Anti-Rassimus-Kampagne

Oliver Pocher (RTL) setzt eindeutiges Zeichen nach Tod von George Floyd - 8,46 Minuten Stille

Oliver Pocher zeigte sich in seiner RTL-Show „gefährlich ehrlich“ solidarisch. Mit Ehefrau Amira setzte er ein klares Zeichen gegen Rassismus und Polizeigewalt.

  • Oliver Pocher ist ein deutscher Comedian aus Hannover und RTL-Star
  • Gemeinsam mit seiner Ehefrau Amira basht der Komiker regelmäßig Influencer und stänkert gegen Stars. Mit ihrer TV-Show „Pocher - gefährlich ehrlich“ hoben sie die Hetzjagd noch in eine andere Liga.
  • Doch jetzt überraschte Oliver Pocher mit einem klaren Zeichen gegen Rassismus

Hannover - Hau-drauf-Comedian Oliver Pocher (42) zeigte sich in seiner TV-Show „Pocher - gefährlich ehrlich!“ (4. Juni) ernst, mitfühlend und solidarisch - ganz anders als man den Komiker aus Hannover sonst so kennt. Kein neues Gehetze gegen Influencer, kein Spotten über irgendwelche Stars und Sternen und auch keine neue Parodie - jedenfalls nicht in den ersten 8.46 Minuten der Sendung. Stattdessen begannen der Comedian und seine Frau Amira Pocher (28), die kürzlich über das Eheleben der beiden auspackte, die Folge mit einer entschlossenen Ansprache, worin sie auf den skandalösen Vorfall um George Floyd (46) eingingen.

„Auf dieser Welt ist kein Platz für Rassismus“ - mit diesen Worten beziehen die beiden eine klare Position und forderten danach zu einem Moment der Stille auf. Dieser dauerte aber nicht wie normalerweise eine Minute, sondern ganze 8.46 Minuten - denn solange habe der Afroamerikaner bei dem Polizeieinsatz in Minneapolis um sein Leben gefleht.

Kinder:Nayla Alessandra Pocher, Elian Pocher, Emanuel Pocher
Geboren:18. Februar 1978 (Alter 42 Jahre), Hannover
Größe:1,70 Meter
Ehepartnerinnen:Amira Pocher (verh. 2019), Alessandra Meyer-Wölden (verh. 2010–2014)
Filme:Vollidiot, Hanni & Nanni, Hui Buh – Das Schlossgespenst,
Fernsehsendungen:Pocher - gefährlich ehrlich!, TV total, Die Oliver Pocher Show

Oliver Pocher (RTL): Comedian zeigt sich in seiner TV-Show ernst und solidarisch

„Was hat sich der Pocher denn schon wieder geleistet!“ - ein Satz, der wahrscheinlich oft mit dem Krawall-Komiker verbunden wird und der eher negativ behaftet ist. Doch die letzte Folge „Pocher - gefährlich ehrlich!“ (4. Juni) mag dazu beigetragen haben, dass diese Worte nun ganz anders mit Oliver Pocher in Zusammenhang gebracht werden. Denn dieses Mal lernten die Zuschauer einen ganz anderen Oli kennen, einer der ernsthaft sein kann, sich mitfühlend zeigt und sich entschlossen gegen Rassismus auf dieser Welt stellt. Kaum zu glauben, oder?

Ansonsten schlägt der Komiker aus Hannover doch nur wie ein kleines Kind wild um sich, macht Thailand und Amerika mit Papa Gerhard unsicher, stänkert gegen zahlreiche Stars und Sternchen und geht seinem Lieblingshobby, der Influencer-Hetzjagd, nach. Erst kürzlich schoss Oliver Pocher in seiner TV-Show „Pocher - gefährlich ehrlich“ wieder gegen Laura Müller, die Verlobte des ewigen Erzrivalen Michael Wendler. Auch Musiker Tom Kaulitz und seine Frau Topmodel Heidi Klum gerieten ins Visier des Moralapostels. Lieblingsopfer Nummer eins ist allerdings immer noch Influencerin Anne Wünsche, ein Gericht verpasste ihm jetzt wegen seines Bashings sogar einen Maulkorb und ihm droht eine saftige Strafe. Für solche Hetztiraden ist Pocher bekannt und dafür wird er geliebt oder eben gehasst. Deswegen hat wohl auch niemand jetzt mit einem so ernsten Beitrag in seiner TV-Show gerechnet.

