Auftritt sorgt für Spekulationen

Franziska Giffeys Mann verliert Beamtenjob - Ministerin kurz darauf ohne Ehering zu sehen

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey
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Bundesfamilienministerin Franziska Giffey will über die Vorwürfe gegen ihren Ehemann derzeit nicht sprechen. (Archivbild)

Der Ehemann von Bundesfamilienministerin Franzsika Giffey hat seinen Beamtenjob verloren. Gegen das Gerichtsurteil kann noch Revision eingelegt werden. Die Gründe für die Dienstbefreiung sind kaum zu glauben.

  • Franziska Giffeys Ehemann wurde von seinem Beamtenjob in Berlin entlassen.
  • Der Partner derBundesfamilienministerin soll bei Arbeitszeiten und Dienstreisen geschummelt haben. Ob Karsten Giffey gegen das Urteil Revision einlegen will, steht noch nicht fest. 
  • Nun sorgt SPD-Frau bei einem Auftritt selbst für Aufsehen.

Update vom 11. Januar 2020, 12.18 Uhr: Nur kurz nachdem der Ehemann von Franziska Giffey seinen Beamtenjob verlor, hatte die SPD - Bundesfamilienministerin wieder berufliche Termine wahrzunehmen - allerdings: Laut bz-berlin ohne dabei einen Ehering zu tragen. Das sorgt natürlich für Getuschel und Spekulationen in Berlin. Am Freitag hat Giffey Sternsinger empfangen und das Vorwort bei einer Filmpremiere gehalten, am Abend stand dann der Neujahrsempfang von IHK und Handwerkskammer an. 

In einem dunkelblauen Kostüm erschien die 41-Jährige zum Termin. Als Schmuck wählte sie Perlenohrringe, den Ehering ließ sie jedoch laut dem Bericht weg. Für die Familienministerin durchaus unüblich hatte sie ihren Ehering doch in der Vergangenheit bei Auftritten in der Öffentlichkeit für gewöhnlich am Finger.

Normalerweise ist Franziska Giffey mit Ehering unterwegs - wie hier bei einem Termin im August 2019.

 

„Ich rede mit Ihnen über alles, darüber nicht“, sagte sie einer Reporterin von bz-berlin.de. Was sie damit meinte, geht aus dem Artikel nicht hervor - vermutlich aber die Entlassung ihres Ehemannes Karsten Giffey durch ein Verwaltungsgericht in Berlin. Dem Tierarzt wird vorgeworfen, Dienstreisen erfunden und abgerechnet sowie Arbeitszeiten nicht korrekt erfasst zu haben.

Franziska Giffey nach Schummelvorwürfen gegen Ehemann ohne Ring 

Beim Neujahrsempfang der IHK nahm sich Giffey dem Bericht nach Zeit für Selfies, Anliegen und Aufmunterungen.

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Von einem jedoch eher nicht: „Die Sache hilft ihr nicht“, sagt Berlins Bürgermeister Michael Müller (SPD) über die aktuelle Situation von Giffey. Die Familienministerin gilt für die Berlin-Wahl im nächsten Jahr als seine größte Konkurrentin. Oliver Igel, SPD-Bürgermeister von Treptow-Köpenick, zeigt sich verständnisvoller. „Eine blöde Geschichte“, sagt er. „Trotzdem wäre sie eine tolle regierende Bürgermeisterin.“   

Franziska Giffeys Mann verliert Beamtenjob in Berlin - die Vorwürfe sind enorm

Erstmeldung vom 10. Januar 2020:

Berlin - Der Ehemann von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD), Karsten Giffey, hat seinen Job als Beamter in Berlin verloren. Die Disziplinarkammer des Verwaltungsgerichts in Berlin habe ihn "mit Urteil vom 12. Dezember 2019 aus dem Dienst entfernt", sagte ein Gerichtssprecher am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Gegen die Entscheidung sei Berufung möglich.

Laut dem Wirtschaftsmagazin Business Insider war der Tierarzt Karsten Giffey beim Berliner Landesamt für Gesundheit und Soziales beschäftigt. Ihm werde vorgeworfen, seine Arbeitszeiten nicht korrekt erfasst zu haben. Außerdem soll er dem Bericht zufolge Dienstreisen abgerechnet haben, die es nicht gab.

Franzsika Giffey: Ehemann verliert Beamtenjob - Vorwürfe gegen Tierarzt

Der Gerichtssprecher äußerte sich dazu nicht. Er sagte lediglich, die schriftlichen Urteilsgründe lägen noch nicht vor. Auch Franziska und Karsten Giffey wollten sich bisher nicht zu den Vorwürfen äußern. „Die Ministerin äußert sich nicht zu persönlichen Angelegenheiten von Familienmitgliedern“, sagte eine Ministeriums-Sprecherin gegenüber Business Insider

Franziska Giffey ist seit 2018 Familienministerin. Bereits zehn Jahre zuvor heiratete sie Karsten Giffey. Im Jahr 2009 kam ihr gemeinsamer Sohn zur Welt. Auch die Bundesfamilienministerin selbst hatte in der Vergangenheit mit beruflichen Schwierigkeiten zu kämpfen. So musste sich Giffey bereits Plagiatsvorwürfen stellen. Die Freie Universität Berlin prüfte im Februar vergangenen Jahres die Doktorarbeit der SPD-Politikerin. Darum hatte die Verfasserin selbst gebeten, nachdem Plagiatsjäger der Website „VroniPlag“ auf Unregelmäßigkeiten in ihrer Arbeit hingewiesen hatten. Sogar über einen möglichen Rücktritt vom Ministerposten wurde spekuliert. Bei der Prüfung ging es darum, ob Giffey abgeschrieben oder nicht korrekt zitiert hat. Die Bundesfamilienministerin kam vor knapp einem Jahr allerdings mit einem blauen Auge davon. 

Giffeys Doktorarbeit wurde auf Plagiate untersucht - sie bekam aber nur eine Rüge

Die FU kam nun zu dem Schluss, dass es in der Dissertation zwar Mängel gebe, dass das Gesamtbild der festgestellten Mängel die Entziehung des Doktorgrades aber nicht rechtfertige. Das Universitätspräsidium hat daher beschlossen, Giffey lediglich eine Rüge zu erteilen. Ihren Doktortitel und damit auch ihren Ministerposten durfte die 41-Jährige aber behalten. Ihr Ehemann Karsten scheint nun weniger Glück zu haben. Allerdings bleibt abzuwarten, ob er Revision gegen das Urteil des Berliner Verwaltungsgerichts einlegen wird. 

Kracher bei der Berliner SPD - ist jetzt der Weg frei, für Franziska Giffey?

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