handgreiflichkeiten bei Protesten

Update vom 8. November, 4.47 Uhr: Offenbar kam es zwischen Biden-Fans und Trump-Anhängern am Samstag in mehreren Städten zu Handgreiflichkeiten. In Michigan, Oregon und Washington wurden Schläge ausgeteilt und sogar in einem Fall Pfefferspray eingesetzt, wie die New York Times berichtet. Weiterhin kam es in der kalifornischen Hauptstadt Sacramento wohl zu gewalttätigen Auseinandersetzungen, die Augenzeugen auf Videos festhielten. In Kalifornien und in Oregon waren an den Vorfällen Personen beteiligt, die die Kleidung der „Proud Boys“, einer rechtsextremen Gruppe, beteiligt. Die Gruppierung ist für ihre Gewaltbereitschaft berüchtigt und kam zu fragwürdiger Berühmtheit, als sich Donald Trump in seiner ersten Fernsehdebatte mit Joe Biden weigerte, diese ausdrücklich zu verurteilen. Viele, die Trump die Treue halten, weigern sich, das Wahlergebnis anzuerkennen.

Erneute Anfechtung der Wahlergebnisse: Republikaner wollen Untersuchung in Michigan

Update vom 8. November, 4.22 Uhr: Während Biden und Harris in Wilmington ihren Sieg feiern, versucht Donald Trumps Lager weiterhin, die Wahlergebnisse anzufechten. Ein von den Republikanern kontrollierter Gesetzgebungsausschuss leitete am Samstag in Michigan eine Untersuchung ein, um vermeintliche Unregelmäßigkeiten bei der Auszählung der Briefwahl-Stimmen zu klären. Der Fokus liegt bei auf der Stadt Detroit. Der Ausschuss will von der Stadt eine lange Liste an Dokumenten fordern, um „Bedenken“ zu zerstreuen. Bisher wurden die Behauptungen eines breit angelegten Wahlbetrugs allerdings nicht belegt.

Amerikanische Medien erklärten Joe Biden am Samstagabend zum Sieger der Präsidentschaftswahl in den USA. Ein CNN-Kommentator kämpfte im Live-TV mit den Tränen.

US-Wahl 2020: Trumps Anwälte scheitern mit einer Klage in Nevada

Update vom 8. November, 3.43 Uhr: In verschiedenen Statement, Interviews und auf Twitter behaupteten Donald Trump und sein Team immer wieder, dass seine Wahlbeobachter von den Auszählungsräumen ausgeschlossen wurden, was sie daran gehindert haben soll, mehrere Vorfälle von angeblichem Wahlbetrug zu melden. In mehreren Bundesstaaten wie Nevada und Pennsylvania hatten Trumps Anwälte daher Klagen vor Gericht eingereicht. Ein Richter in Nevada wies eine Klage jetzt aber ab und urteilte, dass die Anwälte „nicht beweisen konnten“, dass die lokalen Wahlleitungen „in irgendein Recht eingriffen hätten, dass diese oder jemand anders als Beobachter haben“. Das berichtet die New York Times. Ein weiterer Fall in Georgia wurde ebenfalls abgewiesen.

Der Fall in Pennsylvania wird indessen noch verhandelt. Dort gelang es der Trump-Kampagne laut New York Times die Wahlleitung der Stadt Philadelphia mittels des Gerichtsverfahrens dazu zu zwingen, die Beobachter bis auf etwa zwei Meter an die Tische herantreten zu lassen, an denen die Stimmen ausgezählt werden. Ursprünglich vorgesehen waren etwa sechs Meter. Dennoch konnte der Richter in Pennsylvania Trumps Anwälte dazu bewegen zuzugeben, dass die Wahlbeobachter Zugang hatten.

