Für mehr Selbstliebe

Influencerin postet Bilder ihres behaarten Körpers auf Instagram - so reagiert das Netz

Diese Influencerin rasiert sich sechs Monate lang nicht den Körper und setzt sich damit gegen gesellschaftliche Normen und für mehr Freiheit und Selbstliebe ein.

Wien - Als Frau Haare an Beinen, Achseln und im Intimbereich haben? Laut gesellschaftlicher Normen ein absolutes No-Go. Manche mögen sagen es sei unhygienisch oder einfach nur unweiblich und ungepflegt. Instagram-Star Rebecca Chelbea sieht das anders. Sie hat keine Angst davor, ihren haarigen Körper auf Instagram zu zeigen. Mit ihren starken Bildern setzt sie sich für mehr Selbstliebe ein und hofft ein Umdenken in der Gesellschaft schaffen zu können.

Rebecca Chelbea ruft dazu auf, gesellschaftliche Normen zu hinterfragen

Rebecca Chelbea postet Bilder ihrer Körperbehaarung - und sorgt für Entstigmatisierung eines Tabuthemas

Ein ungeplanter Trip zum See oder einfach mal spontan einen kurzen Rock tragen? Erst mal checken, ob auch alles rasiert ist! Viel zu groß ist die Angst, dass jemand ein streunendes Haar oder auch nur Stoppel entdecken könnte. Die meisten Frauen verspüren einen gewissen Druck der Gesellschaft, jegliche Körperbehaarung zu entfernen, denn jungen Frauen wird heutzutage beigebracht, dass sie sich für ihre Körperbehaarung zu schämen haben. Lieber untergehen sie schmerzhafte Waxingprozeduren, in denen die Haare an der Wurzel ausgerissen werden - nicht, dass jemand noch merkt, dass unsere Körper dazu imstande sind, Haare zu produzieren.

Nicht so Rebecca Chelbea. Die Influencerin setzt sich dem gesellschaftlichen Druck entgegen. Ganz ungeniert zeigt sie ihren behaarten Körper und zieht dabei keine Grenze. Sie hält nicht nur ihre haarigen Beine und Achseln fotografisch fest - die Influencerin hat auch keine Angst davor, ihren Oberlippenflaum und ihren unrasierten Intimbereich zu zeigen. „Körperhaare sind weiblich, denn sie wachsen auf natürliche Weise an weiblichen Körpern“, schreibt die Wienerin dazu.

Mit ihren Posts möchte sie dazu anregen, dass Menschen die gesellschaftlichen Normen reflektieren und hinterfragen. Die junge Influencerin steht für eine Welt, in der jeder so sein kann, wie er oder sie möchte und in der jeder selbst entscheidet, wie er oder sie mit dem eigenen Körper umgeht. „Hört auf, anderen Menschen eure Meinung über ihre Körper aufzuzwingen“, fordert Rebecca Chelbea.

So reagiert die Instagram-Community auf die Posts der Influencerin

„Das macht meine Welt ein winziges bisschen besser. Danke“, schreibt ein Fan in Bezug auf ein Bild der jungen Wienerin auf Instagram. „Frauen wie du helfen enorm dabei, diese toxischen Glaubenssätze Stück für Stück über Bord zu werfen“, findet eine andere. Doch während die meisten Instagram-Nutzer die Influencerin für ihr progressives Denken und ihren Mut feiern, sie sogar als Inspiration sehen, liest man natürlich auch negative Kommentare unter den Bildern von Rebecca Chelbea - die meisten stammen von Männern. Die finden den Körper der jungen Frau nämlich einfach ungepflegt.

Doch die junge Influencerin hat eine ganz simple Lösung für dieses Problem: Hasskommentare löscht Rebecca Chelbea kurzerhand, die Menschen, die dahinter stecken, werden blockiert. Denn wer der Wienerin das Gefühl gibt, nicht genug zu sein, ist auf dem Profil der jungen Frau unerwünscht. Außerdem sei ihr Körper nicht da, um anderen zu gefallen. Sich nicht zu rasieren, gebe der Influencerin das Gefühl, ermächtigt, stark und feminin zu sein. Auch wenn es anfangs schwer für sie war, lernte Rebecca Chelbea dadurch ihren Körper so richtig wertzuschätzen.

Rubriklistenbild: © Instagram/Rebecca Chelbea & picture alliance/dpa

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