Beratung bleibt erhalten

NordLB-Kahlschlag: Bremen verliert 300 von 400 Stellen

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Die NordLB hatte im Jahr 2017 die Bremer Landesbank übernommen. Nun fallen 300 Stellen in der Hansestadt weg.

Die NordLB setzt ihren radikalen Stellenabbau weiter fort. In Bremen sollen 300 von 400 verbleibenden Stellen gestrichen werden.

  • NordLB setzt radikales Sparprogramm fort
  • In Bremen werden 300 von 400 Stellen gestrichen
  • Geschäfte der NordLB werden in Oldenburg gebündelt

Hannover/Bremen - Die NordLB setzt den für die gesamte Bank beschlossenen Stellenabbau nun auch in Bremen um und will dort in den kommenden Jahren etwa 300 der bisher 400 Arbeitsplätze streichen. Diese Entscheidung sei Teil des geplanten Spar- und Umbauprogramms und „kein zusätzlicher Abbau“, sagte am Freitag ein Sprecher in der Unternehmenszentrale in Hannover

NordLB-Stellenabbau in Bremen: Geschäft wird in Oldenburg gebündelt

Das Geschäft in der Region Nord-Nordwest soll jetzt in Oldenburg gebündelt werden. Betroffene Mitarbeiter aus Bremen erhielten Angebote zum Wechsel, für Abfindungen oder den Vorruhestand, Kündigungen solle es nicht geben.

„Die Maßnahmen für Bremen sind nun eine Ausgestaltung im Detail“, hieß es aus der Bank. Für Privat- und Geschäftskunden soll sich in der Hansestadt nichts ändern, das Beratungsgeschäft bleibe erhalten. Die NordLB ist in Schieflage, weil sie vor allem mit der Finanzierung von Schiffen Milliardenverluste verzeichnet hatte. 2017 übernahm sie zudem die Bremer Landesbank

Insgesamt will sich die NordLB stark verkleinern. Das neue Geschäftsmodell sieht vor, sich künftig auf Firmen- und Privatkunden, das Kapitalmarktgeschäft, Immobilien- und Spezialfinanzierungen wie erneuerbare Energien zu konzentrieren.

NordLB-Sparprogramm: Bank bekommt staatliche Milliardenunterstützung

Bis 2024 soll die Zahl der Beschäftigten den bisherigen Plänen zufolge insgesamt etwa halbiert werden, während der ersten drei Quartale 2019 war sie bereits von 5850 auf knapp 5450 gesunken. Zusätzlich erhält die NordLB staatliche Milliardenunterstützung. Im Dezember hatten die Landtage von Niedersachsen und Sachsen-Anhalt nach langer Prüfung durch die EU-Kommission den Hilfen zugestimmt.

dpa

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