Abschied von Kurt Brakelmann

Jan Fedder (ARD): Abschied von „Neues aus Büttenwarder“ – Bauer Brakelmann-Geheimnis enthüllt

ARD-Legende Jan Fedder ist tot - auch in der NDR-Produktion „Neues aus Büttenwarder“. Das Geheimnis um die letzte Ruhestätte von Bauer Kurt Brakelmann ist enthüllt.

  • Abschied aus Büttenwarder: „Der Tod ist ein sturer Arsch“ kommt in der Weihnachtszeit.
  • Jan Fedder verstarb im Dezember vergangenen Jahres in Hamburg
  • Berühmt wurde der ARD-Star vor allen durch seine Rollen bei „Großstadtrevier„ und „Neues aus Büttenwarder

Hamburg - Mit der Folge „Der Tod ist ein sturer Arsch“ greift die ARD-SerieNeues aus Büttenwarder“ den Tod von Jan Fedder auf. Der beliebte Hamburger Schauspieler starb im Dezember 2019 nach einer langjährigen Krebserkrankung. Am 14. Januar, dem Tag seines 65. Geburtstags, fand in Hamburg stattdessen eine große Trauerfeier statt. Im Anschluss daran zog ein Konvoi über die Reeperbahn auf St. Pauli. Auf der Davidwache, die dem „Großstadtrevier“ als Vorbild diente, lag bis dahin ein Kondolenzbuch für Jan Fedder aus.

Name:Jan Fedder
Beruf:Schauspieler
Geburtstag:14. Januar 1955
Geburtsort:Hamburg
Todestag:30. Dezember 2019

Jan Fedder (ARD): Neues aus Büttenwarder - Ära von Bauer Brakelmann endet nach 20 Jahren

Der in Hamburg geborene und aufgewachsene Jan Fedder spielte mehr als 20 Jahre lang den Bauern Kurt Brakelmann in der NDR-Produktion „Neues aus Büttenwarder“. In dem fiktiven Dorf Büttenwarder bewirtschaftete er einen Hof und genehmigte sich gerne einen „Lütt und Lütt“.

Anfang Juli konnten nun drei Folgen zum endgültigen Abschied von Jan Fedder abgedreht werden. Darunter war auch die sehr emotionale Abschiedsfolge „Der Tod ist ein sturer Arsch“. Brakelmanns lebenslanger Freund Bauer Adsche Tönnsen (Peter Heinrich Brix) findet diesen leblos in der Bauernstube und muss unter Schock erst einmal ins Freie, wo er eine merkwürdige Gestalt entdeckt.

Nach der Trauerfeier für den Schauspieler Jan Fedder fährt der Wagen mit seinem Sarg an der Davidwache auf St. Pauli vorbei.

Die drei neuen Folgen „Neues aus Büttenwarder“ will der NDR voraussichtlich im kommenden Weihnachtsprogramm zeigen. Mit dabei sind auch Suzanne von Borsody und Matthias Matschke in Gastrollen. Letzterer übernimmt dabei eine ganz besondere Rolle und liefert sich einen verzweifelten Kampf mit Bauer Adsche.

Jan Fedder (ARD): Emotionale Trauerfeier - Witwe Marion erfüllt Schauspieler letzten Wunsch

Nachdem Jan Fedder im Dezember 2019 gestorben war, hinterließ er eine große Lücke bei Kollegen und Fans von „Neues aus Büttenwarder“. In der Serie pflegte Bauer Kurt Brakelmann eine innige und trinkfeste Freundschaft mit Stallknecht Kuno. Schauspieler Sven Walser (57) vermisst Jan Fedder, wie er gegenüber der Bild-Zeitung verriet. „Man kann es sich nicht vorstellen, dass Jan nicht mehr da ist“, sagte der „Neues aus Büttenwarder“-Kollege.

Witwe Marion Fedder und seine engsten Freunde erfüllten Jan Fedder bei seiner Trauerfeier einen letzten Wunsch. Jan Fedder hatte die Trauerfeier lange vor seinem Tod selbst geplant. Er wünschte sich neben geistlicher Musik auch „Child in Time“ von der englischen Rockband „Deep Purple“ sowie Songs des „King of Pop“ Michael Jackson als musikalische Untermalung.

Jan Fedder (ARD): Großstadtrevier nimmt Abschied von Kiez-Polizist Dirk Matthies

Auch die Polizei-Kollegen aus der ARD-Serie „Großstadtrevier“ haben auf der Leinwand Abschied genommen. Der verstorbene Jan Fedder war am 23. März zum letzten Mal in der Folge „Schlüsselmomente“ als Dirk Matthies zu sehen. Der Abschied folgte aber erst einige Episoden später. Obwohl die Staffel bereits abgedreht war, fanden sich alle Schauspieler noch einmal für einen Extradreh zusammen.

