Amazon-Podcast „Boris Becker - Der Fünfte Satz“

„Das größte Verbrechen überhaupt“: Boris Becker bezieht Stellung gegen Rassismus

Aus dem Alltag vieler schwarzer Menschen ist es nie verschwunden, aber 2020 ist das Thema Rassismus endlich wieder verstärkt in den Medien. Im Podcast "Boris Becker - Der Fünfte Satz" schildert der Ex-Spitzensportler auch Erlebnisse seiner Ehefrauen und Kinder.
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Aus dem Alltag vieler schwarzer Menschen ist es nie verschwunden, aber 2020 ist das Thema Rassismus endlich wieder verstärkt in den Medien. Im Podcast „Boris Becker - Der Fünfte Satz“ schildert der Ex-Spitzensportler auch Erlebnisse seiner Ehefrauen und Kinder.

Die Erlebnisse seiner Ehefrauen und Kinder hätten ihm gezeigt, wie präsent Rassismus noch heute in den Köpfen sei, sagt Boris Becker. Er selbst habe dennoch lange gebraucht, bis er sich zum Thema äußern konnte.

Bei dieser Thematik kochen bei Boris Becker die Emotionen hoch: „Warum ist man überrascht in Deutschland, dass ich mich für dieses Thema interessiere?“, stellt er Gesprächspartner Johannes B. Kerner eine Gegenfrage. In der dritten Folge des Amazon Original Podcasts „Boris Becker - Der Fünfte Satz“ spricht das frühere Tennis-Idol über Rassismus, weiße Privilegien sowie die „Black Lives Matter“-Bewegung. Durch seine beiden Ehefrauen und Kinder wurde der 53-Jährige direkt mit der Problematik konfrontiert - und bezieht eindeutig Stellung. Schließlich sei 2020 nicht nur Corona ein großes Thema gewesen, sondern auch Rassismus.

„Es mussten mehrere Menschen vor den Augen der Öffentlichkeit sterben, dass dieses Thema - und ich hasse diesen Ausdruck - 'salonfähig' wurde, was seit Hunderten von Jahren das größte Verbrechen überhaupt ist“, so Becker unter anderem über den Tod des Afroamerikaners George Floyd, der im Mai von einem Polizisten getötet wurde. Zudem schildert der ehemalige Spitzensportler im Podcast auch private Erlebnisse seiner Ex-Frau Barbara und seines Sohnes Noah.

„Mein Freundeskreis hat sich enorm gelichtet“

Er selbst räumt ein, sich zu lange zurückgehalten zu haben: „Ich hätte deutlich früher mehr machen müssen!“ Früher habe er auch Bekannten zu viel durchgehen lassen, doch damit sei inzwischen Schluss. „Auch mein Freundeskreis hat sich enorm gelichtet, weil dieser Jargon, eben das 'sich lustig machen' über einen schwarzen Menschen, ist weit verbreitet.“ Offenbar machte Boris Becker einen längeren Prozess durch, bis er zu seiner heutigen Einstellung gelangte. „Ich wünschte, ich hätte diese Einstellung von heute als 17-jähriger Wimbledon-Sieger gehabt“, gibt Becker zu.

Für Amazon-Kunden ist die neue Podcast-Folge mit Boris Becker und Johannes B. Kerner ab sofort bei Amazon Music abrufbar. Jeden Dienstag erscheint eine neue Episode.

teleschau

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