Missbrauchsvorwürfe

Kate Winslet bereut Zusammenarbeit mit Woody Allen und Roman Polanski: „Was zur Hölle habe ich getan?“

Kate Winslet würde im Nachhinein nicht mehr mit den Regisseuren Woody Allen und Roman Polanski zusammenarbeiten. "Was zur Hölle habe ich getan?", fragte sie in einem Interview.
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Kate Winslet würde im Nachhinein nicht mehr mit den Regisseuren Woody Allen und Roman Polanski zusammenarbeiten. „Was zur Hölle habe ich getan?“, fragte sie in einem Interview.

Woody Allen und Roman Polanski gelten als geniale Filmemacher, wurden in der Vergangenheit aber auch immer wieder mit Vorwürfen von sexuellem Fehlverhalten konfrontiert. Hollywoodstar Kate Winslet bezog nun in einem Interview Stellung - und war um drastische Worte nicht verlegen.

Kate Winslet rechnet mit Woody Allen und Roman Polanski ab - und daneben auch mit sich selbst: In einem Interview mit „Vanity Fair“ hat die Schauspielerin zum verbalen Rundumschlag gegen die Regisseure ausgeholt. „Was zur Hölle ich getan, indem ich mit Woody Allen und Roman Polanski gearbeitet habe?“, entgegnete Winslet auf die Frage, wie sie manche ihrer Karriereentscheidungen heute bewerten würde. „Es ist für mich jetzt unglaublich, dass diese Männer in der Filmindustrie so hoch geschätzt wurden. Es ist eine verdammte Schande“, teilte die Oscargewinnerin („Der Vorleser“) aus.

Die 44-Jährige betonte jedoch, sie übernehme die Verantwortung dafür, mit den beiden Filmemachern gearbeitet zu haben. „Ich kann die Uhr nicht zurückdrehen. Ich setze mich mit diesem Bedauern auseinander, aber was haben wir, wenn wir nicht in der Lage sind, verdammt wahrheitsgetreu über all das zu sprechen?“, beschrieb Winslet ihre Gefühlswelt. Die Schauspielerin spielte in Roman Polanskis Film „Carnage“ (2011) und stand für Woody Allen in „Wonder Wheel “ (2017) vor der Kamera.

Missbrauchs- und Vergewaltigungsvorwürfe gegen Woody Allen und Roman Polanski

Gegen Woody Allen stehen seit Anfang der 1990er-Jahre Missbrauchsvorwürfe im Raum: Der vierfache Oscarpreisträger soll sich an seiner damals erst siebenjährigen Adoptivtochter Dylan Farrow vergangen haben. Die Anschuldigungen, die erstmals im Sorgereichtsstreit mit seiner damaligen Frau Mia Farrow erhoben wurden und im Zuge der „MeToo“-Debatte neu aufflammten, hat der vierfache Oscarpreisträger stets zurückgewiesen. Zu einem Verfahren kam es infolge eines entlastenden rechtsmedizinischen Gutachtens nicht.

Polanski hingegen hatte bereits 1977 Negativschlagzeilen gemacht, als der Filmemacher zwar verbotenen sexuellen Kontakt mit einer 13-Jährigen zugab, sich dann aber nach Frankreich absetzte, um einem Gerichtsverfahren in den USA zu entgehen. 2019 kam erneut ein schwerer Vorwurf an die Öffentlichkeit, als die Französin Valentine Monnier behauptete, sie sei 1975 von Polanski vergewaltigt worden. Polanski ließ damals über seinen Anwalt erklären, die Vorwürfe seien haltlos.

teleschau

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