Ex-Tennisstar

„Da geht es um Rufmord“: Boris Becker beklagt sich über Negativschlagzeilen

In dem neuen Podcast "Boris Becker - Der Fünfte Satz" spricht der einstige Tennisheld über sein schwieriges Verhältnis mit der Öffentlichkeit.
+
In dem neuen Podcast „Boris Becker - Der Fünfte Satz“ spricht der einstige Tennisheld über sein schwieriges Verhältnis mit der Öffentlichkeit.

Von privaten Problemen bis hin zu finanziellen Schwierigkeiten: Das Leben von Boris Becker wird in den Boulevardmedien seit jeher breitgetreten. In seinem neuen Podcast ging der Tennisheld mit der Negativberichterstattung nun hart ins Gericht.

Berichte über die finanzielle Situation von Boris Becker und die Versteigerung alter Tennisschläger und anderer Erinnerungsstücke füllten in den vergangenen Monaten immer wieder die Titelblätter der Boulevardmedien. Im Amazon Podcast „Boris Becker - Der Fünfte Satz“ (ab Dientag, 8. Dezember, abrufbar) spricht der 53-Jährige bemerkenswert offen über die Negativschlagzeilen. „Was mit mir gemacht wird, hat mit Pressefreiheit nichts mehr zu tun“, schimpfte Becker und legte nach: „Da geht es um Rufmord und um die Beschädigung meines Namens. Bei einer falschen Story wird derjenige nicht genügend bestraft.“ Er fühle sich als Kunstfigur.

Den einstigen Tennishelden beschäftige aktuell die Frage, wie er aus diesem Teufelskreis ausbrechen können: „Ich frage mich, wie endet die Geschichte Boris Becker medial? Wie kann ich den Stecker ziehen?“ Ein Datum für einen Rückzug aus der Öffentlichkeit nannte Becker zwar nicht, aber es werde „nicht erst in 25 Jahren“ der Fall sein. Mittlerweile habe der dreifache Wimbledon-Sieger eine dicke Haut gegen negative Berichterstattung entwickelt, aber: „Es tut weh, wenn man mir ans Knie tritt, aber ich trete meistens zurück.“ Dennoch wolle er vermeiden, seinen Charakter zu verändern, wie Becker betonte: „Ich will Mensch bleiben, ich will nicht kalt werden, dass mir alles egal ist.“

Seinen Anfang habe der starke mediale Fokus auf seine Person nach seinem ersten Triumph in Wimbledon im Alter von 17 Jahren genommen, erinnerte sich Boris Becker. „Ich dachte, das hört irgendwann mal auf. Dass ich mit 53 immer noch so spannend und interessant bin, das überrascht mich eigentlich.“ Allerdings suchte der Ex-Profi die Schuld nicht nur bei anderen, sondern räumte ein, „viel zu offen, blauäugig und nett“ gewesen zu sein: „Dass ich instrumentalisiert wurde über die Jahrzehnte, habe ich erst vor fünf, sechs, sieben Jahren kapiert.“

Nach der Auftaktfolge „Wer bin ich?“ erscheinen im Wochenturnus vier weitere Episoden von „Boris Becker - Der Fünfte Satz“. In der nächsten Folge am 15. Dezember dreht sich das Gespräch von Boris Becker und Johannes B. Kerner um das Thema „Familie“.

teleschau

Das könnte Dich auch interessieren

Kommentare