Verdachtsfall: Was ist zu tun?

Fragen und Antworten zum Coronavirus im Landkreis Diepholz

Corona-Verdacht? Jetzt gilt es schnell zu handeln. Was zu tun ist und wer die richtigen Ansprechpartner im Landkreis Diepholz sind, finden Sie in dieser Übersicht.

  • Symptome bei Coronavirus-Infektion sind vielseitig
  • Bei Anzeichen von Covid-19 als erstes Hausarzt kontaktieren
  • Corona-Testzentrum für Verdachtsfälle in Diepholz

Landkreis Diepholz – Dieser Artikel greift die wichtigsten Fragen rund um das Coronavirus im Landkreis Diepholz auf. Wie erkenne ich eine mögliche Infektion, wie verhalte ich mich korrekt, wer sind meine Ansprechpartner?

Die Angaben werden regelmäßig nach den neusten Erkenntnissen und Vorgaben aktualisiert.

Welche Symptome verursacht das Coronavirus?

Die häufigsten Anzeichen für eine Infektion mit dem Erreger Sars-CoV-2 sind laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Fieber und Husten. Das Robert-Koch-Institut (RKI) nennt jedoch auch Hals- oder Kopfschmerzen als mögliche Symptome.

Im weiteren Verlauf der Erkrankung mit Covid-19 leiden viele Patienten unter Atemnot und sollten sich spätestens dann in Behandlung begeben.

Die genauen Krankheitsverläufe bei Covid-19 sind laut der BZgA jedoch unspezifisch, vielfältig und variieren stark. Daher ließen sich keine allgemeingültigen Aussagen zum „typischen“ Krankheitsverlauf machen.

Wann sollte ich mich in Quarantäne begeben?

In häusliche Quarantäne sollte man sich auf jeden Fall dann begeben, wenn ein hohes Risiko besteht, dass man sich mit dem Erreger Sars-CoV-2 angesteckt hat. Das ist vor allem der Fall, wenn man innerhalb der vergangenen zwei Wochen persönlichen Kontakt zu einem Menschen hatte, der nachweislich mit dem Coronavirus infiziert ist.

„Ein wirklich enger Kontakt bedeutet entweder, dass man mindestens 15 Minuten mit dem Erkrankten gesprochen hat beziehungsweise angehustet oder angeniest worden ist, während dieser ansteckend gewesen ist“, informiert das Robert-Koch-Institut (RKI) über die Infektion.

Auch Rückkehrer aus Risikogebieten sollten sich vorsorglich in Quarantäne begeben. Das Robert-Koch-Institut (RKI) nennt hier folgende internationale Regionen: Italien, Iran, China (genauer: Provinz Hubei inklusive der Stadt Wuhan), Südkorea (Provinz Gyeongsangbuk-do inklusive Nord-Gyeongsang), Frankreich (Region Grand Est inklusive Elsass, Lothringen und Champagne-Ardenne), Österreich (Bundesland Tirol), Spanien (Stadt Madrid), USA (Bundesstaaten Kalifornien, Washington und New York).

In Deutschland führt das RKI den Landkreis Heinsberg (Nordrhein-Westfalen) als besonders betroffenes Risikogebiet von Covid-19.

Doch auch in Niedersachsen gibt es eine bedrohliche Entwicklung bei den Zahlen der Coronavirus-Infizierten.

Entwarnung gibt das RKI für Menschen, die innerhalb der letzten zwei Wochen im gleichen Raum mit einem Covid-19-Erkrankten waren, jedoch keinen engen Kontakt zu dieser Person hatten.

Wie reagiere ich bei ersten Anzeichen?

Bei Verdacht auf eine mögliche Infektion mit dem Coronavirus sollten sich Bürger zunächst telefonisch an ihren Hausarzt wenden – außerhalb der Praxiszeiten über den ärztlichen Notdienst unter der zentralen Telefonnummer 116 117. Bei Bedarf werden Verdachtsfälle dann an das Corona-Testzentrum in Diepholz überwiesen.

Bei Grippe-Symptomen ist eine Coronavirus-Infektion möglich.

Wer sind die Ansprechpartner im Landkreis Diepholz?

Wie in andere Landkreise auch, hat die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) in Diepholz ein Corona-Testzentrum eingerichtet.

Erster Ansprechpartner sei und bleibe aber der Hausarzt, so der Landkreis: Er sei es, der Patienten bei einem etwaigen Corona-Verdacht an das Testzentrum „überweise“.

Das Gesundheitsamt des Landkreises Diepholz hat ein Bürgertelefon eingerichtet, das montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr und samstags von 8 bis 12 Uhr erreichbar ist: 05441/9762020.

Im Landkreis Diepholz steigt die Zahl der Coronavirus-Infizieren täglich.

Für allgemeine Fragen hat die niedersächsische Landesregierung eine Corona-Hotline eingerichtet. Sie ist erreichbar unter 0511/1206000 (montags bis freitags von 8 bis 22 Uhr). Für spezielle Fragen gibt es außerdem folgende Rufnummern:

  • Gesundheit: 0511/4505555 (montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr)
  • Land- und Ernährungswirtschaft: 0511/1202000 (montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr)
  • Wirtschaft und Arbeit: 0511/1205757 (montags bis freitags von 8 bis 20 Uhr)

Weitere Fragen zum Coronavirus klärt auch das Landesgesundheitsamt unter 0511/450 5555 (montags bis donnerstags von 8 bis 12 Uhr + von 13 bis 16 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 Uhr).

Wie kann ich Infektionen verhindern?

Gegen eine Infektion mit dem Coronavirus schützen laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) folgende Punkte:

  • das Einhalten der Husten- und Niesregeln (nicht in die Hände, sondern in die Armbeuge oder in ein Taschentuch, welches direkt entsorgt werden sollte)
  • eine gute Händehygiene (mindestens 20 Sekunden gründlich von allen Seiten)
  • Abstandhalten zu Erkrankten (etwa 1 bis 2 Meter)
  • auf Händeschütteln, Umarmen oder andere nahe Begrüßungsformen verzichten

Menschen mit Atemwegsbeschwerden, die auf eine Covid-19-Infektion hindeuten, sollten generell zuhause bleiben. (ls)

Rubriklistenbild: © dpa

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