Schauspielerin befürchtet Lockdown

Michaela Schaffrath: Nach Fressattacken und Corona-Sorgen – Bremerin freut sich auf Theater-Neustart

Schauspielerin Michaela Schaffrath plagen Sorgen vor einer zweiten Corona-Welle. Die Bremerin berichtete in der ZDF-Show „Volle Kanne“, wie sie plötzlich nicht mehr arbeiten konnten.

  • Schauspielerin Michaela Schaffrath stand in der Corona-Krise plötzlich ohne Arbeit da.
  • Die Schauspielerin aus Bremen hat Angst vor einem zweiten Corona-Lockdown.
  • Michaela Schaffrath hatte Corona-Fressattacken.

Bremen - Wenn alles gut geht, werde Michaela Schaffrath im Oktober wieder Theater spielen. Sicher ist sich die Schauspielerin aus Bremen jedoch noch nicht. Sie hofft, dass es nicht zu einem weiteren Coronavirus-Lockdown kommt. Das würde erneut das Aus für ihre Jobs bedeuten, wie sie in der ZDF-SendungVolle Kanne“ berichtete.

Geboren:06.12.1970, 49 Jahre alt
Lebensgefährte:Carlos Anthonyo
Wohnort:Bremen
Beruf:Schauspielerin

Michaela Schaffrath: Corona zieht Bremer Schauspielerin den Boden unter den Füßen weg

Die Corona-Zeit habe Michaela Schaffrath und ihrem Partner Carlos Anthonyo „den Boden unter den Füßen weggezogen“. Von einem Tag auf den anderen haben beide keine Arbeit mehr gehabt. Ihr Lebenspartner ist der Fotograf Carlos Anthonyo, mit dem sie in ein Haus in Bremen gezogen ist. „Ich würde jetzt eigentlich Theater spielen. Es sind Filmdrehs weggebrochen, bei ihm sind Aufträge weggebrochen und dann stand man erstmal da und war wie gegen die Wand gefahren“, erinnert sich die 49-Jährige.

Die Bremer Schauspielerin Michaela Schaffrath und ihr Lebenspartner Carlos Anthonyo sind schwer von der Corona-Krise getroffen worden.

Mit beruflichen Talfahrten kennt sich Michaela Schaffrath aber aus. In den Jahren 2007 und 2008 hatte sie mit einem Karriereknick zu kämpfen. Auch damals habe sie kein Geld mehr verdient. Hinzu kam noch ein persönlicher Schicksalsschlag: Sie trennte sich von ihrem ersten Mann und dachte schließlich darüber nach, in ihren alten Beruf als Kinderkrankenschwester zurückzukehren. Derzeit lebt sie als Schauspielerin von Arbeitslosengeld und bezeichnet sich in diesem Zusammenhang als privilegiert.

Michaela Schaffrath: Bremer Schauspielerin kämpft gegen Corona-Fressattacken an

Die Zeit zu Hause habe Michaela Schaffrath genutzt, um gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten ihr Haus in Bremen zu sanieren. Aber sie habe auch unglaublich viel gebacken. Und das genau scheint sich nun zu rächen. Dass die Fitnessstudios geschlossen waren, sei für sie ein ganz großes Problem gewesen, beichtet die Schauspielerin. Sie habe ganz viel ausprobiert in der Küche. „Das muss ja auch alles gegessen werden“, gibt die 49-Jährige ganz unverblümt zu.

Besser geschmeckt als die Mahlzeiten, die Michaela Schaffrath im RTL-Dschungelcamp vorgesetzt bekam, scheint es gewesen zu sein, denn: Vor dem Start in ihren neuen Theaterjob versucht sie, die Pfunde wieder loszuwerden. Um wieder fit zu werden und in die Kostüme zu passen, zieht Michaela Schaffrath daher ein Fastenprogramm durch. 16 Stunden am Tag darf sie nichts essen. Aber nicht nur in Vorbereitung auf die Bühne verzichtet die Bremerin auf das Essen. Sie bereite auch die „Fressattacken, die man so hatte“ aus der Corona-Zeit nach, erklärt sie.

Michaela Schaffrath: Bremer Schauspielerin hat große Angst vor Theatersterben

Auch wenn sich Michaela Schaffrath bereits auf ein neues Theaterstück vorbereitet, hat die Bremerin große Angst davor, dass es zu einem neuen Corona-Lockdown kommt. Auch um die Zukunft des Theaters macht sie sich große Sorgen. „Es bricht mir das Herz“, sagt sie, wenn sie über das Theatersterben nachdenke. „Ich möchte mir das gar nicht vorstellen“, sagt die Schauspielerin, „es ist schon echt übel, was da im Moment passiert.“

Die strengen Auflagen für das Theater sieht die Ex-Dschungelcamperin nicht als Problem. Kussszenen werde es wohl nicht geben. Ihr Spielpartner werde von ihr eher „vermöbelt“. Zu viel wolle sie aber nicht verraten. Solange alle ihre Pläne nun nicht noch über den Haufen geworfen werden, steht sie also ab Oktober wieder auf der Bühne in Bonn.

Michaela Schaffrath: Gelernter Kinderkrankenschwester blutet das Herz

Michaela Schaffrath muss also nicht wie im Jahr 2008 befürchten, ihre Arbeit als Kinderkrankenschwester wieder aufnehmen zu müssen. Im Gespräch mit ZDF-Moderatorin Nadine Krüger zeigt sie sich aber dennoch bestürzt darüber, dass Kinderstationen schließen mussten. „Im Moment blutet mir das Herz, wenn ich sehe, was da passiert“, sagt die Bremerin. Das Kapitel habe sie aber auch nie ganz abgeschlossen. Kehrt sie der Schauspielerei also vielleicht bald den Rücken? (Von Mirja Mader)

Rubriklistenbild: © picture alliance/Georg Wendt/dpa

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