It-Girl vor Gericht

Paris Hilton: „Ich bin eine Überlebende von institutionellem Missbrauch“

Paris Hilton wird bis heute von den grausamen Erinnerungen an ihre Zeit auf dem Internat verfolgt.
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Paris Hilton wird bis heute von den grausamen Erinnerungen an ihre Zeit auf dem Internat verfolgt.

Bei einem Gerichtstermin in Utah erhebt Paris Hilton schwere Vorwürfe gegen die Angestellten ihres ehemaligen Internats. Durch ihr Zeugnis möchte sie abderen derartige Qualen in Zukunft ersparen.

Vergangenes Jahr hatte Paris Hilton erstmals über ihre traumatischen Erlebnisse an der Provo Canyon School in Utah gesprochen. Am Montag hat die 39-Jährige nun vor dem Gericht in Utah ein Zeugnis abgelegt und die Internatsleitung wie auch die Angestellten schwer beschuldigt.

„Mein Name ist Paris Hilton, ich bin eine Überlebende von institutionellem Missbrauch.“ - Mit diesen Worten begann Hilton laut einem Bericht des Magazins „People“ ihre Rede. Sie spreche im Namen von Hunderttausenden von Kindern, die derzeit in Pflegeheimen in den USA leben, fuhr Hilton fort. Anschließend schilderte sie, teils unter Tränen, ihre ganze grausame Geschichte.

In den 1990er-Jahren hätten ihre Eltern zunehmend die Kontrolle über Hilton verloren. Deshalb schickten sie sie auf mehrere Internate, fern ihrer Heimat New York. Eines davon sei die Provo Canyon School in Utah gewesen: „Hier war ich nicht mehr Paris. Hier war ich nur noch die Nummer 127“, erinnerte sich das Model. Bis heute habe sie einen „immer wiederkehrenden Albtraum“, in welchem sie von zwei Fremden entführt, durchsucht und in eine Einrichtung eingesperrt würde. Sie fuhr fort: „Ich wünschte, ich könnte Ihnen sagen, dass dieser quälende Albtraum nur ein Traum ist, aber dem ist nicht so.“

„Ich werde nicht aufhören, bis sich etwas verändert“

Laut eigenen Aussagen verbrachte Hilton insgesamt elf Monate in dem Internat. Während der gesamten Zeit sei die damals 16-Jährige „täglich beschimpft, psychisch und körperlich misshandelt“ worden: „Ich wurde von der Außenwelt abgeschnitten und meiner Menschenrechte beraubt. Ich durfte nicht mehr ich selbst sein“. Zudem seien ihr Medikamente verabreicht worden, die sie „taub und erschöpft machten“. Selbst beim Duschen sei sie überwacht worden: „Ich war noch ein Kind und fühlte mich jeden Tag verletzt“, erklärte Hilton.

Bis heute sei es „furchteinflößend“ über die damaligen Erfahrungen zu sprechen. Doch sie müsse es tun, da sie wisse, dass es Kinder gebe, die denselben Missbrauch erfahren. Ihre Aussage vor Gericht sei nur „der erste Schritt“. „Und ich werde nicht aufhören, bis sich etwas verändert“, so Hilton. Deshalb plädiert die Urenkelin des Hotelgründers Conrad Hilton dafür, das Internat sowie alle weiteren Einrichtungen, in denen Mitarbeiter Kinder angeblich missbrauchen, zu schließen.

Die Dokumentation „Die wahre Geschichte von Paris Hilton“, in der sie unter anderem von ihrer Zeit auf dem Internat berichtet, ist auf YouTube abrufbar.

teleschau

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