Satire-Thriller „The Hunt“ bei Sky

Hilary Swank: „Ich hatte keine Krankenversicherung, aber einen Oscar“

Die Oscar-Preisträgerin Hilary Swank (Mitte) begab sich für den Satire-Thriller "The Hunt" als Sadistin Athena Stone auf Menschenjagd. Behilflich sind ihr dabei ihre Angestellten Peter (Vince Pisani), Liberty (Teri Wyble) und Kelly (Hannah Alline, rechts).
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Die Oscar-Preisträgerin Hilary Swank (Mitte) begab sich für den Satire-Thriller „The Hunt“ als Sadistin Athena Stone auf Menschenjagd. Behilflich sind ihr dabei ihre Angestellten Peter (Vince Pisani), Liberty (Teri Wyble) und Kelly (Hannah Alline, rechts).

Im US-Thriller „The Hunt“ schlüpft Oscar-Preisträgerin Hilary Swank in die Rolle einer reichen Sadistin, die sich auf Menschenjagd begibt. Ihr wahres Leben hingegen ist absolut unskandalös, wie die Schauspielerin nun im Interview betonte.

Dieser Film ist nichts für schwache Nerven: Im US-Thriller „The Hunt“ (Jetzt auf Sky und Sky Ticket) wird die extreme Polarisierung und Spaltung der US-amerikanischen Gesellschaft auf brutale Art und Weise dargestellt. Hollywood-Schönheit Hilary Swank schlüpft in dem Schocker in die Rolle der Sadistin „Athena Stone“, die sich mit einer Gruppe von Reichen auf Menschenjagd begibt. Harte Kost - auch für Schauspielkollegin Betty Gilpin, für die die Zusammenarbeit mit Swank besonders aufregend war: „Das erste Mal, als ich Hilary gesehen habe und sie mit mir gesprochen hat, dachte ich, ich würde in Ohnmacht fallen. Sie hat zwei Oscars! Sie ist unglaublich! Neben ihr vor der Kamera zu stehen war definitiv ein Traum von mir, der endlich wahr geworden ist.“

Während die 46-jährige Swank in den meisten ihrer Filmrollen in komplett neue Welten eintaucht, lebt sie privat ein eher zurückgezogenes Leben mit Ehemann Philipp Schneider, dem sie 2018 das Jawort gab. Mit ihrer Berühmtheit geht Hilary Swank deshalb locker um: „Um ehrlich zu sein, ist das nun mal Teil meines Berufs. Ich bin nicht wirklich eine Person, die ein skandalöses Leben lebt. Von daher habe ich das Glück, nicht rund um die Uhr von Fotografen belagert zu werden.“

„Ich muss keine Rolle mehr wegen des Geldes annehmen“

Die Schauspielerin ergänzte: „In dem Moment, in dem du dir Gedanken darüber machst, was andere Leute von dir denken, hast du versagt. Der einfache Grund dafür ist: Man kann es nie allen Leuten recht machen. Wenn ich das versuchen würde, könnte ich direkt in Rente gehen. Worauf ich mich stattdessen fokussiere, ist, dass ich meinen Beruf liebe und immer versuche, mein Bestes zu geben. Wenn das für andere Leute nicht gut genug ist, ist mir das egal.“ Ungewohnt ehrliche Worte einer Schauspielerin, die bereits zwei Oscars im Regal stehen hat. 2000 wurde sie als „Beste Schauspielerin“ für ihre Rolle in „Boys Don't Cry“ geehrt. 2005 folgte der nächste Goldjunge als „Beste Schauspielerin“ für „Million Dollar Baby“. „Das Lustige daran ist, dass sich mein Leben dadurch überhaupt nicht verändert hat“, bekennt Hilary Swank lachend. „Als ich mir früher die Oscar-Verleihung angesehen habe, dachte ich mir immer: 'Wow, das Leben dieses Schauspielers muss sich komplett verändern, sobald er diese Auszeichnung bekommt.' Bei mir war das nicht der Fall. Ich bin immer noch dieselbe Person und muss immer noch meine eigene Wäsche waschen oder mit meinem Hund spazierengehen.“

Die 46-Jährige, die bereits mit zarten neun Jahren ihr Glück im Filmgeschäft versuchte, ergänzte mit einem breiten Grinsen: „Ich hatte keine Krankenversicherung, aber dafür einen Oscar. Gott sei Dank habe ich dieses Problem heute nicht mehr. Das Einzige, das sich für mich verändert hat, war, dass meine Jobangebote besser wurden. Ich kann mir mittlerweile die Rollen aussuchen, die mich fördern und mir Spaß machen. Ich muss keine Rolle mehr wegen des Geldes annehmen. Dafür bin ich sehr dankbar.“

teleschau

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