Zu viel des Guten?

Jörg Pilawa: Schiefe Töne bei Silvestershow – Karriere-Aus für Moderator?

Jörg Pilawa wollte in der ARD-Silvestershow für Stimmung sorgen und griff zum Mikro für eine Gesangseinlage. Könnte ihn das nun seine Karriere kosten?

Hamburg – Jörg Pilawa ist für die ARD ein wichtiges Werbegesicht und schon seit vielen Jahren ein Zuschauermagnet. Jetzt hat er allerdings eher abgestoßen als angezogen, denn die Fans sind gerade so gar nicht begeistert von dem Moderator. Mit seiner Aktion in der „Silvestershow mit Jörg Pilawa“, die früher das „Musikantenstadl“ mit Andy Borg war, sorgte er für viel Kritik, nervte die Zuschauer und fachte sogar Spekulationen um ein mögliches Ende seiner TV-Karriere an.

Dabei sollte in der jährlichen Sendung zum Jahreswechsel eigentlich nur ein wenig gute Stimmung verbreitet werden, weshalb auch viele hochkarätige Gäste ins Studio geladen wurden. Eine ganz besondere Musikperformance hatte die ARD ebenfalls für die Zuschauer vor den TV-Bildschirmen geplant – ein Debüt von Peggy March.

Geboren7. September 1965 (Alter 55 Jahre), Hamburg
Größe1,87 m
EhepartnerinIrina Pilawa (verh. 2006)
Kinder Nova Pilawa, Emmy Pilawa, Finn Pilawa, Juri Pilawa
BücherBin ich eigentlich bekloppt? Vom Mut, die richtigen Dinge zu tun, Pilawas ganze Welt des Wissens: Fragen, Fakten, Phänomene, Pilawas Allgemeinwissen: Spannende Fragen - schlaue Antworten, Pilawas Mittelalter: eine vergnügliche Zeitreise durch die Jahrhunderte, Pilawas Zeitreise: Rätselhaftes und Überraschendes aus unserer Geschichte

Jörg Pilawa: Gesangstalent Fehlanzeige – diese Einlage hätte er sich besser gespart

Jörg Pilawa ist ein Top-Moderator, der seinen Job nie eintauschen würde und der sich darauf versteht, seine Gäste in Szene zu setzen und eine Show gut aussehen zu lassen. Ein Talent ist allerdings an dem TV-Star vorbeigegangen: der Gesang. Trotzdem ließ Pilawa es sich in der diesjährigen Silvestershow nicht nehmen, selbst zum Mikrofon zu greifen und mit seinen Gästen aus der Schlagerbranche ein paar Takte mitzusingen – sehr zum Missfallen vieler Zuschauer.

„Wenn Jörg Pilawa an Silvester zu singen anfängt, weiß man, das Ende ist nah“, mosert ein User auf Twitter und fügt direkt noch spitz hinzu: „Zu mehr als „Da da da“ reichts gesangstechnisch auch nicht.“ Eine andere Twitter-Nutzerin beschwert sich ebenfalls, dass die den „Gesang“ nicht aushalte und fragt die ARD vorwurfsvoll: „War dieses Jahr nicht schon schlimm genug?“

Jörg Pilawa blamiert sich in seiner Silvestershow und kriegt Hate im Netz - trotz Stargast (nordbuzz.de-montage.de).

Auf Instagram hagelt es ebenso negative Kommentare für die Gesangseinlage des Moderators, wobei dort auch ein wenig Mitleid dabei ist. Eine Followerin schreibt unter einem Beitrag auf dem offiziellen Account von Jörg Pilawa zum Beispiel: „Warum nur muss ein guter Showmaster sich bei so einem schlechten Playback blamieren? Das haben Sie nicht nötig! Frohes neues Jahr.“

Jörg Pilawa: Peggy March als besonderer Gast – mit einem exklusivem Debüt

Dabei hatte die ARD-Silverstershow rund um Jörg Pilawa, der mit dem „Quizduell“ bekannt wurde, so spektakulär werden können. Die Gästeliste war voller Berühmtheiten aus der Schlagerszene und Peggy March war wohl der Star des Abends. Für die Show hatte die Musikerin ein ganz besonderes Musikstück im Gepäck, das sie bereits vor knapp 40 Jahren schrieb, allerdings noch nie selbst im Live-TV sang. „When the rain begins to fall“ wurde 1984 durch Jermaine Jackson, den großen Bruder von Michael Jackson, und Pia Zadora weltberühmt gemacht. Was bisher nicht jeder wusste: Der Song stammt eigentlich aus der Feder von Peggy March.

In der Silvestershow der ARD war es dann soweit. Die Schlager-Ikone sang ihren Song, der ihr 1984 zum ersten Mal einen Platz 1 in den Charts als Komponistin einbrachte, das allererste Mal – wenn auch vor einem Corona-bedingt leeren Studio – selbst live im Fernsehen. Der Auftritt Pilawas legte dann einen Schatten über das TV-Ereignis. An der vielen Kritik ist er allerdings nicht ganz allein schuld.

Jörg Pilawa: Seine Silvester-Show empört die Zuschauer – wo sind die Corona-Abstände?

Nicht nur die miserable Gesangseinlage von Jörg Pilawa schockierte das Publikum am Abend des Jahreswechsels. Zuschauer, die sich zu Hause in den heimischen Wohnzimmern das TV-Event, das früher der „Musikantenstadl“ war, ansahen, mussten mit Erschrecken feststellen, dass in der Sendung auf Corona-Maßnahmen und Abstände gelinde gesagt gepfiffen wurde.

„Kein gutes Beispiel“, finden viele User unter dem Facebook-Beitrag zur Silvestershow auf der Seite der ARD. Auch das halbherzige Feuerwerk und die anmutende „Probenstimmung“ der Show werden kritisiert. „Für sowas soll man noch GEZ-Gebühren bezahlen?“, motzt ein Nutzer, während ein anderer noch einmal gegen Pilawa austeilt: „Andy [Borg] moderiert die Sendung besser.“

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