Nach US-Wahl 2020 wird Joe Biden Präsident - seine erste Rede hinterlässt Eindruck

Update vom 8. November, 2.58 Uhr: Joe Biden konnte den wichtigen Swing State Pennsylvania für sich entscheiden und damit den Wahlsieg einfahren. In Wilmington im Bundesstaat Delaware hält er seine erste offizielle Ansprache als gewählter Präsident. Auch die künftige Vizepräsidentin Kamala Harris spricht bei dieser Gelegenheit das erste Mal zur Nation. Ihr Auftritt schreibt Geschichte. Sie ist die erste Frau, die dieses Amt bekleiden wird. 

US-Wahl 2020: Nach wahrscheinlichem Biden-Sieg in Arizona - Trump-Team mit neuer Klage

Update vom 8. November, 0.22 Uhr: Das Team der Trump-Kampagne hat laut Informationen der New York Times eine Klage eingereicht, in der Unregelmäßigkeiten bei der persönlichen Stimmabgabe in Maricopa County im Bundesstaat Arizona behauptet werden. Ziel ist es, die Zertifizierung der Ergebnisse bis um Abschluss einer Untersuchung zu verzögern.

US-Wahl 2020 im Live-Ticker: Besondere Kirche wird zum Schicksalsort für Trump

Update vom 7. November, 23.46 Uhr: Es ist die kleine Kirche im Garten des Weißen Hauses, die zu einem Schicksalsort für Donald Trump wird. Hier hatte er sich nach seinem Amtsantritt im Januar 2017 fotografieren lassen. Hierhin ließ er sich inmitten der Corona-Pandemie von Sicherheitskräften einen Weg bahnen, um sich mit einer Bibel fotografieren zu lassen. Damals eine Botschaft an Black-Lives-Matter-Demonstranten. Jetzt scheint dies alles wie aus einem anderen Zeitalter: Vor der Kirche wird ausgelassen gefeiert. Die Erleichterung, dass die Zeit Trumps bald Geschichte zu sein scheint, wird hier besonders spürbar.

Doch nicht nur die kleine Kirche ist ein Ort der Freude. Überall im Land feiern Menschen am späten Nachmittag und frühen Abend (Ortszeit) auf den Straßen ein neues Kapitel für die USA. Dagegen stehen vielerorts auch Proteste von Trump-Anhängern. Oft sind beide Lager von der Polizei voneinander getrennt. Bisher bleib es jedoch weitestgehend friedlich. Masken werden bei den Feiern großflächig getragen, die Abstände allerdings kaum eingehalten.

Trump meldet sich nach Bidens Sieg und spricht wieder von Wahlbetrug - ohne Beweise

Update vom 7. November, 22.56 Uhr: Das Weiße Haus hatte angekündigt, dass sich Donald Trump nicht unmittelbar in einer öffentlichen Ansprache äußern werde. Dafür meldet sich der noch amtierende Präsident auf Twitter zu Wort und behauptet erneut - fälschlicherweise - die Wahl gewonnen zu haben. Er erhebt außerdem wieder Betrugsvorwürfe, ohne dafür Belege anzuführen.

US-Wahl 2020 im Live-Ticker: Donald Trump zurück im Weißen Haus - er schweigt und winkt

Update vom 7. November, 22.36 Uhr: Bei seiner Rückkehr ins Weiße Haus sprach der scheidende Präsident Donald Trump nicht mit den Journalisten, musste aber an zahlreichen Anhängern von Joe Biden und Kamala Harris vorbei, die dort den Wahlsieg feiern. Auch in Texas sind die demokratischen Wähler zum Feiern auf die Straße gegangen und haben sich vor dem Parlamentsgebäude in Austin eingefunden, wie die New York Times berichtet. Dort sollen sich nun auch hunderte Trump-Anhänger zu Protesten aufgrund der Niederlage versammelt haben. Die beiden Lager stehen sich nun gegenüber. Zu der verlorenen Wahl wird Donald Trump laut Angaben des Weißen Hauses am Samstag zumindest planmäßig nichts mehr sagen.

US-Wahl 2020 im Live-Ticker: Donald Trump wird im Weißen Haus erwartet

Update vom 7. November, 21.39 Uhr: TV-Aufnahmen zeigen, dass Donald Trump zurück im Weißen Haus ist. Ohne sich an Medien oder Menschen vor dem Haus zu richten, hat er seinen Hubschrauber verlassen und das Haus betreten. Dabei hat er wohl nur kurz den Menschen zugewunken.

