Mann in Stade bei Hamburg erschossen

Asylbewerber-Drama! Polizei erschießt Flüchtling - fragliche Details

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In Stade bei Hamburg wurde ein 20-jähriger Asylbewerber aus Afghanistan von der Polizei niedergeschossen (Symbolbild)

Zum Flüchtlingsdrama kam es in Stade bei Hamburg! Die Polizei erschoss einen Asylbewerber, der die Beamten attackierte. Doch geschah das wirklich aus Notwehr?

  • In Hamburg wurde die Polizei zu einer Auseinandersetzung in einem Flüchtlingsheim gerufen
  • Dort machten die Beamten einen polizeibekannten 20-jährigen Asylbewerber als Verursacher aus
  • Als der junge Mann aus Afghanistan die Polizisten attackierte, wurde er niedergeschossen

Update vom 26. August 2019: Vor rund einer Woche kam es in Stade bei Hamburg zum Drama. In einem Flüchtlingsheim in Niedersachsen war es zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Asylbewerbern gekommen, die Polizei entsandte zwei Streifenwagen. Ein 20-jähriger Afghane, welcher der Polizei bereits aus anderen Vorfällen bekannt war, attackierte anschließend die Polizisten mit einer Hantelstange aus Eisen. Die Beamten setzten zunächst Pfefferspray ein, doch weil das seine Wirkung verfehlte, zog ein Polizist seine Dienstwaffe - und erschoss den Flüchtling. Doch die offizielle Version der Polizeiinspektion Stade wirft Fragen auf.

Stade bei Hamburg: Neue Erkenntnisse bei Flüchtlingsdrama werfen Fragen auf

Die Polizeiinspektion Cuxhaven leitet nun die Ermittlungen gegen die niedersächsischen Kollegen aus Stade. Solch ein Verfahren wird wegen des Verdachts auf Totschlag routinemäßig eingeleitet. "Wir werden ein besonderes Augenmerk darauf richten, ob der Polizeibeamte in Notwehr gehandelt hat", sagte ein Sprecher der Stader Staatsanwaltschaft gegenüber der „Süddeutschen“.

Denn der Vorfall aus Stade bei Hamburg wirft zahlreiche Fragen auf. Auch bei Christian Pfeiffer, einem renommierten Kriminologen. „Ich habe mich sofort gefragt, was hier abgelaufen ist“, sagt Pfeiffer in Bezug auf das Flüchtlingsdrama in Niedersachsen zur „Süddeutschen“.

Stade in Niedersachsen: Warum schoss der Polizist dem Asylbewerber nicht ins Bein?

Der Kriminologe würde demnach gerne wissen, wie viele Schüsse in Niedersachsen auf den Flüchtling abgegeben wurden und aus welcher Entfernung. „Wie groß war das Angriffsobjekt“, also die Hantelstange aus Eisen, und „hat das Pfefferspray auch das Auge erreicht“, wird Christian Pfeiffer vor der „Süddeutschen“ zitiert. Denn die Polizisten waren in Stade bei Hamburg offenbar in der Überzahl, nachdem die Beamten fünf weitere Asylbewerber aus der Wohnung im Flüchtlingsheim geschickt hatten.

Dagegen eskalierte nach einem Unfall ein Streit zwischen vier Männern, bei dem ein Vater und sein Sohn in Stade bei Hamburg zum Molotow-Cocktail und zur Motorsäge griffen.

Flüchtlingsdrama in Stade bei Hamburg: Handelte die Polizei in Niedersachsen aus Notwehr?

Wie konnte der 20-jährige Afghane also dem Pfefferspray widerstehen und weiter mit der Eisen-Hantel angreifen? Und warum schoss der Polizist aus Niedersachsen dem Flüchtling nicht ins Bein? Dazu sind die Beamten nämlich angehalten, auf die Beine eines Angreifers zu zielen, wenn sie nicht mit einem Messer oder einer Schusswaffe attackiert werden, schreibt die Süddeutsche.

Solange diese Fragen nicht geklärt sind, wird der Vorfall im Flüchtlingsheim in Stade bei Hamburg die Polizei und Staatsanwaltschaft noch eine Weile beschäftigen. Derweil kam es in Hamburg zur Unfall-Tragödie, als ein kleiner Junge auf die Straße lief und plötzlich von einem Bus erfasst wurde.

