US-Wahlen

Herzogin Meghan startet Wahlaufruf - und erntet heftige Kritik

Inzwischen zurückgezogen, aber dennoch Teil der Royals: Herzogin Meghan, Frau von Prinz Harry, wurde in den USA geboren und rief nun die US-Amerikanerinnen dazu auf, sich für die Präsidentenwahl registrieren zu lassen. Im Vereinigten Königreich sorgte dies für teils wütende Reaktionen.
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Inzwischen zurückgezogen, aber dennoch Teil der Royals: Herzogin Meghan, Frau von Prinz Harry, wurde in den USA geboren und rief nun die US-Amerikanerinnen dazu auf, sich für die Präsidentenwahl registrieren zu lassen. Im Vereinigten Königreich sorgte dies für teils wütende Reaktionen.

Per Online-Treffen sendete Herzogin Meghan einen königlichen Appell über den großen Teich: Die gebürtige US-Amerikanerin rief die Frauen der USA zur Teilnahme an den Präsidentschaftswahlen auf und brach dabei mit einer royalen Tradition. Das sorgte für Ärger.

Die US-Präsidentenwahl rückt näher. Bereits am 3. November stimmen die Vereinigten Staaten darüber ab, ob Republikaner Donald Trump vier weitere Jahre im Amt bleibt oder vom demokratischen Herausforderer Joe Biden abgelöst wird. In jüngster Zeit positionieren sich immer mehr Prominente - dazu gehört nun auch Herzogin Meghan, die sich explizit an die weibliche amerikanische Bevölkerung richtete: „Wir alle wissen, was in diesem Jahr auf dem Spiel steht“, verdeutlichte die 39-Jährige bei einem Online-Treffen zu den anstehenden Wahlen deren Bedeutung. „Wir können mit dieser Wahl etwas verändern“, ist sie sich sicher.

Die gebürtige US-Amerikanerin, die als große Kritikerin Donald Trumps gilt, versicherte direkt zu Beginn ihrer vierminütigen Ansprache, dass sie „ehrlich begeistert“ davon sei, beim Wahlaufruf der gemeinnützigen Organisation „When We All Vote“ sprechen zu dürfen. Die Initiative wurde im Jahr 2018 unter anderem von der ehemaligen First Lady Michelle Obama ins Leben gerufen. Das Online-Treffen hatte sich zum Ziel gesetzt, unter dem Hashtag „#whenallwomenvote“ per SMS-Botschaften insgesamt 300.000 Frauen zu erreichen. Die Aktion solle deren Motivation steigern, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen.

Heftige Kritik

Allerdings hat dieser Aufruf beziehungsweise Meghans Teilnahme eine pikante Note: Denn im Normalfall verhält sich die königliche Familie politisch neutral - unter anderem gehen die Royals traditionellerweise nicht wählen. Meghan hat bereits angekündigt, bei der kommenden US-Wahl abstimmen und folglich diese Tradition brechen zu wollen. Ihre Teilnahme an besagtem Online-Treffen stieß ebenfalls auf heftige Kritik. Wütende Briten forderten auf Social Media gar, Meghan solle ihren Titel als Herzogin von Sussex aufgrund ihrer Einmischung in amerikanische Angelegenheiten abgeben.

Vor mehreren Monaten hatte sich Meghan gemeinsam mit ihrem Mann, Prinz Harry, aus dem britischen Königshaus zurückgezogen. In der Öffentlichkeit treten die beiden seitdem recht sporadisch auf; sie leben aktuell mit ihrem kleinen Sohn im kalifornischen Santa Barbara. Vor ihrer Hochzeit war Meghan als Schauspielerin tätig.

teleschau

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