Update vom 7. November, 20.58 Uhr: Ein historischer Moment vor dem Weißen Haus - was wird Donald Trump tun, wenn er das Weiße Haus betritt? Wird er vor die Medien treten? CNN-Beobachter gehen davon aus, dass Mitarbeiter aus seinem direkten Umfeld versuchen könnten, dies zu verhindern - weil er sich vielleicht nicht unter Kontrolle haben könnte.

Viele seiner Anhänger scheinen weiter die Auffassung zu vertreten, dass nicht alle Stimmen, die gezählt wurden, auch „legal“ abgegeben wurden. Dies dürfte ein Ausblick darauf sein, dass der Übergang zwischen dem 45. und dem 46. Präsidenten schwierig werden könnte - noch ist Donald Trump über 70 Tage im Amt. Davon lässt sich Kamala Harris nicht entmutigen. Sie twittert erneut: Joe Biden und ich sind bereit, im Namen des amerikanischen Volkes zu arbeiten:

Einer der ersten Handlungen wurde unterdessen bereits bekannt: Am Montag schon will der künftige Präsident Joe Biden eine Coronavirus-Taskforce zusammenbringen.

US-Wahl 2020 live: Niederlage für Donald Trump - er tut, als sei nichts passiert

Update vom 7. November, 20.58 Uhr: Nach allem, was bisher bekannt ist, hat der amtierende US-Präsident Donald Trump dem künftigen US-Präsidenten Joe Biden noch nicht gratuliert. Dies dürfte einmalig sein in der jüngeren Geschichte der USA sein.

Im Gegenteil - Trump tat offenbar demonstrativ so, als sei nichts geschehen. Nach seiner Golfrunde machte er Aufnahmen mit einem Brautpaar, das gerade im Golf-Ressort geheiratet hatte:

Inzwischen soll er unterwegs ins Weiße Haus sein. Nach CNN-Berichten hat er immer noch nicht akzeptiert, dass er die Wahl verloren hat. Vor dem Weißen Haus sollen weiter Leute enthusiastisch feiern. Inzwischen werden sie auch teilweise mit Tränengas zur Seite gedrängt, um den Weg frei zu machen, weil der Präsident in Kürze erwartet wird.

US-Präsident gewählt: Als CNN den Sieg von Joe Biden verkündet, war das Ergebnis so knapp

Update vom 7. November, 20.41 Uhr: Ein emotionaler Moment im CNN-Studio, als der Sender sich entschied, den tagelangen Wahlkrimi zu beenden und ein Ergebnis bekannt zu geben. In den USA ist es üblich, dass die Medien nach Hochrechnungen aus den Staaten das Endergebnis bekannt geben - üblicherweise noch in der Wahlnacht. Welche Emotionen sich angestaut hatten, zeigte ein CNN-Kommentator stellvertretend für wohl viele Journalisten. Van Jones brach in Tränen aus und sagte: „Jetzt ist es definitiv leichter, ein Vater zu sein.“

Wie dünn der Vorsprung von Joe Biden zu diesem Zeitpunkt war - und was die Journalisten veranlasste, das Rennen als entschieden zu erklären und ein Ergebnis zu verkünden, erklärt CNN einige Stunden später.

Update vom 7. November, 20.01 Uhr: Die lange angekündigte Pressekonferenz von Donald Trumps Anwälten fand statt - direkt nach der Verkündigung des Wahlergebnisses. In einem etwas bizarren Setting hatte Trumps Anwalt Rudy Giuliani vor der Presse die Betrugsvorwürfe der letzten Tage wiederholt - in einem Hinterhof in Philadelphia, vor einem kleinen Rednerpult. Zuerst sprach eine offensichtlich empörte Wahlbeobachterin, man hätte sie ihre Arbeit nicht machen lassen. „Ich könnte noch Hunderte Anderer sprechen lassen, die das gleiche erlebt haben“, sagte Giuliani. Dann sprach er davon, dass besonders in großen Städten falsch ausgezählt worden sei.

