WDR-Doku

„Ich kenne die Ängste von Menschen“: Eckart von Hirschhausen wird Impfstoff-Proband

Im Wettlauf gegen die Pandemie: Studienleiterin Professor Dr. Clara Lehmann und Eckart von Hirschhausen gehen es an.
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Im Wettlauf gegen die Pandemie: Studienleiterin Professor Dr. Clara Lehmann und Eckart von Hirschhausen gehen es an.

Der Corona-Imfpstoff ist da, bei vielen Menschen herrscht dennoch Unsicherheit. Wurde das Vakzin wirklich ausreichend getestet? Dr. Eckart von Hirschhausen will für Aufklärung sorgen und stellt sich als Proband vor laufender Kamera zur Verfügung.

Der Hoffnungsschimmer in der Coronakrise kommt pünktlich zum Ende des „Seuchenjahres“ 2020. Endlich ist der Impfstoff da. Das Vakzin der Firmen Biontech und Pfizer soll nach der erteilten EU-Zulassung in Deutschland ab 27. Dezember verabreicht werden. Doch bei vielen Bürgern bleibt eine gehörige Portion Unsicherheit: Wurde das Präparat trotz der extrem kurzen Entwicklungszeit ausreichend getestet? Und was ist mit möglichen Nebenwirkungen? Fragen, die sich auch Dr. Eckart von Hirschhausen stellt. Ab Dienstag ist der Arzt und Wissenschaftsjournalist Proband einer klinischen Impfstudie und lässt sich dabei von WDR-Kameras begleiten.

„Als ehemaliger Arzt in der Kinderheilkunde kenne ich die Diskussionen um das Impfen seit 30 Jahren. Ich kenne auch die Ängste von Menschen und nehme sie ernst“, betont der 53-Jährige. Weil er selbst auch Fragen habe, sei er zum Entschluss gekommen, sich als Proband zur Verfügung zu stellen, wie von Hirschhausen erklärte: „Vielleicht kann ich so dazu beitragen, dass sich die Zuschauerinnen und Zuschauer eine eigene Meinung bilden und zu ihrer eigenen Entscheidung kommen können.“

Die Kameras heften sich nicht nur bei allen Tests und Vorgesprächen an die Fersen des Wissenschaftsjournalisten, sie dokumentieren auch zahlreiche Treffen von Hirschhausens mit anderen Studienteilnehmern und medizinischem Personal. Unter anderem trifft er das Studienteam der Uniklinik Köln um Professor Dr. Clara Lehmann und einen ehemaligen Corona-Patienten. Darüber hinaus spricht Eckart von Hirschhausen mit Cornelia Betsch, Psychologin und Professorin für Gesundheitskommunikation an der Universität Erfurt, über das sensible Thema Impfen. Wann die Dokumentation ausgestrahlt wird, ist noch nicht bekannt.

Seine WDR-Gesundheitssendung „Hirschhausens Sprechstunde“ ist ab 4. Januar wieder im Programm. Die sechs neuen Folgen sind montags, von 20.15 bis 21 Uhr, und jederzeit in der ARD-Mediathek zu sehen.

teleschau

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