Partners in Crime: Jan Fedder (r.) und Peter Heinrich Brix, hier in ihren Büttenwarder-Rollen Kurt Brakelmann und Adsche Tönnsen, spielten auch im „Großstadtrevier“ zusammen.

In der Abschiedsfolge erhält Revierleiterin Küppers (Saskia Fischer) einen Abschiedsbrief von Dirk Matthies, der sie sprachlos machet. Zu diesem Zeitpunkt ist für die Serienkollegen klar: Matthies kommt nicht zurück. „Jan Fedder hat das ‚Großstadtrevier‘ über Jahrzehnte mit seinem unverwechselbaren Charakter geprägt. Wir wären den vielen Menschen und ihrer großen Anteilnahme nach seinem Tod nicht gerecht geworden, hätten wir mit seinem Abschied bis zum nächsten Jahr gewartet“, berichtet Diana Schulte-Kellinghaus (NDR), ausführende Produzentin der Serie.

Jan Fedder (ARD): Witwe Marion verabschiedet sich auf Ohlsdorfer Friedhof vom Ehemann

Jan Fedders Ehefrau Marion fand im Januar bei der Trauerfeier im Hamburger Michel rührende Worten für „ihrem Jan“. Während auf dem Michel-Vorplatz rund 1500 Menschen das Geschehen im Inneren über eine Leinwand verfolgten, verabschiedet sich Marion Fedder vor 2000 Trauergästen mit zitternder Stimme: „Meine Familie, mein Mann, mein Feld, mein engster Vertrauter, mein Alles. Einmal noch über die Reeperbahn und dann heißt es schlafen, für eine lange, lange Zeit. Mein geliebter Jan, schlaf gut.“

Witwe Marion Fedder wurde zur Trauerfeier ihres Mannes von Jörg Pawlik, einem Freund von Jan Fedder, begleitet.

Sie legte 23 Rosen, als Zeichen für 23 glückliche Jahre mit ihrem Ehemann Jan Fedder, nieder. Am 16. Januar wurde Jan Fedder schließlich auf dem Ohlsdorfer Friedhof beigesetzt. Dort ließ Marion Fedder außerdem einen Briefkasten aufstellen, wodurch trauernde Fans eine Möglichkeit bekamen, ihre Gedanken und Erinnerungen an den TV-Star festzuhalten und zu verschicken.

Jan Fedder (ARD): Todesfall in Neues aus Büttenwarder - Bauer Brakelmann stirbt

In der kürzlich abgedrehten „Neues aus Büttenwarder“-Folge „Der Tod ist ein sturer Arsch“, die der NDR im ARD-Weihnachtsprogramm zeigen möchte, sind die Bewohner des fiktiven Dorfes diesmal gezwungen, sich mit den Themen Sterben und Abschied auseinanderzusetzen. Als Bauer Brakelmann war Jan Fedder seit Beginn der Serie im Jahr 1997 gemeinsam mit Peter Heinrich Brix deren Hauptdarsteller und immer auf der Suche nach dem „Nennwert“ der Geschehnisse in dem kleinen Dorf.

In der Folge hängt wieder einmal der Haussegen auf dem Brakelmannschen Anwesen schief. Adsche Tönnsen (Peter Heinrich Brix) ist stinksauer auf seinen alten Freund-Feind Kurt Brakelmann - die Rolle, die Jan Fedder mehr als zwei Jahrzehnte verkörperte und immer wieder zu neuem Leben erweckte. Adsche tröstet sich zunächst mit einem Besuch im Dorf, muss bei seiner Rückkehr aber eine schlimme Entdeckung machen: Sein langjähriger Freund Brakelmann liegt leblos in der Bauernstube. Als Adsche geschockt ins Freie tritt, sieht er eine merkwürdige Gestalt, die sich am Wegesrand zu schaffen macht. Es ist der Tod.

Matthias Matschke schlüpft in die Rolle des „Speelmann“. Gegen ihn beginnt für Adsche ein letzter verzweifelter Kampf um die Seele Brakelmanns. Neben Adsche sind auch die anderen „Büttenwarder“-Bewohner in den drei neuen Folgen zu sehen: Stallknecht Kuno (Sven Walser), Wirt Shorty (Axel Olsson), Bürgermeister Günther Griem (Jürgen Uter), Onkel Krischan (Hans Kahlert) und Friseur Jürgen Seute (Dirk Martens). Die Beerdigungsszene, die auf dem Friedhof in Basthorst entstanden ist und die Zeit Jan Fedders als Kurt Brakelmann beendet, wird sicherlich nicht nur in der Serie für die ein oder andere Träne sorgen.

Rubriklistenbild: © Nicolas Maack / picture alliance / dpa

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