Journalisten mit kritischen Nachfragen mahnte er mehrfach zur Ruhe. Ob die Vorwürfe des Wahlbetrugs nicht in Staaten mit Stimmenmehrheit für Trump auch gelten würden? - so ein Journalist. „Das ist wie Äpfel mit Birnen vergleichen“, meinte Giuliani. „Mir ist kein einziger Betrugsfall aus einem Staat mit republikanischen Mehrheiten bekannt. Kein einziger!“

Trumps Twitter-Account scheint unterdessen einen Rekord aufzustellen - seit über drei Stunden gibt es keinen neuen Post. Der US-Präsident schweigt.

US-Wahl 2020 im Live-Ticker: Sieg für Joe Biden - künftige First Lady Jill Biden meldet sich zu Wort

Inzwischen hat auch die künftige First Lady, Jill Biden, einen Tweet abgesetzt. Sie meldet sich mit einem Bild von sich und ihrem Ehemann Joe Biden und schreibt dazu: Er wird ein Präsident für all unsere Familien sein.

Update vom 7. November, 19.30 Uhr: Nachdem sich offenbar halb Amerika nun auf den Straßen befindet um zu feiern , lassen auch internationale Reaktionen nicht auf sich warten. So reagieren Angela Merkel und Boris Johnson auf die Wahl von Joe Biden.

Auf den Straßen der Hauptstädte ist anhaltender Applaus und lautes Hupen zu hören. Auch am Times Square in New York kamen Tausende Menschen zusammen, um zu jubeln - mitten in der Heimatstadt von Donald Trump. Besonders in den großen Städten an der Ostküste war der neu gewählte Joe Biden beliebter als sein republikanischer Gegner Donald Trump.

Joe Biden ist „President-Elect“: Donald Trump ist unterwegs beim Golfen

Update vom 7.November, 19.00 Uhr: Überall in den USA - besonders auch in der Hauptstadt Washington - laufen die Menschen auf die Straßen und feiern den Sieg Joe Bidens.

Menschen jubeln nach Bekanntgabe des Ergebnisses am Black Lives Matter Plaza in Washington. Foto: Alex Brandon/AP/dpa

Unterdessen berichten Medien davon, dass Donald Trump anscheinend einer seiner Lieblingsbeschäftigungen nachgeht: Er soll beim Golfen sein.

US-Wahl ist entschieden: Kamala Harris gratuliert lachend Joe Biden und sich selbst - und wird dann ernst

Update vom 7. November, 18.34 Uhr: Auch Kamala Harris hat zwei Tweets abgesetzt, nachdem der Sieg bekannt gegeben war. Im ersten ist sie in einem Video zu sehen, wie sie - offenbar in Jogging-Klamotten - mit Joe Biden telefoniert: „Wir haben es geschafft, wir haben es geschafft, Joe! Du wirst der nächste Präsident der USA“, sagt sie und lacht dann:

In einem zweiten Tweet schreibt sie, weitaus ernsthafter:

„Bei dieser Wahl geht es um so viel mehr als nur um Joe und mich. Es geht um die Seele Amerikas und unseren Willen, dafür zu kämpfen. Wir haben viel zu tun. Lasst uns damit anfangen.“

Joe Biden und Kamala Harris sind gewählt

US-Wahl ist entschieden: Donald Trump erkennt Sieg Joe Bidens nicht an

Update vom 7. November, 18.12 Uhr: US-Präsident Donald Trump erkennt den Sieg seines Herausforderers Joe Biden bei der Präsidentschaftswahl nicht an. „Fakt ist: Die Wahl ist noch lange nicht vorbei“, erklärte Trump am Samstag. Biden stelle sich „fälschlicherweise“ als Sieger dar und werde dabei von seinen „Medien-Verbündeten“ unterstützt. „Sie wollen nicht, dass die Wahrheit ans Licht kommt.“ Trump kündigte neue rechtliche Schritte gegen den Wahlausgang an, berichtet die AFP.

