Tatort-Star Fabian Hinrichs

Die Wahrheit über Schauspieler-Gehälter

Fünf Jahre Franken-Kommissar: Am Sonntag, 1. März (20.15 Uhr, ARD), ist Fabian Hinrichs in „Tatort: Die Nacht gehört dir“ zum sechsten Mal in der Rolle des in Nürnberg ermittelnden Hauptkommissars Felix Voss zu sehen.
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Fünf Jahre Franken-Kommissar: Am Sonntag, 1. März (20.15 Uhr, ARD), ist Fabian Hinrichs in „Tatort: Die Nacht gehört dir“ zum sechsten Mal in der Rolle des in Nürnberg ermittelnden Hauptkommissars Felix Voss zu sehen.

Vermeintlich „reiche“ Schauspieler? - Das Klischee kann man getrost vergessen, sagte „Tatort“-Star Fabian Hinrichs jetzt in einem Interview: „Die Hälfte verdient etwas über 15.000 Euro Brutto pro Jahr, 70 Prozent unter 30.000 Euro, soweit ich weiß.“

Er ist einer der besten Charakterdarsteller seiner Generation, doch kaum einer weiß, dass Fabian Hinrichs einst fast einen ganz anderen, womöglich deutlich lukrativeren beruflichen Weg eingeschlagen hätte. „Ich hätte es als Jurist vielleicht irgendwohin bringen können. Wer weiß. Meine Noten waren sogar sehr gut“, verriet Franken-„Tatort“-Schauspieler Fabian Hinrichs jetzt im Interview mit der Nachrichtenagentur teleschau. Dass er irgendwann aus dem Jurastudium an die Folkwang Universität der Künste in Bochum überwechselte, habe „mit dem großen Gleichmacher“ zu tun, so der 46-Jährige: dem Tod. „Ich habe rechtzeitig eingesehen, dass mein Leben zu kurz ist, um meine Zeit mit Rechtsstreitigkeiten zu vergeuden.“

Hinrichs, dessen Vater Polizeibeamter war, erklärte in dem Interview, dass er sich als im Film und am Theater gut beschäftigter Schauspieler zwar kaum mehr finanziellen Sorgen machen müsse, befand aber, dass die Mittel „in unserer Gesellschaft sehr unfair verteilt“ seien. „Wir leben nicht in einer gerechten Gesellschaft, und das gilt es zu sehen, zu erkennen“, so Hinrichs: „Ich denke ernsthaft, jeder Pfleger, jede Krankenschwester, jeder Erzieher, jeder, der so intensiv mit und für Menschen arbeitet, müsste locker das Vierfache verdienen, wenn es gerecht zugehen soll. Auch Geisteswissenschaftler verdienen zu wenig“, sagte der in Franken „ermittelnde“ Wahlberliner der teleschau. Allerdings taugten die vermeintlich wohlhabenden Schauspieler nicht als Gegenpol. „Zwar gibt es auch da Auswüchse, und ich bin gegenüber einer Krankenschwester sicherlich privilegiert“, so Hinrichs, „aber grundsätzlich werden Schauspieler und Schauspielerinnen nicht üppig entlohnt: Die Hälfte verdient etwas über 15.000 Euro Brutto pro Jahr, 70 Prozent unter 30.000 Euro, soweit ich weiß.“

Er würde bei der „Finanzökonomie“ ansetzen, sagte Hinrichs: „Unternehmensberater, Banker, Börsen- oder Immobilienspekulanten und sicherlich auch Juristen ... Natürlich regelt hier der Markt die Verhältnisse, dennoch könnte man, finde ich, am ehesten in diesen oft überbezahlten Bereichen etwas abzwacken, um insgesamt für mehr Gerechtigkeit zu sorgen.“

Am Sonntag, 1. März (20.15 Uhr, ARD), ist Fabian Hinrichs in „Tatort: Die Nacht gehört dir“ zum sechsten Mal in der Rolle des in Nürnberg ermittelnden Hauptkommissars Felix Voss zu sehen.

teleschau

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