„Großstadtrevier“-Star

Jan Fedder (ARD): Zerstörung am Grab - Verbrecher verunstalten Ruhestätte

Jan Fedder (ARD) verstarb im vergangenen Dezember. Jetzt wurde das Grab und die Ruhestätte des „Großstadtrevier“-Schauspielers zerstört.

Hamburg - Eine Welle der Trauer und Anteilnahme erschütterte die Bevölkerung Hamburgs, als das ARD-Urgestein Jan Fedder im Dezember 2019 das Zeitliche segnete. Sein Tod ließ nicht nur seine Frau Marion zurück, sondern auch zahlreiche gebrochene Herzen. Als Kultfigur Dirk Matthies spielte sich Jan Fedder in die Herzen der Fernseh-Fans und flimmerte Jahre über die deutschen Fernseher. Doch jetzt zerstörten Verbrecher das Grab des verstorbenen „Großstadtrevier“-Stars Jan Fedder.

Name:Jan Fedder
Geboren:14. Januar 1955, Hamburg
Verstorben:30. Dezember 2019, Hamburg
Bestattet:16. Januar 2020, Friedhof Ohlsdorf, Hamburg
Ehepartnerin:Marion Fedder (verh. 2000)
Geschwister:Oliver Fedder

Jan Fedder (ARD): Abschied von „Großstadtrevier“-Legende - NDR überträgt Trauerfeier

Der Jahreswechsel 2019 auf 2020 wurde vor allem in Hamburg von dem Tod Jan Fedders überschattet. Schon sieben Jahre zuvor stellten Ärzte bei dem „Großstadtrevier“-Schauspieler die Vorstufe eines Mundhöhlenkarzinoms fest. Ein schwerer Sturz hatte die Folge, dass Verstorbene aus Hamburg zuletzt außerdem auf einen Rollstuhl angewiesen war. Obwohl die gesundheitliche Verfassung des rauen Schauspielers über lange Zeit kein Geheimnis war, saß der Schock über sein Ableben tief. Eine Art Hysterie zog sich durch Hamburg, etliche Fans trauerten und seine Beerdigung wurde ein riesiges Live-Event.

Der TV-Sender NDR übertrug die Trauerfeier des Schauspielers und „Dirk Matthies“-Darstellers auf großen weißen Leinwänden, während sich an vielen Ecken der Hansestadt Anhänger Jan Fedders versammelten. An der Trauerfeier nahmen auch zahlreiche prominente Gäste teil, um im Hamburger Michel der ARD-Legende die letzte Ehre zu erweisen. Seine einstige Frau und Witwe Marion sprach in einer emotionalen Rede: Für sie, wäre das der schwerste Gang, den die Witwe jemals machen musste. „Hier im Michel haben wir vor 20 Jahren geheiratet“. Jan Fedder dort beerdigen zu müssen, täte ihr unendlich weh. Mit den Worten „Mein geliebter Jan, schlaf gut“ verabschiedete sich Marion von ihren langjährigen Gatten.

Jan Fedder (ARD): Grab von „Dirk Matthies“-Darstellers wird zur Pilgerstätte - Täter beschädigen Ruhestätte

Die Beerdigung, die am 14. Januar 2020 stattfand, wäre auf seinen 65. Geburtstag gefallen. Der Todestag von Jan Fedder ist nicht einmal ein Jahr her, die Trauer seiner Anhänger immer noch greifbar. Doch jetzt sollte ein anderes Ereignis die Ruhe des Verstorbenen überschatten: Unbekannte Täter verunstalteten die Ruhestätte des Verstorbenen. Das Grab von Jan Fedder befindet sich auf dem Friedhof Ohlsdorf, das für Fans innerhalb kürzester Zeit zu einer Pilgerstätte wurde. Seine Frau Marion brachte sogar einen Briefkasten an, um somit den Besuchern die Möglichkeit zu geben, sich auch schriftlich zu verabschieden.

ARD-Schauspieler Jan Fedder ist tot. Jetzt wurde seine Grabstätte beschädigt (Montage).

Wie das Hamburger Abendblatt auf Anfrage bei der Friedhofs-Sprecherin erfuhr (Achtung, Artikel liegt hinter Bezahlschranke), wären die Torbogen und verschlossene Pforte der Grabstätte beschädigt worden. Die Verbrecher hätten sich demnach am Tor zu schaffen gemacht, das abgesperrt war. Das Grab von ARD-Schauspieler Jan Fedder ist für Besucher nicht zugänglich und auch mit einem „Betreten verboten“-Schild gekennzeichnet. Die mutmaßliche Zerstörung der Ruhestätte löste unter den Usern der sozialen Netzwerke eine Flut an Empörung aus.

Jan Fedder (ARD): Grab und Ruhestätte beschädigt - Twitter-User und Fans wüten im Internet

Auf der Online-Plattform Twitter wüteten zahlreiche Anhänger des „Großstadtrevier“-Schauspielers Jan Fedder. „Kann man nicht einmal mehr Verstorbene in Ruhe lassen?“, schrieb ein Twitter-Nutzer entrüstet. Ein anderer Jan Fedder-Fan fand noch schärfere Worte und beschimpfte die Randalierer sogar als „Schweinebande“. Mutwillig eine Grabstätte zu zerstören oder zu beschädigen ist in Deutschland auch, als Störung der Totenruhe zu betrachten.

Demnach könnte auch die Verbrecher und Randalierer eine ordentliche Strafe warten, denn nach §168 des Strafgesetzbuches handelt es sich dabei um einen Strafbestand. Es würde der bestraft, „wer eine Aufbewahrungsstätte, Beisetzungsstätte oder öffentliche Totengedenkstätte zerstört oder beschädigt oder wer dort beschimpfenden Unfug verübt“, laut Bundesminsterium der Justiz und für Verbraucherschutz. Ob die verbliebene Frau und Witwe von Jan Fedder die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen wird, ist noch nicht bekannt.

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