US-Wahl 2020 live: CNN verkündet Wahlergebnis - Joe Biden wird der nächste US-Präsident

Update vom 7. November, 17.59 Uhr: Joe Biden meldet sich via Twitter zu Wort:

Ich fühle mich geehrt, dass Sie mich dazu auserwählt haben, dieses großartige Land anzuführen. Es wird viel Arbeit für uns geben. Aber ich verspreche eines: Ich werde der Präsident für alle Amerikaner sein - ob sie für mich gestimmt haben oder nicht.

US-Wahl im Live-Ticker 2020: Joe Biden ist der nächste US-Präsident - das verkündet CNN

Update vom 7. November, 17.46 Uhr: Aus der Wahlkampf-Zentrale von Joe Biden wird verkündet, dass Joe Bidens Team für heute Abend noch einen Auftritt des neu gewählten Präsidenten Joe Biden sowie der Vizepräsidentin Kamala Harris plant. Außerdem soll es ein großes Feuerwerk geben. Joe Biden wird mit 78 Jahren bei seinem Amtsantritt der älteste Präsident der USA sein.

Der Twitter-Account von Donald Trump schweigt indes. Sein letzter Tweet zeigt immer noch in Großbuchstaben, er habe die Wahl gewonnen:

Update vom 7. November, 17.31 Uhr: Joe Biden wird der nächste Präsident der USA. Das hat der US-Sender CNN soeben bekannt gegeben. Auf dem bekannten Grafiken mit dem blau-roten Balken sind die Stimmen aus Pennsylvania addiert. Biden überschreitet damit die magische Grenze der 270 notwendigen Stimmen der Wahlmänner und -frauen um drei - und erreicht 273 Stimmen. Donald Trump steht weiter bei 213 Stimmen.

Update vom 7. November, 17.29 Uhr: CNN verkündet, dass Joe Biden die US-Wahl gewonnen hat. Mehr dazu gleich hier.

Update vom 7. November, 16.46 Uhr: Der Samstag startete für Donald Trump vor dem Computer. Auf seinem Lieblings-Social-Media-Kanal Twitter postete er in der Früh gleich vier Nachrichten am Stück. Alle vier wurden von dem Unternehmen jedoch mit dem Warnhinweis „umstrittener und möglicherweise irreführender“ Inhalt gekennzeichnet. Er behauptete unter anderem, dass „zehntausende Wahlzettel illegal“ seien und erst nach dem Schließen der Wahllokale angenommen wurden.

Vor allem im umkämpften Bundesstaat Pennsylvania* soll das passiert sein. Auch sollen dort Vertreter seiner Partei nicht in Wahllokale oder Auszählzentren gelassen worden sein. „Böse Sachen sind da drinnen passiert“, schrieb er. Es war nicht das erste Mal, dass Nachrichten des US-Präsidenten mit einem solchen Hinweis versehen wurden. In den vergangenen Tagen kam es häufiger dazu. Sollte Trump auch weiterhin unbegründet über Wahlbetrug schreiben, wird Twitter wohl auch nicht das letzte Mal tätig geworden sein.

US-Wahl 2020 im Live-Ticker: Trump scheint mit der Arbeit seiner Anwälte nicht ganz zufrieden zu sein

Update vom 7. November, 16.06 Uhr: Donald Trumps Team hat bereits einige Klagen gegen die Stimmauszählung angekündigt, teils auch schon eingereicht. Für 11.30 Uhr (Ortszeit, 17.30 Uhr MEZ) kündigte Trump über Twitter in Philadelphia eine Pressekonferenz seiner Anwälte an. Doch mit deren Arbeit scheint er bisher nicht so zufrieden zu sein, berichtet zumindest ein Insider gegenüber CNN. Demnach habe Trump gefragt, warum sein Rechtsteam nicht besser aufgestellt sei. Er habe seine Leute gebeten, bessere Anwälte zu finden. Trump selbst hat sich bisher nicht näher öffentlich zu seinen Anwälten geäußert. Bis auf Statements auf Twitter, die weiterhin vor allem unbelegte Behauptungen beinhalten, ist es zurzeit eher ruhig um den US-Präsidenten im Weißen Haus.

