Satiriker in der Kritik

„Mich erinnert das an finsterste DDR-Zeiten“: Uwe Steimle äußert sich zu MDR-Rauswurf

Uwe Steimle äußerte sich in einem Interview zum Rauswurf beim MDR.
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Uwe Steimle äußerte sich in einem Interview zum Rauswurf beim MDR.

Nachdem der MDR die Zusammenarbeit mit Uwe Steimle im Dezember beendet hatte, äußerte sich der Satiriker nun zum Rauswurf und zu den Vorwürfen gegen ihn.

Er zweifelte in seiner Sendung „Steimles Welt“ an der Unabhängigkeit der Öffentlich-Rechtlichen, verbreitete Gerüchte über Geflüchtete - und wurde dafür schließlich im Dezember von seinem Haussender MDR rausgeworfen. Nun äußerte sich der umstrittene Satiriker Uwe Steimle in einem Interview zu den Geschehnissen: „Mich erinnert das an finsterste DDR-Zeiten, wo es vielen Künstlern ähnlich erging“, sagte er gegenüber der Zeitschrift „Super Illu“ zu seinem Rauswurf. Er habe „beide Systeme erlebt“, so der 56-Jährige, und lasse sich „da nichts einreden“: „Das läuft heute halt mit feinerer Klinge.“

Weiter kritisierte Steimle: „Eine Gesellschaft, die beginnt, ihre Kasper zu köpfen ... in der liegen die Nerven blank“. Als Satiriker müsse er nicht loyal sein, sondern habe „Wunden“ der Gesellschaft aufzureißen. Unter anderem hatte man den Sachsen dafür kritisiert, dass er sich mit einem T-Shirt mit dem Aufdruck „Kraft durch Freunde“ hatte fotografieren lassen. Steimle rechtfertigte sich im Interview: „'Kraft durch Freunde' war das Lebensmotto von Werner Finck, einem Kabarettisten, der im Dritten Reich im KZ saß. Was bitte will man mir unterstellen?“

Hinsichtlich seiner politischen Einstellung sagte Steimle: „Ich habe mich nicht für die AfD oder Pegida eingesetzt, weil ich die so sympathisch finde. Aber sehr wohl dafür, mit ihnen zu reden. Wenn 25 Prozent der Menschen die AfD wählen, dann kann man die doch nicht ignorieren.“

teleschau

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