„Mir ist alles zu viel“

Angelo Kelly: Schluss, aus, vorbei! Er steigt endgültig bei der Kelly Family aus

Angelo Kelly stand lange Zeit mit seinen Geschwistern als Kelly Family auf der Bühne. Doch damit soll jetzt Schluss sein. Dieses Mal wirklich. Er setzt seine Prioritäten nun woanders.

  • Angelo Kelly stand lange Zeit mit seinen Geschwistern als The Kelly Family auf der Bühne.
  • Jetzt gab der 38-jährige Musiker jedoch seinen endgültigen Ausstieg aus der Kultband bekannt.
  • Angelo Kelly begründet diesen mit zu viel Stress und der langen Zeit getrennt von seiner eigenen Familie.

Die Kelly Family ist über die Jahre immer weiter und weiter geschrumpft. Die Mitglieder der bekannten Musikgruppe lieferten sich ein wildes Hin und Her von Ausstiegen und Comebacks. Von den ursprünglich elf musizierenden Geschwistern traten nämlich ab dem Jahr 2000 nur sechs auf. 2011 initiierte Paddy Kelly (42) nach langjähriger Bühnenabstinenz gemeinsam mit vier weiteren Geschwistern Patricia (50), Paul (56), Kathy (57) und Joey (47) eine Tournee.

Das jüngste Kind der Großfamilie, Angelo Kelly (38), hatte sich lange im Hintergrund gehalten, kündigte dann aber 2017 ein Comeback der Kelly Family an, wie nordbuzz.de berichtet. Tja, so ganz war das leider auch nichts. Denn zu dem Zeitpunkt wollten Paddy und Maite (40) sich lieber auf ihre Solokarrieren konzentrieren und ließen die Familie ohne sie auftreten. Trotzdem schafften es die restlichen Bandmitglieder mit ihrem Album „25 Years Later“ wieder an die Spitze der deutschen Charts. Trotz des Erfolges hat Angelo Kelly aber nun endgültig genug. Für ihn ist jetzt Schluss mit der Kelly Family! Und das für immer!

Geboren:23. Dezember 1981 (Alter 38 Jahre), Pamplona, Spanien
Größe: 1,69 Meter
Ehepartnerinnen:Kira Harms Kelly (verh. 2005)
Kinder:Gabriel Kelly, Helen Josephine Kelly, Emma MariaKelly, Joseph Ewan Gregory Walter Kelly, William Emanuel Kelly
Alben:Over the Hump, We Got Love, 25 Years lalter, Almost Heaven

Angelo Kelly: Durch das Comeback mit der Kelly Family sah der Musiker seine eigene Familie nur selten

Die Kelly Family ist wohl fast jedem ein Begriff. Das liegt aber nicht ausschließlich an ihren musikalischen Erfolgen. Insbesondere ihre unkonventionelle Lebensart, ihr hippieähnliches Aussehen und ihre etwas außergewöhnlichen Wohnsituationen erregten viel Aufmerksamkeit. So lebte der Kelly-Clan beispielsweise in einem alten VW- und Doppeldeckerbus, auf einem Hausboot oder in einem Schloss. Durch ihre gemeinsame Leidenschaft für die Musik bereisten die Geschwister ab 1978 gemeinsam die USA und Europa. Nach kleineren Erfolgen erreichte ihre Karriere mit 1994 ihren Durchbruch. Der 12-jährige Angelo Kelly und sein 16-jähriger Bruder Paddy stiegen damals zu Teeniestars auf. 2017 feierte RTL dann 40 Jahre „The Kelly Family" in der Primetime.

Angelo Kelly hat sich endgültig entschieden: Er kehrt nicht zur Kelly Family zurück (Foto-Montage).

Lange Zeit war die Kelly Family ein Team, doch im fortschreitenden Alter verfolgten viele Geschwister ihre individuellen Ziele beziehungsweise Solokarrieren oder gründeten ihre eigenen Familien. So auch das jüngste Familienmitglied Angelo Kelly.. Er lernte bereits im Kindesalter Kira Harms (40), die Tochter des Rostocker Kommunalpolitikers Detlev Harms, kennen und heiratete sie dann schließlich auch. Mit ihr gründete er seine eigene Kelly Family und bekam fünf Kinder, wie nordbuzz.de berichtet. 2006 ging es auch mit seiner Solokarriere voran und er veröffentlichte sein erstes Album „I‘m ready“. Doch zwischen 2010 und 2012 schien der beliebte Blondschopf mit der engelsgleichen Stimme am Boden zu sein. Um seine kleine Familie zu ernähren, reiste er in dieser Zeit quer durch Europa und bekam dabei seine geliebten Kinder sowie seine Frau nur selten zu Gesicht.

2012 verschlug es die Familie dann zurück in Angelo Kellys Heimat Irland. Doch die Musik ließ den Blondschopf nicht los und so feierte er gemeinsam mit einigen seiner Geschwister 2017 ein Comeback der Kelly Family. Seitdem konzentrierte er sich voll und ganz auf seine Karriere und hatte wieder nur wenig Zeit für seine Frau Kira und seine Kinder. Doch damit soll jetzt endgültig Schluss sein, gab er im Interview mit Bunte zu.

Angelo Kelly: Zu viel Stress und ständig unterwegs - Für den Musiker steht die eigene Familie an erster Stelle

„Die Entscheidung hatte ich bereits kurz vor der letzten Tour getroffen. Ich hatte festgestellt, dass ich das auf Dauer nicht weitermachen kann. Es ist zu viel Arbeit und ein zu großer Spagat zwischen dem Privatleben in Irland, der eigenen Musik mit der Familie und The Kelly Family“, sagte er. Auf der letzten Tournee sei er ständig hin- und hergeflogen, um so viel Zeit wie möglich mit seiner Frau und seinen Kids in ihrer Heimat in Irland zu verbringen, „aber im Großen und Ganzen war ich natürlich weg“, erinnert sich der Familienvater in einem Interview mit der Bild. Seit knapp zwei Jahren schleppe er aufgrund des vielen Stress zudem ein „Burn-out-Gefühl“ mit sich herum. Aufgrund dessen sei eine Rückkehr zu der Kultband auch ausgeschlossen. Viele hätten ihn während der letzten gemeinsamen Tour versucht zu überzeugen, seine Entscheidung noch einmal zu überdenken. Doch für den Blondschopf stand fest: „Da mache ich einen Strich“.

Die eigene Familie soll für ihn nun an oberster Stelle stehen. Da die Arbeit an der Tour und als musikalischer Leiter ihm sehr viel Zeit mit seinen Lieben „weggenommen“ hat, musste er jetzt endlich etwas ändern. „Auf Dauer ist das nicht gesund“, sagte Angelo Kelly. Auch wenn er jetzt seinen Geschwistern den Rücken kehrt, die Musik wird er natürlich nicht aufgeben. Bereits 2017 veröffentlichte er mit seiner ganz eigenen Kelly Family das Album „Irish heart“ von „Angelo Kelly & Family“. Für die Platte hatte nicht nur der Erfolgsmusiker Titel geschrieben, sondern auch seine Frau Kira und seine Kinder. Damit zeigten sie gemeinsam, wie kräftig ihr Herz für die Musik schlägt. Auch in diesem Jahr gab es wieder etwas Neues von den Kellys 2.0 auf die Ohren. Das Album „Coming Home“ ist seit 22. Mai auf dem Markt.

Rubriklistenbild: © Andreas Lander/picture alliance & Ingo Wagner/picture alliance

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