Update vom 7. November, 14.52 Uhr: In den Sozialen Medien kursieren Videos, die angebliche Betrugsfälle bei der Stimmauszählung zur US-Wahl zeigen, immer wieder geteilt werden, häufig aber die Wahrheit verdrehen. Welche Folgen solche Videos für Wahlhelfer haben können, zeigt sich an einem Beispiel aus Fulton County, Georgia. Ein Video, millionenfach angeklickt auf Twitter, zeigt einen Mann, der an einer Schneidemaschine für die Briefumschläge sitzt und plötzlich in einer Art Wutanfall etwas zerknittern - angeblich einen Stimmzettel. Doch Richard Barron, der Wahlleiter von Fulton County, stellte am Freitag klar, nachdem er mit ihm geredet habe: Der Mann habe eine Liste mit Anweisungen weggeworfen, keinen Stimmzettel wie es im Netz behauptet wird. Schon allein die Größe des Zettels habe nicht zum Format der eigentlichen Stimmzettel gepasst.

Wegen der Anschuldigungen werde der Wahlhelfer jedoch so stark belästigt, dass er nun aus Angst sein Haus verlassen habe und bei Freunden untergekommen sei. Denn es seien auch persönliche Informationen von ihm veröffentlicht worden, darunter etwa sein Führerschein.

US-Wahl 2020 im Live-Ticker: Warum dauert das Auszählen der Stimmen so lange?

Update vom 7. November, 14.13 Uhr: Es steht immer noch kein Endergebnis für die US-Wahl fest. Warum dauert das Auszählen so lange? Mehr Informationen dazu finden Sie in diesem Beitrag.

Joe Biden bei seiner Rede in Wilmingon, Delaware.

Update vom 7. November, 13.53 Uhr: Für manche ist Donald Trump ein Narzisst, für manche ist er sogar noch schlimmer. Menschen mit narzisstischen Zügen sind schlechte Verlierer, sagt der Psychiater und Psychologe Borwin Bandelow gegenüber Focus Online. Als „Akt der Verzweiflung“ nannte er die Rede des US-Präsidenten von Donnerstagabend.

Auch Pablo Hagemeyer, Facharzt für Psychiatrie, sagt gegenüber dem Nachrichtenportal, es sei „das Waterloo jedes Narzissten“, keinen Einfluss mehr zu haben. Kommen mehrere Faktoren zusammen, könnten sich Menschen bedroht fühlen. „Er scheint wirklich zu glauben, was er da sagt“, denkt Hagemeyer. Trump und sein Team haben zuletzt viele Behauptungen auf Twitter und in Statements aufgestellt - etwa zu „illegalen Stimmen“, die nach dem Wahltag eingegangen wären oder zu Toten, die abgestimmt hätten. Konkrete Beweise dazu gibt es bisher nicht.

US-Wahl 2020 im Live-Ticker: „Fox News“-Moderatorin gibt Präsident Donald Trump einen Rat

Update vom 7. November, 13.20 Uhr: Laura Ingraham ist Moderatorin bei dem US-Sender Fox News, war Redenschreiberin in der Administration von Ronald Reagan und gilt als Trump-Unterstützerin*. In einer Sendung sagte sie nun: Wenn die Zeit kommen sollte, ein schlechtes Ergebnis zu akzeptieren, „und wir hoffen, dass es niemals so kommt“, dann müsse Präsident Donald Trump dies mit „Würde und Gelassenheit“ tun. Verlieren sei immer „schrecklich“. Und weiter: „Aber Trumps Erbe wird nur bedeutsamer, wenn er sich darauf konzentriert, das Land nach vorn zu bringen. Dann werden die Liebe und der Respekt, die seine Anhänger für ihn empfinden, noch größer werden und sein Erbe umso historisch bedeutsamer.“ Ist dies ein Zeichen dafür, dass Fox News einen Wechsel an der Spitze des Weißen Hauses anerkennt?