Oliver Pocher (RTL): Komiker und seine Frau Amira verurteilen Polizeigewalt gegen George Floyd

Ganz besonders nicht, weil Oliver Pocher sich zuvor noch über die „#BlackOutTuesday“-Aktion lustig machte und Influencer sowie Stars dafür kritisierte. Für diese sinnlose Hau-drauf-Aktion kassierte er auch direkt die Retourkutsche auf Twitter. Möglicherweise ist der Krawall-Komiker nun deswegen zurückgerudert und hat sich bei „Pocher - gefährlich ehrlich!“ doch entschieden gegen Rassismus positioniert. Aus welchen Gründen auch immer ein Umdenken in Pochers Schrumpf-Hirn stattgefunden hat, für die jetzige Performance in seiner TV-Show kann man schon mal applaudieren. Chapeau, Oli! Das hast du gut gemacht.

In der Folge präsentierten sich Oliver und Amira Pocher in schwarzen T-Shirts mit der Aufschrift „nicht egal!“ und sprachen noch einmal über den gewaltsamen Polizeieinsatz, bei dem der Afroamerikaner George Floyd in Minneapolis zu Tode kam. Das Promipaar betonte, dass Floyd bei seiner Verhaftung kein aggressives Verhalten gezeigt habe und immer wieder deutlich gesagt habe „I can‘t breathe“. Als er zu Boden gegangen war, hätten sich drei Beamte auf ihn gestürzt. Einer davon sei für genau 8.46 Minuten auf dem Nacken des Afroamerikaners knien geblieben, solange bis dieser starb. „Rassismus tötet und Rassismus ist nicht nur ein amerikanisches Problem“, meinte Amira. Deswegen wolle das Entertainer-Duo zu Beginn der Sendung ein klares Zeichen setzen - auch die Zuschauer hatten die Möglichkeit, an dieser Aktion teilzunehmen.

Oliver Pocher (RTL): Zuschauer der TV-Show beteiligten sich an Anti-Rassismus-Aktion des Entertainer-Duos

Dafür konnte jeder Zuschauer seinen Namen an Oliver Pochers Instagram-Profil oder an die RTL-Adresse schicken. „Acht Minuten und 46 Sekunden hat George Floyd um sein Leben gerungen“, wiederholte Amira Pocher noch einmal, bevor absolute Stille im Studio einkehrte. Alle Namen derer, die sich an der Aktion beteiligt hatten, liefen daraufhin am unteren Rand des Bildschirms ein. Zudem lief ein Countdown ab, mit dem das Entertainer-Paar wohl verdeutlichen wollte, wie lang sich die 8.46 Minuten angefühlt haben müssen, in denen der Afroamerikaner um sein Leben kämpfte.

Oliver Pocher und seine Ehefrau Amira setzen in ihrer TV-Show ein klares Zeichen gegen Rassismus (Foto-Montage).

Ein wahnsinniges Zeichen haben Oliver Pocher und seine Amira mit ihrer Anti-Rassismus-Aktion da gesetzt und auch im Kampf gegen Pädophile konnte das Krawall-Duo einen Etappensieg feiern. Nun würde Amira ein Kindesmissbrauchs-Video geschickt. Doch es kam noch schlimmer: Oliver Pocher erhielt per E-Mail Post von einem Pädophilen.

Doch mit einem freizügigen Instagram-Bild schockierte Oliver Pocher seine Fans - und verlor viele Sympathien. Auch Heidi Klum nahm Anteil am Schicksal des Afroamerikaners, allerdings nicht in der TV-Show, sondern sie postete ein schwarzes Bild auf ihrem Instagram-Account. Dafür regnete es auch direkt einen Shitstorm. Ebenso mischte Dieter Bohlen in der Anti-Rassismus-Debatte um Georg Floyd mit.

Quelle: nordbuzz.de

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