Mitten in Hamburg

Jan-Fedder-Platz: Denkmal auf dem Kiez - CDU will Hamburger Legende ehren

Der Todestag von Jan Fedder hat sich im Dezember gejährt. Nun soll nach dem „Großstadtrevier“-Star ein Platz in Hamburg benannt werden. Darauf drängt die CDU.

  • ARD-Legende starb am 30. Dezember 2019 an den Folgen eines Krebsleidens.
  • Hamburgs CDU will Schauspieler mit Platz oder Straße ehren.
  • Ausnahme für Jan Fedder: Eigentlich ist Ehrung erst zwei Jahre nach dem Tod möglich.

Hamburg – Sein Tod löste deutschlandweit große Trauer aus: Vor einem Jahr erlag TV-Schauspieler Jan Fedder in Hamburg seinem langjährigen Krebsleiden. Doch bis heute lebt er in den Herzen vieler Fans weiter. Vor diesem Hintergrund will die CDU-Fraktion in der Hamburger Bürgerschaft der Kiez-Legende ein besonderes Denkmal setzen und einen Platz in der Hansestadt Hamburg* nach ihm benennen. „Jan Fedder war einer der ganz großen Volksschauspieler. Mit seinem Tod hat Hamburg ein Original verloren, dessen Charme, Strahlkraft und Integrität unsere schöne Hansestadt weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt machte“, erklärte André Trepoll, Sprecher der CDU-Fraktion für die Bezirke.

Name:Jan Fedder
Geboren:14. Januar 1955, Hamburg
Verstorben:30. Dezember 2019, Hamburg
Bestattet:16. Januar 2020, Friedhof Ohlsdorf, Hamburg
Ehepartnerin:Marion Fedder (verh. 2000)

Damit bekräftigte die Union anlässlich des Todestages von Jan Fedder eine alte Forderung. Bereits im vergangenen Jahr hatte sie einen entsprechenden Antrag in die Bürgerschaft eingebracht. Es sei eine Selbstverständlichkeit für die CDU-Fraktion, „einen solch bedeutenden Künstler zu ehren und sein Andenken für die Nachwelt zu erhalten.“ Man könne sich gut vorstellen, einen Teil des Spielbudenplatzes direkt vor der Davidwache oder eine Straße im Umfeld zu Ehren des Ehrenkommissars der Hamburger Polizei umzubenennen. Das würde dem eingefleischten „Sankt Paulianer“ Jan Fedder gerecht werden.

Jan Fedder: Ein Jahr nach seinem Tod lebt ARD-Legende in den Fan-Herzen weiter

Verkörperte den Hamburger Kiez: TV-Schauspieler Jan Fedder.

Die ARD-Legende hatte in seiner Rolle als Dirk Matthies in der Serie „Großstadtrevier“ absoluten Kult-Status erreicht. Vor gut einem Jahr, nämlich am 30. Dezember 2019, war er allerdings im Alter von 64 Jahren in seiner Wohnung in St. Pauli an einem langen Krebsleiden verstorben. Sein Tod hinterließ zahlreiche gebrochene Fan-Herzen. Zuletzt verabschiedete der NDR die Fedder-Rolle von Bauer Kurt Brakelmann aus der Produktion „Neues aus Büttenwarder“.

Zwei Wochen nach seinem Tod verabschiedeten sich 2000 Freunde und Verwandte von ihrem Freund und Idol. Die Trauerfeier fand im Hamburger Michel statt – so wie sie sonst nur für ehemalige Staatspolitiker zelebriert wird. Tausende Menschen erwiesen Jan Fedder anschließend noch die letzte Ehre bei einem Trauer-Konvoi über die Reeperbahn – seinem Heimat-Kiez. Seine letzte Ruhestätte, der Friedhof in Hamburg-Ohlsdorf, ist seitdem für seine vielen Fans zu einer Art Pilgerstätte geworden. Allerdings wurde das Grab in den vergangenen Monaten auch immer wieder Opfer von Vandalismus.

Jan-Fedder-Platz: Hamburger Senat signalisiert Zustimmung

Wie schnell genau nun ein Platz nach dem ARD-Schauspieler benannt werden kann, ist noch unklar. Eigentlich sehen die Regelungen in Hamburg vor, dass dies frühestens zwei Jahre nach dem Tod einer Persönlichkeit möglich ist. Mit dem Antrag in der Bürgerschaft drängt die CDU nun auf eine Ausnahme. Grundsätzlich signalisierte die rot-grüne Landesregierung bereits Zustimmung. Unter anderem hatte sich Kultursenator Carsten Brosda (SPD) positiv über dieses Vorhaben geäußert, das auch von der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte unterstützt wird. Der Senat habe es selber in der Hand, das Anliegen nun schnell umzusetzen, schreibt Trepoll.

In der Hansestadt Hamburg genießt Jan Fedder großes Ansehen. Das zeigte sich erst kürzlich, als der Senat eine Umfrage startete und Namensvorschläge für neue Schulen suchte. So plant die Stadt wegen des starken Zuzugs den Neubau von 44 zusätzlichen Lehranstalten. An der Namenssuche beteiligten sich die Hamburger rege. 454 Bürger folgten dem Aufruf und reichten 717 Vorschläge ein. Der am häufigsten genannte Namenspatron war dabei Jan Fedder. Angesichts der ungebrochenen Beliebtheit des TV-Stars kann also damit gerechnet werden, dass die CDU als Oppositionspartei ausnahmsweise einmal mit ihrer Initiative bei den Regierungsfraktionen offene Türen einrennt. // *24hamburg.de und nordbuzz.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © dpa/picture-alliance/Thorsten Jander/ARD

Das könnte Dich auch interessieren

Kommentare