Stade bei Hamburg: Polizei erschoss Asylbewerber - doch die Beamten waren in der Überzahl

Meldung vom 19. August 2019: Am Samstag (17. August 2019) ist es in Stade bei Hamburg zu einem Flüchtlingsdrama gekommen. Die Polizei wurde zu einem Flüchtlingsheim in Stade-Bützfleth gerufen, weil es dort zu einer Auseinandersetzung kam. Als die Beamten das Mehrparteienhaus erreichten, trafen sie auf einen polizeibekannten 20-jährigen Asylbewerber. Der junge Mann aus Afghanistan attackierte die Polizisten in der Folge mit einer Eisenstange und wurde deshalb von den Beamten niedergeschossen, wie nordbuzz.de* berichtet.

In Stade bei Hamburg wurde ein 20-jähriger Asylbewerber aus Afghanistan von der Polizei niedergeschossen (Symbolbild)

Stade bei Hamburg: Asylbewerber aus Afghanistan attackiert Polizisten - und wird erschossen

Gegen 19.45 Uhr war am Samstag (17. August 2019) bei der Polizei Stade ein Notruf eingegangen. Zwischen zwei Personen kam es in einem Flüchtlingsheim in Stade-Bützfleth zu einer Auseinandersetzung gekommen. Einer der beiden Beteiligten war der Polizei bereits bekannt. Deshalb wurden vorsorglich gleich zwei Streifenwagen zum Tatort unweit von Hamburg entsandt, teilte die Polizei mit. Doch beim Eintreffen des ersten Streifenwagens reagierte der Mann, ein 20-jähriger Asylbewerber aus Afghanistan, nicht auf die Ansprache der Beamten. Erst als der zweite Streifenwagen eintraf, gingen die Polizisten in die Erdgeschosswohnung des Mehrparteienhauses - dann eskalierte die Situation.

Am Elbstrand bei Stade nahe Hamburg wurde eine Leiche in der Elbe gefunden, doch der Tote stellt die Polizei vor ein Rätsel.

Stade bei Hamburg: Asylbewerber aus Afghanistan greift Polizei mit Eisenstange an

Denn als die Polizisten die Wohnung des 20-jährigen Asylbewerbers betraten, griff der junge Mann aus Afghanistan prompt zu einer Eisenstange und attackierte damit die Beamten. Die Polizisten wehrten sich zunächst mit Pfefferspray, doch das zeigte nicht die erhoffte Wirkung. In der Folge zog einer der Beamten schließlich seine Dienstwaffe und schoss zweimal auf den Asylbewerber aus Afghanistan, um dessen Angriff mit der Eisenstange zu unterbinden. Dabei wurde der 20-jährige Mann in Stade bei Hamburg lebensgefährlich verletzt. Zu brutalen Szenen kam es vor einem McDonalds-Restaurant in Hamburg, nachdem ein Deal platzte.

Asylbewerber wird in Stade bei Hamburg niedergeschossen - Notarzt kann nicht mehr helfen

Die sofort eingesetzte Notärztin und die Rettungswagenbesatzung konnten dem Asylbewerber aus Afghanistan nicht mehr helfen. Der junge Mann erlag kurze Zeit später den Verletzungen, teilte die Polizei mit. Der 20-jährigeAfghane soll vor zwei Jahren als Flüchtling nach Bützfleth, einem Ortsteil von Stade bei Hamburg gekommen sein, berichtet die Bild. Warum der Asylbewerber diePolizisten mit einer Eisenstange attackierten, ist noch unklar. 

Auch ob der Polizist, der den Asylbewerber niederschoss, vorschnell oder aus Notwehr gehandelt hat, muss noch geklärt werden. Kai Thomas Breas (48), Sprecher der Staatsanwaltschaft, sagte dazu gegenüber der Bild: „Im Moment steht der Vorwurf des Totschlags im Raum. Allerdings wird bei den Ermittlungen ein besonderes Augenmerk darauf gerichtet, ob der Polizeibeamte in Notwehr gehandelt hat.“ 

Die Ermittlungen in diesem dramatischen Fall hat das erste Fachkommissariat Cuxhaven übernommen. Die fünf weiteren Bewohner des Flüchtlingsheims wurden durch die Stadt Stade bei Hamburg derweil in anderen Unterkünften untergebracht. Schockierend war auch das Verhalten von Passanten gegenüber einem blinden Mann am Hauptbahnhof Hamburg. Derweil kam es in Tornesch bei Hamburg zum Familien-Drama, die Polizei machte einen schockierenden Fund. Dagegen suchte in der Nähe des Hafens in Hamburg der Kampfmittelräumdienst nach Blindgängern - und machte einen schockierenden Fund.

Nag

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