Update vom 7. November, 12.05 Uhr: Wird es eine friedliche Machtübergabe in den USA geben, wenn Donald Trump die US-Wahl verliert? Darüber gibt es einige Spekulationen. Mitch McConnell, Mehrheitsführer der Republikaner im Senat, hat sich am Freitag dazu geäußert. Auf die Frage eines Reporters in Kentucky antwortet McConnell: „Natürlich!“ Und weiter: „Wir hatten eine friedliche Übergabe der Macht seit 1792. Alle vier Jahre sind wir zu einer neuen Regierung übergegangen.“ Mitte Oktober hatte der US-Präsident auf die Frage geantwortet, ob er einen friedlichen Übergang akzeptieren werde: „Ja, das werde ich, aber ich möchte, dass es eine ehrliche Wahl ist.“

US-Wahl 2020 im Live-Ticker: Donald Trump und sein Team betteln um Spenden

Update vom 7. November, 11.20 Uhr: US-Präsident Donald Trump bettelt bei seinen Unterstützern um Spenden - wie es heißt für einen „Wahlverteidigungsfond“. Das Wall Street Journal schreibt, seit der Wahl würde Trumps Kampagne und das Nationalkomitee der Republikaner dutzende Nachrichten und E-Mails verschicken, in denen sie um finanzielle Unterstützung bitten. In erste Linie bräuchten sie das Geld, um Abstimmungsverfahren in Frage zu stellen. Doch es gibt noch eine Passage mit Kleingedrucktem: Demnach werde die Hälfte des Betrages verwendet, um Schulden aus dem Wahlkampf zu tilgen.

Die Politikwissenschaftlerin Miranda Yaver postete einen Teil des Schreibens von Trumps Team auf Twitter. Darin heißt es: „Bisher haben Sie all unsere Nachrichten ignoriert, in denen wir Sie gebeten habe, mit uns die Wahl zu verteidigen.“ Die Integrität der Wahl werde kompromittiert. „Wir brauchen Sie, Miranda.“ Daily Beast zitiert aus einer E-Mail im Namen von Vizepräsident Mike Pence*: „Die Ergebnisse kommen und wir sind auf dem besten Weg, groß zu gewinnen.“ Aber es sei nur eine Frage der Zeit, bis die Demokraten versuchen würden, die Wahl zu stehlen und die Ergebnisse zu manipulieren.

Laut Wall Street Journal versucht auch Joe Biden neues Geld für Rechtsstreitigkeiten zu bekommen. Trump hat bereits in mehreren US-Bundesstaaten Klagen eingereicht, weshalb damit zu rechnen ist, dass noch Manches diese US-Wahl betreffend vor Gericht ausgetragen wird.

US-Wahl 2020 live: Trump am Boden - Joe Biden gibt sich vor seinen Anhängern siegessicher

Erstmeldung vom 7. November, 10.22 Uhr: Washington, D.C./Wilmington - Auch am vierten Tag nach der US-Wahl* ist bisher noch kein Endergebnis in Sicht. In sechs US-Bundesstaaten ist noch unklar, an wen die jeweiligen Wahlleute verteilt werden. Aktuell führt der Demokrat Joe Biden mit 253 Wahlleuten zu 213 Wahlleuten - 270 Wahlleute sind nötig für den Sieg.

In Pennsylvania und Nevada führt Biden* zurzeit deutlich und kann seinen Vorsprung bisher immer weiter ausbauen. Nur in Arizona schmilzt der Abstand, sodass Trump seit Freitagabend aufholt. 20 Wahlleute aus Pennsylvania würden Biden jedoch schon zum Sieg reichen.

Am Freitagabend (Ortszeit) trat Joe Biden deshalb in Wilmington siegessicher vor seine Anhänger, konnte sich jedoch noch nicht endgültig feiern lassen. Es werden noch so viele Stimmen ausgezählt, dass Donald Trump zumindest rechnerisch noch die Chancen hat, das Rennen erneut zu drehen. Deshalb verkünden Sender wie CNN noch keinen Gewinner. „Wir haben noch keine finale Erklärung eines Sieges“, stellte Biden deshalb klar.

