ARD-Erfolgsserie

„Ein Andidepressivum erster Güte“: Katharina Müller-Elmau spricht über Erfolg von „Hubert ohne Staller“

Mit ihrer Rolle als taffe Polizei-Chefin Sabine Kaiser hat Katharina Müller-Elmau großen Anteil am Erfolg der ARD-Vorabendserie "Hubert ohne Staller".
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Mit ihrer Rolle als taffe Polizei-Chefin Sabine Kaiser hat Katharina Müller-Elmau großen Anteil am Erfolg der ARD-Vorabendserie „Hubert ohne Staller“.

Als taffe Polizei-Chefin Sabine Kaiser prägt Katharina Müller-Elmau die Vorabendserie „Hubert ohne Staller“. In einem Interview sprach die Schauspielerin nun über diese besondere Rolle, den Zuschauererfolg und die Bedeutung einer solchen Serie in der aktuellen Zeit.

Nach dem Ausstieg von Helmfried von Lüttichau bei „Hubert und Staller“ gab es wohl nicht wenige selbsternannte Experten, die dem Nachfolgeformat „Hubert ohne Staller“ das frühe Aus prophezeiten. Doch es kam anders: Die Quoten der ARD-Vorabendserie übertrafen teils die der Originalserie - was nicht zuletzt an Katharina Müller-Elmau liegt, die in der generalüberholten Auflage die Polizei-Chefin Sabine Kaiser verkörpert.

In einem Interview mit der Nachrichtenagentur teleschau zeigte sich die Schauspielerin nun überzeugt davon, dass die Serie in der allgegenwärtigen Coronakrise eine wichtige Rolle übernehme: „Hubert ohne Staller' ist ein Antidepressivum erster Güte, keine Frage“, erklärte sie. Der „Hang zum Eskapismus“, den das Format verströme, sei gerade aktuell wichtig, so Müller-Elmau. „Bevor wir alle nur noch da liegen und heulen, sollten wir doch lieber dagegen angehen - so eine Dosis 'Hubert ohne Staller' ist da bestimmt nichts Verkehrtes“, befand die gebürtige Göttingerin.

„Wir drehen quasi unter Freunden“

Zum Erfolgsheimnis der Show zähle laut der 55-Jährigen vor allem eines: „Nicht wer ermordet wird, ist hier wichtig, und im Grunde geht es auch nicht darum, warum überhaupt ermittelt wird, sondern in aller Regel nur darum, wie wir ermitteln. Und das ist so verrückt und chaotisch, dass es trägt.“ Außerdem trage zur guten Resonanz das gute Arbeitsklima bei, wie Müller-Elmau erklärte: „Wir drehen quasi unter Freunden - gute Voraussetzungen für eine Dynamik, die eine solche Produktion auch hinter der Kamera braucht, um zu funktionieren.“

Ihre Rolle Sabine Kaiser sieht die Schauspielerin als - O-Ton - „strenge Gouvernante, die über einer Horde schwer erziehbarer Kinder wacht und versucht, dem ganzen Wahnsinn eine gewisse Struktur zu verpassen“. Allerdings gelinge das der neuen Chefin selten, wie Müller-Elmau erläuterte: „In der guten Komödie liegt der Witz ja immer sehr nah bei der Tragik.“ Während ihre Rolle bei den Fans gut ankommt, wartet die Darstellerin von anderer Seite bisher vergeblich auf eine Reaktion, wie sie scherzte: „Ich warte schon immer drauf, dass mal einer bei der Polizeikontrolle oder ein Streifenpolizist in der Stadt sagt: 'Hallo, Frau Kaiser!' Aber da kommt nichts.“ Zur Serie an sich hätten sich jedoch schon viele echte Polizisten geäußert: „Die meisten sagen, dass wir erstaunlich nah dran sind am ganz normalen Alltagswahnsinn.“

Ab Mittwoch, 9. Dezember, 18.50 Uhr, laufen im Ersten neue Folgen von „Hubert ohne Staller“.

teleschau

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