Klimaaktivistin erhält den Gulbenkian-Preis für Menschlichkeit

„Mehr Geld, als ich mir überhaupt vorstellen kann“: Greta Thunberg will Preisgeld spenden

Greta Thunberg ist die erste Preisträgerin des neu geschaffenen Preises für Menschlichkeit.
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Greta Thunberg ist die erste Preisträgerin des neu geschaffenen Preises für Menschlichkeit.

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg erhält den neu geschaffenen Preis für Menschlichkeit von der Gulbenkian-Stiftung. Das gesamte Preisgeld in Höhe von einer Million Euro möchte die 17-Jährige verschiedenen Organisationen spenden.

Für ihren hartnäckigen Einsatz im Kampf gegen den Klimawandel wurde Greta Thunberg mit dem Preis für Menschlichkeit der portugiesischen Gulbenkian-Stiftung ausgezeichnet. Das Preisgeld in Höhe von einer Million Euro möchte die 17-jährige Schwedin nun „so schnell wie möglich“ spenden.

„Ich fühle mich unglaublich geehrt und bin sehr dankbar“, verkündete Thunberg in einem Video auf ihrem Instagram-Account. Der Preis bedeute ihr sehr viel und sie hoffe, er helfe ihr dabei, „mehr Gutes in der Welt zu tun“. Weiter erklärt sie: „Das Preisgeld von einer Million Euro ist mehr Geld als ich mir überhaupt vorstellen kann.“ Über ihre Stiftung wolle sie die Summe nun an verschiedene Organisationen und Projekte spenden, die sich gegen die Klimakrise und für eine nachhaltige Welt einsetzen. Ein besonderer Fokus soll dabei auf Projekten auf der Südhalbkugel liegen.

„Wir befinden uns in einer klimatischen Notlage“

„Wir befinden uns in einer klimatischen Notlage“, schreibt Thunberg in dem Post zu dem Video, das bereits mehr als 1,8 Millionen-mal aufgerufen wurde. Deshalb solle das Geld „so schnell wie möglich“ verteilt werden. Zunächst sollen jeweils 100.000 Euro an die von den brasilianischen Fridays For Future geleitete Amazonien-Kampagne sowie die Stop Ecocide Foundation gehen. Erstere setzen sich für die Bekämpfung des Coronavirus im Amazonasgebiet ein. Letztere wollen die Umweltzerstörung zu einem internationalen Verbrechen deklarieren.

Der Preis für Menschlichkeit wurde in diesem Jahr erstmals verliehen. Neben Thunberg waren 135 andere Personen aus 46 Ländern nominiert. Die Finanzierung des mit einer Million Euro dotierten Preises stammt auf der privaten portugiesischen Gulbenkian-Stiftung. Wie der Leiter der Preisjury, Jorge Jorge Sampaio, betonte, habe eine große Mehrheit für Thunberg gestimmt. Denn sie habe es geschafft, insbesondere junge Menschen für den Klimaschutz zu mobilisieren.

teleschau

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