Tourismus

Nordsee-Urlaub: Wangerooge öffnet – Inseln mit Corona-Konzept

Tourismus ist auch in Corona-Zeiten auf den Ostfriesischen Inseln in der Nordsee nötig. Jetzt kommt ein Öffnungskonzept. Wangerooge nimmt Vorreiter-Rolle ein.

Niedersachsen/Schleswig-Holstein – Verwaiste Strände so weit das Auge reicht. Kneipen leer, die Cafés sowieso. Noch weniger geht in Hotels und Ferienwohnungen. Dort, wo sich um diese Jahreszeit eigentlich Urlauber dicht an dicht drängen, herrscht in diesen Tagen vor allen Dingen eines: gähnende Leere. Und ohne Tourismus geht auf den Ostfriesischen Inseln sowie an der Nordsee so gut wie nichts, fast jeder ist hier ebenso wie an der Ostsee irgendwie vom Tourismus abhängig. In Corona-Zeit kein leichtes Unterfangen. Doch es scheint endlich Rettung in Sicht!

Coronavirus in Zahlen im Land Niedersachsen:Stand: 19. April 2021, 9 Uhr. Quelle: Land Niedersachsen
Coronafälle insgesamt:222.195 (+599 innerhalb von 24 Stunden)
Gestorbene mit Corona-Infektionen:5.127 (+4)
Genesene Personen:196.018 (+490)
7-Tage-Inzidenz:127,3

Denn die Ostfriesischen Inseln legen in diesen Tagen der niedersächsischen Landesregierung ein Öffnungskonzept vor. Dauerhafte Öffnung des Tourismus bei gleichzeitiger Kontrolle des Infektionsgeschehens heißt die Zauberformel. Es beinhaltet alle touristischen Beherbergungs-, Einzelhandels- und Gastronomiebetriebe sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Im ersten Schritt soll es nur um den Übernachtungstourismus gehen, nicht um Tagesausflügler.

Nordsee: Übernachtungsgäste sollen im Zuge der Corona-Pandemie Antigen-Schnelltest oder PCR-Test vorweisen

Im Zentrum der Öffnungsstrategie steht ein Testkonzept, das neben den Gästen auch die Insulaner und Beschäftigten im Tourismus berücksichtigt. Übernachtungsgäste – und in der zweiten Öffnungsphase auch Tagesgäste – müssen bei der Anreise vom Festland einen negativen Antigen-Schnelltest oder PCR-Test vorweisen. Andernfalls darf der Gast nicht auf die Insel kommen.

Das Pilotprojekt der sieben Ostfriesischen Inseln wurde mit wissenschaftlicher Begleitung ausgearbeitet. Alle Gäste werden etwa 48 Stunden nach ihrer Anreise nochmals einem Antigen-Schnelltest unterzogen. Erst nach dem zweiten Test ist die Nutzung aller touristischen Angebote möglich. Es werde eine digitale Lösung angestrebt, die personenbezogene Daten mit Testergebnissen und ihrer Gültigkeitsdauer verknüpft.

Bald schon könnten die Strände an Ost- und Nordsee wieder von Touristen bevölkert werden. Es gibt weitreichende Öffnungskonzepte die derzeit erprobt werden.

Auf der Insel Wangerooge läuft das Projekt bereits und die Verantwortlichen sind – trotz aller Skepsis – höchst zufrieden, berichtet auch kreiszeitung.de*. Zwar hat es erwartungsgemäß positive Testergebnisse gegeben, aber diese sind natürlich genau der Grund für das Konzept. Getestet wird seit Karfreitag am Fähranleger und auf dem Flugplatz von Harlesiel.

„Das ist eine gute Nachricht, denn das heißt, die weitaus größere Zahl, die auf die Insel gekommen ist, war im Schnelltest negativ“, sagt Frieslands Landrat Sven Ambrosy (SPD). Bisher gibt es keinerlei Schwierigkeiten, das Konzept läuft den Angaben nach rund. Bis zu 40 Personen testet man im Schnitt an einem Tag. Auch wenn für Wangerooge noch keine Touristen getestet werden, könnten die Erfahrungen aus der aufgebauten Test-Infrastruktur Vorbild für das Öffnungskonzept der Ostfriesischen Inseln insgesamt sein.

Corona an der Ostsee: Innere Lübecker Bucht darf ab 26. April 2021 wieder Gäste beherbergen

Was an der Nordsee noch in Planung ist, befindet sich an vielen Orten der Ostseeküste bereits ab dem 26. April 2021 ind er Umsetzung. Wie 24hamburg.de* berichtet, darf die Innere Lübecker Bucht dank eines Corona-Modellprojekts auch wieder Urlauber beherbergen. Weitere Orte in Schleswig-Holstein öffnen ebenfalls im Rahmen eines Modellprojekts für Urlauber. So sollen rund 200 Betriebe in den beliebten Ostseeorten Timmendorfer Strand, Scharbeutz, Niendorf, Haffkrug, Pelzerhaken und Rettin ihre Pforten für Urlauber öffnen.

Von diesem Montag, 19. April 2021, an können sogar unter anderem Gastronomen, Hoteliers, Vermieter von Ferienwohnungen und Campingplatzbesitzer in anderen Regionen Schleswig-Holsteins wieder Gäste empfangen. Während in der Schlei-Region nur Außengastronomie erlaubt ist, dürfen sich in Eckernförde Gäste auch drinnen hinsetzen, berichtet kreiszeitung.de*. Wer sich in einem Restaurant oder Café aufhalten will, muss die üblichen Corona-Regeln befolgen: Abstand, Kontaktverfolgungen und eine begrenzte Anzahl von Personen am Tisch. *nordbuzz.de, kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Volker Bartels/dpa

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