US-Wahl 2020: Joe Biden liegt aktuell in entscheidenden Staaten vorn

Aber die Zahlen seien eindeutig, der Wahlsieg stehe bevor. „Vor 24 Stunden waren wir in Pennsylvania* hinten, jetzt liegen wir vorne“. Auch im Staat Georgia konnte er am Freitagmorgen den amtierenden Präsidenten überholen. Und sein Abstand wird größer, laut CNN ist er zurzeit 7248 Stimmen groß. Damit könnte es sein, dass es keine automatische Neuauszählung wegen eines knappen Ergebnisses geben muss. Der Secretary of State von Georgia hatte am Freitag noch eine Neuauszählung ankündigt, sollten die Stimmen der Kandidaten zu knapp beieinander liegen.

Laut der New York Times plant das Team von Joe Biden* bereits ein potenzielles Kabinett. Das dürfte Donald Trump gar nicht gefallen. Er ließ bisher nicht erkennen, eine mögliche Niederlage einzugestehen und Biden in einer wie in den USA üblichen sogenannten „Concession Speech“ zu gratulieren und den Weg ins Weiße Haus nach der Vereidigung am 20. Januar 2021 frei zu machen.

US-Wahl 2020: Donald Trump lässt erste Zweifel an seinem Wahlsieg durchscheinen

US-Präsident Trump wiederholt auf Twitter außerdem, dass er in der Wahlnacht vorn lag, sein Vorsprung dann aber auf „wundersame Weise verschwand“. Zu erklären ist dies vermutlich mit der Reihenfolge der Auszählung der Stimmzettel: In vielen Staaten wurden zuerst die Stimmen vom Wahltag selbst ausgezählt, später folgten die Briefwahlstimmen*. Letztere werden vor allem wegen der Corona-Pandemie* und der Angst, in Wahllokal zu gehen, den Demokraten zugeschrieben, weshalb Biden nach der Wahlnacht an Stimmen zulegte.

Doch in seinem Tweet lässt Trump auch erst Zweifel an einem Wahlsieg durchscheinen. „Vielleicht kehren diese Führungen zurück, wenn unser Gerichtsverfahren voranschreitet!“, schreibt er. In einigen Staaten haben sein Team und die Republikaner bereits Klagen eingereicht, weil sie beispielsweise Unregelmäßigkeiten bei der Auszählung sehen, jedoch ohne konkrete Belege vorzulegen. Bis jetzt waren sie damit nur vereinzelt erfolgreich, etwa mit der Entscheidung des Obersten Gerichts der USA, dass im Bundesstaat Pennsylvania die nach Schließung der Wahllokale eingetroffenen Stimmzettel getrennt aufbewahrt werden müssen. Doch dies taten die Wahlhelfer bereits. Sollten die Zettel später für ungültig erklärt werden, müssen nicht alle Stimmen neu ausgezählt werden.

US-Wahl 2020: Republikaner distanzieren sich für Trumps Äußerungen

Donald Trump sorgte bisher vor allem bei vielen für Entsetzen, als er Donnerstagabend (Ortszeit) mit einem Statement vor die Presse trat. Er warf mit unbelegten Behauptungen um sich wie: „Ich habe ganz locker gewonnen, wenn man die legalen Stimmen zählt. Wenn man die illegalen Stimmen zählt, können sie versuchen, uns die Wahl zu stehlen.“ US-TV-Sender unterbrachen teilweise die Übertragungen und begründeten dies mit Lügeninhalten, die sie nicht unkommentiert stehen lassen wollten.

Auch einzelne Republikaner gingen auf Distanz und bezeichneten seine Rede als „wahnsinnig“. Der texanische Kongressabgeordnete Will Hurd schreibt auf Twitter: „Die Stelle jedes Amerikaners sollte gezählt werden.“ Damit stellt er sich gegen Trumps Forderungen. (cibo) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © ANGELA WEISS / AFP

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