Habe ich Corona? Antikörper-Schnelltest kann Gewissheit bringen

Die Corona-Pandemie hält die Welt in Atem. Jeder möchte wohl wissen, ob er sich bereits mit dem Coronavirus infiziert hat. Doch die Kapazität für den Test in einer Corona-Ambulanz reicht nicht für alle. Ein Antikörper-Schnelltest kann Gewissheit bringen.

Habe ich es oder nicht? Viele treibt momentan diese Frage um. Schließlich verläuft die Coronavirus-Erkrankung (COVID-19) bei manchen Menschen ganz ohne Symptome (asymptomatisch). Wie also herausfinden, ob man sich vielleicht unwissentlich angesteckt hat? Eine neue Möglichkeit bieten Antikörper-Schnelltests, die Händler wie HWV – Ihr Spezialist für Arztpraxis- und Klinikversorgung mittlerweile vertreiben.

Wie funktioniert der Antikörper-Schnelltest?

Im Vergleich: zwei Methoden, die am häufigsten angewendet werden. Einerseits ist das die PCR (Polymerase-Ketten-Reaktion), also der Abstrich im Rachen und im Nasenraum mit anschließender Labordiagnostik. Dieser Test wird beispielsweise in den Corona-Ambulanzen angewendet.

Eine zweite, neu entwickelte Methode ist der In-Vitro-Antikörper-Schnelltest. Dafür wird eine kleine Blutprobe auf Antikörper gegen den neuen Virus 2019-nCoV getestet. Die Anwendung und das Ablesen des Ergebnisses ist dabei so einfach wie bei einem Schwangerschaftstest.

Vorteile der Antikörper-Tests:

  • Das Wissen mit einer hohen Genauigkeit (Sensitivität/Spezifität) von etwa 98 Prozent, ob die Krankheit bereits (asymptomatisch) durchlebt wurde und daher eine Immunität vorliegt.
  • Der Test lässt sich schnell durchführen – in nur etwa 10 Minuten.
  • Es ist kein teures Labor notwendig.
  • Ein Schnelltest ist auch ohne Verdacht oder Symptome möglich.
  • Es ist kein Warten in einer vollen Corona-Ambulanz nötig, in der Materialien zum herkömmlichen Test knapp werden können.
  • Lange Wartezeiten bis zum Erhalt der Ergebnisse (bis zu zwei Wochen) fallen weg.
  • Der Antikörper-Test ist eine schnelle und einfache Methode, die jedes Fachpersonal (ob in der Praxis, beim ambulanten Pflegedienst etc.) eigenständig durchführen kann.

Kritik an den Schnelltests

Ein Kritikpunkt lautet, dass sich Antikörper erst einige Tage nach der Infektion nachweisen lassen. „Das stimmt zwar“, erklärt Timon Bauer, Geschäftsführer von HWV – Ihr Spezialist für Arztpraxis- und Klinikversorgung. „Allerdings wird auch ein PCR-Test nur dann durchgeführt, wenn bereits Symptome vorhanden sind.“

Wer sich trotzdem testen lassen will, kann dies mit einem Corona-Antikörper-Schnelltest. Dieser kann zwar nicht anzeigen, ob man sich etwa gestern oder heute angesteckt hat. Aber er kann aufzeigen, ob man die Krankheit ohne oder auch mit Symptomen durchlebt hat oder gerade durchlebt. „Damit ist der Corona-Schnelltest beispielsweise ideal für den Einsatz in Unternehmen“, erklärt Timon Bauer. „Denn so kann man sehen, wer immun ist und bereits gefahrlos wieder arbeiten kann.“

Medizinisches Personal kann von dem Schnelltest profitieren

Die HWV aus Bremen verkauft die Corona-Schnelltests an medizinisches Fachpersonal, das an vorderster Front gegen die Verbreitung des Coronavirus kämpft. Sie können sowohl in Krankenhäusern als auch Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen eine Hilfe sein, um die Personen mit Antikörpern zu identifizieren. Auch Betriebsärzte können feststellen, wer die Erkrankung bereits hinter sich hat, um ihr Personal gezielt wieder aus dem Homeoffice zu entlassen. Durch diese Screening-Methode können die Ressourcen für die Eindämmung der Corona-Epidemie ergänzt werden. Die Wichtigkeit dieser Test bestätigte nun auch der Präsident des Robert Koch Instituts (RKI) Professor Lothar H. Wieler in einer Pressekonferenz des RKI am 31.03.2020.

Die Kosten für diese Tests sind mit etwa 22 Euro pro Test (110,43 Euro für eine 5er-Packung des Cleartest Corona 2019-nCoV lgG/lgM-Kassetten-Schnelltest) sehr viel günstiger als die herkömmliche PCR.

Die Frage nach einer bereits bestehenden Immunität nach möglicherweise durchgemachter Infektion wird spätestens in einigen Tagen von hoher Relevanz sein, nämlich dann, wenn – insbesondere während Lieferengpässen für Schutzmasken oder Desinfektionsmitteln - entschieden werden muss, welche Mitarbeiter wieder arbeiten darf und infektiöse Covid-19-Patienten betreuen soll.

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