Nach Antarktis-Expedition

„Für so einen Quatsch haben wir wirklich keine Zeit mehr“: Dirk Steffens spricht Klartext

Klare Kante von Dirk Steffens: „Politiker, die fragen, wie viel Umweltschutz wir uns leisten können, müssen wir sofort abwählen, weil sie das Problem nicht verstanden haben.“
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Klare Kante von Dirk Steffens: „Politiker, die fragen, wie viel Umweltschutz wir uns leisten können, müssen wir sofort abwählen, weil sie das Problem nicht verstanden haben.“

Was tun gegen den Klimawandel? In einem Interview rief Dirk Steffens zu sofortigen Maßnahmen auf. An der Politik und der Wirtschaft ließ der Wissenschaftsjournalist dabei kein gutes Haar.

Abgemagerte Eisbären, in sich zusammenstürzende Eisberge und abschmelzende Gletscher: Diese alarmierenden Bilder vom Nordpol hat wohl jeder schon einmal gesehen. Ähnliche Schreckensmotive vom Südpol sind bis dato allerdings noch nicht aufgetaucht. „Die gute Nachricht ist, dass der Klimawandel in der Antarktis noch nicht richtig angekommen ist - zum Glück“, erklärte Dirk Steffens („Terra X“) nun im Interview mit der Nachrichtenagentur teleschau. Gleichzeitig warnte der ZDF-Abenteurer: „Wenn das passiert, sind wir ziemlich am Arsch, um es deutlich zu sagen. Dann ist die menschliche Zivilisation wirklich bedroht.“

Schon jetzt stehe die Welt an einem „Kipppunkt“, wie der renommierte Wissenschaftsjournalist ausführte. Für den oft zögerlichen Umgang der Politik mit der Klimakrise zeigte Steffens derweil wenig Verständnis: „Politiker, die fragen, wie viel Umweltschutz wir uns leisten können, müssen wir sofort abwählen, weil sie das Problem nicht verstanden haben.“ Zudem müsse die Wirtschaft ihren Teil beitragen, denn „Geld verändert die Welt am schnellsten“, so der 52-Jährige. Aber auch jeder Einzelne müsse sich kritisch hinterfragen, merkte Steffens an: „Man darf nicht mit dem Finger auf andere zeigen, sondern wir alle gemeinsam müssen uns ändern.“

Neuer „Terra X“-Film über Antarktis-Expedition

Für Leugner des menschengemachten Klimawandels fehlt dem Dokumentarfilmer jegliches Verständnis, wie er betont. Man müsse aufhören, mit solchen Menschen zu reden: „Man muss nicht über jedes Stöckchen springen, das einem irgendwelche Deppen hinhalten.“ Dadurch würde man nur „Zeit verplempern“, verdeutlichte Dirk Steffens, denn: „Für so einen Quatsch haben wir wirklich keine Zeit mehr.“

Wie es Dirk Steffens auf seiner kürzlichen Expedition zur deutschen Polarstation Neumayer III in der Antarktis ergangen ist, zeigt „Antarktis - Expedition in die Zukunft“ (Sonntag, 23. Februar, 19.30 Uhr, ZDF). Es ist der 100. Film des Journalisten im Rahmen der ZDF-Wissenschaftsreihe „Terra X: Expedition mit Dirk Steffens“.

teleschau

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